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Berlin-Spandau will S-Bahn bis Nauen

Verkehr für Pendler Berlin-Spandau will S-Bahn bis Nauen

Der Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank will Akzente bei der Lenkung der Verkehrsströme setzen. Vor allem setzt er sich dafür ein, die S-Bahn vom Spandauer Hauptbahnhof bis nach Nauen zu verlängern. Schon jetzt sind die Straßen ausgelastet – der öffentliche Verkehr könnte das Pendelproblem regeln.

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Helmut Kleebank (r.) ist für die S-Bahn-Verlängerung ins Havelland.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee/Spandau. Die Zahlen sind gigantisch: 9000 Fahrgäste am Tag zwischen Nauen und Brieselang, 22000 von Falkensee nach Albrechtshof und schließlich 32000 Fahrgäste, die täglich zwischen Albrechtshof und Spandau fahren. Und alles auf der Schiene. So sehen die Prognosen für das Jahr 2030 aus. „Wir müssen uns darauf einstellen“, sagte Helmut Kleebank (SPD), gewissermaßen sei es höchste Eisenbahn.

Der Bezirksbürgermeister von Spandau will nicht nur im September wiedergewählt werden, er will auch eine Reihe von Verkehrsprojekten zwischen Spandau und dem Havelland voranbringen. Am Dienstag stellte er sie in einem Pressegespräch vor. Besonders wichtig ist ihm dabei eine Entscheidung für die Verlängerung der S-Bahn bis nach Nauen. Die ebenfalls diskutierten Varianten - die S-Bahn bis ins Falkenhagener Feld oder die S-Bahn bis nach Albrechtshof zu verlängern – hält er für falsch. „Eine rein Berliner Lösung ist sinnlos“, sagte er, sie wäre gewissermaßen keine Lösung der Probleme, die eben nicht nur Berlin, sondern den gesamten Verflechtungsraum der Metropole betreffen. Die Großregion wächst und sie wird vor allem entlang der Verkehrstrassen wachsen. „Immer mehr Pendler werden aus der Achse Nauen, Brieselang, Falkensee nach Berlin zur Arbeit fahren“, blickte er voraus, „und Spandau ist nicht daran interessiert, ein Transitbezirk zu werden.“ Die Straßen seinen jetzt schon an ihrer Kapazitätsgrenze. Das gelte ja auch für den Regionalverkehr in den Hauptzeiten.

Deshalb setzt Spandau auf die S-Bahn. „Da sind sich in Spandau im Gegensatz zu Falkensee die SPD, die CDU und die Grünen einig“, sagte Kleebank, auch wenn es keinen formalen Beschluss zu dem Thema gäbe. Die entsprechenden Trassen sind freigehalten. „Wir brauchen eine Schienenverkehrslösung“, sagte Spandaus Bezirksbürgermeister, und die bessere und sicherere Variante sei dabei die S-Bahn. Die von S-Bahn-Chef Peter Buchner vorgestellte Idee der Express-S-Bahn bis Nauen ist eine interessante und ernst zu nehmende Variante. In der Mobilitätsstrategie 2030 des Landes Brandenburg soll die Variante zumindest geprüft werden. „Die neue Berliner Landesregierung muss sich an dieses Problem ranmachen“, forderte Helmut Kleebank. Beide Landesregierungen müssen sich verständigen und das weitere Vorgehen verabreden, Alleingänge führen hier nicht zum Ziel. „Das geht nur gemeinsam“, meinte Kleebank dazu.

Neben der S-Bahn-Debatte setzt sich Kleebank auch für die Verlängerung des Brunsbüttler Damms bis zur Landesstraße 20 und die Aufweitung der Falkenhagener Chaussee an der Landesgrenze ein. „Das Nadelöhr darf so nicht bleiben“, meinte Kleebank mit Blick auf den Übergang von Spandau nach Falkensee und den Anschluss der dortigen Spandauer Straße. Auch der Anschluss zwischen Kladow und Groß Glienicke müsse neu geregelt werden. Ernst zu nehmende Ideen gäbe es.

Von Marlies Schnaibel

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