Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Berlin-Spandau will S-Bahn bis Nauen
Lokales Havelland Berlin-Spandau will S-Bahn bis Nauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:20 23.08.2016
Helmut Kleebank (r.) ist für die S-Bahn-Verlängerung ins Havelland. Quelle: Hans-Peter Theurich
Anzeige
Falkensee/Spandau

Die Zahlen sind gigantisch: 9000 Fahrgäste am Tag zwischen Nauen und Brieselang, 22000 von Falkensee nach Albrechtshof und schließlich 32000 Fahrgäste, die täglich zwischen Albrechtshof und Spandau fahren. Und alles auf der Schiene. So sehen die Prognosen für das Jahr 2030 aus. „Wir müssen uns darauf einstellen“, sagte Helmut Kleebank (SPD), gewissermaßen sei es höchste Eisenbahn.

Der Bezirksbürgermeister von Spandau will nicht nur im September wiedergewählt werden, er will auch eine Reihe von Verkehrsprojekten zwischen Spandau und dem Havelland voranbringen. Am Dienstag stellte er sie in einem Pressegespräch vor. Besonders wichtig ist ihm dabei eine Entscheidung für die Verlängerung der S-Bahn bis nach Nauen. Die ebenfalls diskutierten Varianten - die S-Bahn bis ins Falkenhagener Feld oder die S-Bahn bis nach Albrechtshof zu verlängern – hält er für falsch. „Eine rein Berliner Lösung ist sinnlos“, sagte er, sie wäre gewissermaßen keine Lösung der Probleme, die eben nicht nur Berlin, sondern den gesamten Verflechtungsraum der Metropole betreffen. Die Großregion wächst und sie wird vor allem entlang der Verkehrstrassen wachsen. „Immer mehr Pendler werden aus der Achse Nauen, Brieselang, Falkensee nach Berlin zur Arbeit fahren“, blickte er voraus, „und Spandau ist nicht daran interessiert, ein Transitbezirk zu werden.“ Die Straßen seinen jetzt schon an ihrer Kapazitätsgrenze. Das gelte ja auch für den Regionalverkehr in den Hauptzeiten.

Deshalb setzt Spandau auf die S-Bahn. „Da sind sich in Spandau im Gegensatz zu Falkensee die SPD, die CDU und die Grünen einig“, sagte Kleebank, auch wenn es keinen formalen Beschluss zu dem Thema gäbe. Die entsprechenden Trassen sind freigehalten. „Wir brauchen eine Schienenverkehrslösung“, sagte Spandaus Bezirksbürgermeister, und die bessere und sicherere Variante sei dabei die S-Bahn. Die von S-Bahn-Chef Peter Buchner vorgestellte Idee der Express-S-Bahn bis Nauen ist eine interessante und ernst zu nehmende Variante. In der Mobilitätsstrategie 2030 des Landes Brandenburg soll die Variante zumindest geprüft werden. „Die neue Berliner Landesregierung muss sich an dieses Problem ranmachen“, forderte Helmut Kleebank. Beide Landesregierungen müssen sich verständigen und das weitere Vorgehen verabreden, Alleingänge führen hier nicht zum Ziel. „Das geht nur gemeinsam“, meinte Kleebank dazu.

Neben der S-Bahn-Debatte setzt sich Kleebank auch für die Verlängerung des Brunsbüttler Damms bis zur Landesstraße 20 und die Aufweitung der Falkenhagener Chaussee an der Landesgrenze ein. „Das Nadelöhr darf so nicht bleiben“, meinte Kleebank mit Blick auf den Übergang von Spandau nach Falkensee und den Anschluss der dortigen Spandauer Straße. Auch der Anschluss zwischen Kladow und Groß Glienicke müsse neu geregelt werden. Ernst zu nehmende Ideen gäbe es.

Von Marlies Schnaibel

Seit 22. Augustmacht das „Mammobil“ Station in Rathenow. Es ist ein Probelauf, den die Poliklinik „Ernst von Bergmann“ durchführt. Schon jetzt steht fest, die Nachfrage ist so groß, dass sich Frauen zwischen 50 und 69 Jahren auch in zwei Jahren in Rathenow untersuchen lassen können.

23.08.2016

Seit Montag ist die B5 bei Pessin (Havelland) wegen Bauarbeiten an der Brücke über den Havelländischen Hauptkanal gesperrt. Für insgesamt zwei Wochen wird der gesamte Verkehr über Paulinenaue, Brädikow und Wagenitz umgeleitet. Die Dörfer ächzen unter dem erhöhten Verkehrsaufkommen.

23.08.2016

Einmal in der Woche kommen bis zu zehn Frauen und auch Männer auf Gisela Bartels Hof in Rathenow West zum gemeinsamen Wolle spinnen zusammen. In geselliger Runde pflegen sie das uralte Handwerk. Aus Schafwolle spinnen sie Fäden zum Stricken oder Häkeln von Tüchern, Jacken oder anderen Kleidungsstücken. Am Sonntag können Interessierte dabei zusehen.

23.08.2016
Anzeige