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Havelland Die Trecker machen Krach
Lokales Havelland Die Trecker machen Krach
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02:15 23.08.2015
Es geht sehr eng zu in der Straße Zum Hakenberg, wenn Landwirte mit ihrer Technik dort durchfahren. Quelle: Peter-Paul Weiler
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Wustermark

Die Nerven liegen blank in Elstal. Auf beiden Seiten. Viele Anwohner der Straße Zum Hakenberg werden im Schlaf gestört, wenn spät abends oder früh morgens vor allem landwirtschaftliche Fahrzeuge (aber auch Autos und Motorräder) durch die Siedlung in Richtung Rohrbeck fahren und dabei über die eingebauten Bodenschwellen donnern. Der Lärm sei unerträglich. Die Traktoren und Anhänger klappern so stark, das die Scheiben wackeln und der Boden bebt, schrieb ein Anwohner der Gemeinde Wustermark.

Von der Situation ebenfalls genervt ist der Wustermarker Landwirt Uwe Jürgens. „Wir werden angemacht und beschimpft, wenn wir durch die Siedlung fahren, dabei können wir doch gar nichts dafür. Die Verbindung nach Rohrbeck ist für den landwirtschaftlichen Verkehr gebaut worden. Die Straße war eher da als die Siedlung“, sagt der Landwirt.

Abgesehen von dem Lärm gibt es dort auch ein Parkproblem. Die Straße ist so eng, dass Traktoren oder andere Landmaschinen kaum durchkommen, wenn Autos der Anwohner auf der Straße stehen. Einseitig ist das Parken zwar erlaubt, aber daran halten sich offenbar nicht alle. Mehrfach kam es vor, dass – absichtlich oder nicht – Leute ihre Autos versetzt auf beiden Seiten abstellen, so dass der Landwirt samt Technik gar nicht mehr durch konnte. „Jetzt während der Erntezeit kann es passieren, dass wir erst um 22 Uhr vom Feld zurückfahren. Um wenigstens den Lärm zu minimieren, sollte die Gemeinde über die Schweller zur Geschwindigkeitsreduzierung noch mal nachdenken“, sagt Jürgens.

Ähnliche Forderungen haben auch Anwohner gestellt, so dass die Gemeinde darüber nachdenkt, zwei der vier Schwellen wieder zu entfernen, so Vize-Bürgermeisterin Petra Guhr. Fakt sei aber, dass verkehrsrechtliche Beschränkungen für diese Strecke nach Rohrbeck sowohl von der Gemeinde Dallgow-Döberitz als auch von der Gemeinde Wustermark bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises beantragt, aber abgelehnt wurden.

Eine für alle Seiten akzeptable Lösung wäre es, wenn die Landwirte mit ihrer Technik wenigstens während der Erntezeit die Bundesstraße 5 zwischen Wustermark und Dallgow benutzen könnten. Doch auch das ist nicht erlaubt. Kreisdezernent Hennig Kellner versucht zu erklären: „Die B 5 ist in dem Bereich inzwischen zu einer mautpflichtigen Strecke geworden. Deshalb können wir als Landkreis keine Sondergenehmigung für landwirtschaftliche Fahrzeuge erteilen. Das müssten der Bund beziehungsweise das Land Brandenburg entscheiden.“

Hintergrund

Die Straße zwischen Rohrbeck und Elstal beschäftigt seit langem die Behörden, weil es für den Asphaltweg kein passendes Verkehrsschild gibt.


Der Weg ist als Ergänzung zur B 5 gebaut worden — und zwar für Fahrzeuge, die zu langsam für die B 5 sind. Das betrifft Traktoren, Mofas, Fahrräder.

Doch längst ist die Straße auch bei Autofahrern beliebt, weil sie eine Abkürzung in Richtung Erlebnis-Dorf oder Outletcenter bietet.

Anders sehe es bei der Ortsumfahrung der B 5 in Nauen aus. Dort gelte im Moment eine Sonderregelung, weil die B 273 innerorts erneuert werde und die Fahrt durch die Stadt für Traktoren oder anderen Maschinen nicht möglich sei.

Die Situation in Elstal, speziell in der Straße Zum Hakenberg, ist aus Sicht des Dezernenten schwierig. Bei der Planung der Siedlung hätte man berücksichtigen müssen, dass dort der Ausweichverkehr von der B 5 durchkommt. Jetzt könne man wohl nur mit Parkverboten den Konflikt lösen, so dass Anwohner ihre Fahrzeuge auf den Grundstücken abstellen müssten. Dann brauche man aber auch Ausweichflächen für Autos von Besuchern.

Von Jens Wegener

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