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Havelland Begegnungsstätte will sich weiter öffnen
Lokales Havelland Begegnungsstätte will sich weiter öffnen
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00:18 27.02.2017
Mit persischer Musik und vielen Besuchern wurde das B 80 im November vergangenen Jahres eröffnet. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Die Willkommensinitiative „Wir in Falkensee“ hat das Ehrenamt in der Stadt in eine neue Dimension katapultiert. 500 Frauen und Männer setzen sich in der Gruppe dafür ein, dass Flüchtlinge in Falkensee besser betreut und aufgenommen werden können, dass sich Einheimische und Fremde begegnen können. Aber alles Ehrenamt hat auch seine Grenzen, deshalb versucht die Initiative selbst Unterstützung. Nämlich Helfer aus dem Programm des Bundesfreiwilligendienstes.

„Dafür sind wir als Einsatzstelle inzwischen anerkannt“, sagt Jörg Schmidt-Wottrich. Der Falkenseer Rechtsanwalt engagiert sich seit Jahren in der Stadt, er gehört zu den Mitgründern der Lokalen Agenda und ist auch in der Willkommensinitiative aktiv. Die versteht sich ausdrücklich nicht als Verein, sondern als offenes Gremium. Aber sie hat gemerkt, dass für das Bewegen in deutschen Strukturen eine gewisse juristische Rechtsperson vorhanden sein muss. „Deshalb haben wir in der Gruppe den Verein ,Begegnung in Falkensee’ gegründet“, sagt Jörg Schmidt-Wottrich. Der bewusst klein gehaltene Verein soll ein agiles und flexibles Arbeitsgremium sein und die juristischen Dinge regeln, wie das Abschließen von Mietverträgen oder eben von Betreuungsverhältnissen für den Bundesfreiwilligendienstes.

Dafür werden junge Leute ab 27 Jahre gesucht, die in der interkulturellen Begegnungsstätte in der Bahnhofstraße 80, im B 80, die Arbeit unterstützen wollen. Im B 80 hat die Willkommensinitiative eine feste Bleibe erhalten, nachdem sie vorher mit ihren Veranstaltungen und Angeboten durch die Stadt gezogen ist. „Wir haben im ASB oder im Haus am Anger gute Partner für unsere Ideen gefunden“, sagt Jörg Schmidt-Wottrich. Das passte oft sehr gut, aber eben nicht immer. Deshalb wollten sie einen festen Ort, an dem sie wahrnehmbar sind und auch eine verlässliche Anlaufstelle sein können.

Nachdem die Versuche, das Haus in der Potsdamer Straße 2 zu kaufen, gescheitert sind, tat sich in Zusammenarbeit mit der Stadt Falkensee die Möglichkeit auf, die Räume in der Bahnhofstraße 80 zu nutzen. Gespräche, Beratungen, Deutschkurse, Kunstangebote für Kinder, Kochabende, Sprechstunden oder Gesprächsrunden – vieles ist hier möglich. „Das sprengt eben oft den Rahmen dessen, was Ehrenamtliche, die fast alle werktätig sind, leisten können“, sagt Jörg Schmidt-Wottrich.

Bei manchem war im vergangenen Sommer dann doch eine Flaute zu spüren. Nun soll mit zwei Bundesfreiwilligen und auch mit einer hauptamtlich beschäftigten Koordinatorin die Arbeit gestärkt werden. Die Bufdis sollen Veranstaltungen betreuen, eventuell die Internetseite pflegen, Kontakte halten, eigene Ideen einbringen. Sie sollen auch mal Stühle rücken und aufräumen, aber als Reinigungskraft sind sie nicht angestellt.

„Wir hoffen auf interessierte Leute“, sagt Jörg Schmidt-Wottrich. Das können Frauen oder Männer sein, auch Ausländer. Sie erhalten nach den Richtlinien des Bundesfreiwilligendienstes keinen Lohn, sondern ein Taschengeld. Und sie bekommen etwas, was sich nicht in Geld ausdrücken lässt, ist Schmidt-Wottrich überzeugt. Er selbst weiß, dass man bei dem Kontakt mit Flüchtlingen auf viele Probleme und Sorgen stößt, aber auch eine große menschliche Bereicherung erfährt. Für ihn auch sehr wichtig: die Willkommensinitiative als Begegnungsplattform von engagierten Falkenseern.

Von Marlies Schnaibel

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