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Havelland Beiträge konstant, mehr Grabenräumungen
Lokales Havelland Beiträge konstant, mehr Grabenräumungen
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17:40 27.09.2016
Gräben 2. Ordnung sollen regelmäßiger vom Schlamm befreit werden. Quelle: Norbert Stein
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Nauen

Eigentlich hätten sich die Landeigentümer im Havelland 2017 auf eine Beitragssenkung für den Wasser- Bodenverband Nauen freuen können. Die überarbeitete Kalkulation des Verbandes sah vor, dass statt 9,89 Euro pro Hektar nur noch 9,52 Euro pro Jahr fällig werden. Doch daraus wird erstmal nichts. Auch zur Überraschung von Geschäftsführer Peter Hacke.

Denn kurz vor der Abstimmung der Mitglieder legte Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) einen Vorschlag auf den Tisch, dem am Ende der Diskussion die große Mehrheit der Mitglieder des Verbandes folgte. Demnach bleibt der Beitrag konstant, dafür aber soll es ab 2017 mehr Grundräumungen in Gräben 2. Ordnung im Verbandsgebiet geben.

„Im Normalfall schaffen wir etwa 70 Kilometer pro Jahr zu räumen“, sagt Peter Hacke. Insgesamt kümmert sich der in Nauen ansässige Verband „Großer Havelländischer Hauptkanal-Havelkanal-Havelseen“ um 1650 Kilometer dieser Gräben. Im nächsten Jahr muss der Verband nun mehr Kilometer bewältigen, wie viel genau, wird noch ermittelt. „Auf jeden Fall aber werden wir dazu Fremdleistungen einkaufen, weil wir gar nicht ausreichend Technik haben, um an mehreren Stellen gleichzeitig räumen zu können“, so Hacke.

Mit den Beitragseinnahmen finanziert der Verband unter anderem die Grundräumungen und Krautungen von Gräben und Gewässern 2. Ordnung im Verbandsgebiet. Das erstreckt sich über das Havelland hinaus auf Teile von Potsdam-Mittelmark, Oberhavel und der Städte Potsdam und Brandenburg. Es umfasst ein Fläche von rund 160 500 Hektar. Der Nauener Verband bewirtschaftet etwa 2000 Kilometer Gewässer 2. Ordnung, 50 Kilometer Deichabschnitte und 73,5 Kilometer Gewässer 1. Ordnung, deren Bewirtschaftungskosten das Land trägt. Zudem unterhält der Bodenverband 19 Schöpfwerke im Havelland. Hier wird Wasser aus der Landschaft abgepumpt, das von selbst nicht abfließt. Weiter ungeklärt ist der Umgang mit den 36 Schöpfwerken an Gewässern 2. Ordnung. Derzeit hält der Bodenverband nur die in Betrieb, die verhindern, dass Siedlungen überschwemmt werden und die, für die jemand die Bewirtschaftungskosten übernimmt. „In der Beitragskalkulation von 9.89 Euro ist der Betrieb der Schöpfwerke nicht enthalten. Sollte vom Gesetzgeber im neuen Brandenburger Wassergesetz, das im ersten Quartal 2017 kommen soll, aber verankert werden, dass die Verbände für die Schöpfwerke verantwortlich sind, würde der Beitrag um 96 Cent pro Hektar und Jahr steigen,“ erklärt der Geschäftsführer.

Erst vor wenigen Monaten war der Nauener Verband mit Geschäftsstelle und Werkstatt an einen neuen Standort in Nauen, Am Schlangenhorst, umgezogen. Rund 1,1 Millionen Euro kostet das neue Areal. Das leer gezogene bisherige Firmengebäude in der Brandenburger Straße in Nauen wurde inzwischen verkauft. „Es gab eine Ausschreibung und zwei Interessenten“, sagt Hacke. Ein Havelländer habe letztlich den Zuschlag bekommen. Er werde das Mehrfamilienhaus wieder komplett für eine Wohnnutzung umgestalten.

Ebenfalls geklärt ist die Rückgabe des Areals in Paretz, wo der Verband zuvor die Technik untergestellt und repariert hat. Das Grundstück in Havelnähe wurde an das Land Brandenburg zurückgegeben. Im November feiert der Wasser- und Bodenverband Nauen sein 25-jähriges Bestehen.

Von Jens Wegener

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