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Besinnliches Fest im Havelland

Gedanken zum Heiligabend Besinnliches Fest im Havelland

Zum diesjährigen Weihnachtsfest wendet sich Pfarrer Thomas Tutzschke, Superintendent im Kirchenkreis Nauen-Rathenow, an die Leser der MAZ im Osthavelland. Seine Botschaft: nehmen Sie sich Zeit für die innere Einkehr und fragen Sie sich im Kreise Ihrer Lieben, warum das Weihnachtsfest gefeiert wird. Denn das macht glücklich.

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Thomas Tutzschke

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. Liebe Leserin, lieber Leser,

herzlichen Glückwunsch, zu Weihnachten!

Das passt nicht so recht, finden Sie? Es passt so einiges nicht mehr an Weihnachten. Das Weihnachtsfest ist aus dem Rahmen gefallen!

Weihnachten ist für viele ein Fest ohne Inhalt geworden. So, wie ein großer, protziger, goldener Bilderrahmen ohne Bild. Es wird meist nur noch Wert auf den Rahmen des Festes gelegt. Aber das, was Weihnachten ausmacht, kommt zu kurz oder überhaupt nicht mehr vor; findet keinen Platz im Rahmen.

Wir feiern Weihnachten, dass Gott zur Welt kommt, als Kind in der Krippe von Bethlehem.

Das sprengt jeden Rahmen, den wir Menschen jemals setzen können.

Der Gott, der uns in seinen Händen hält, auf den wir uns verlassen können, kommt uns ganz nahe. Nicht auf einem roten Teppich im Rampenlicht, sondern abseits von dem, was für uns das Leben gewöhnlich ausmacht. Gott kommt in die Armseligkeit des menschlichen Lebens und setzt damit den Rahmen für Menschlichkeit, für den Wert und die Würde der Menschen.

Jedes Leben ist lebens- und liebenswert, trotz aller Widrigkeit, Begrenztheit, Fehler und Schwächen. Vorbehaltlos sagt Er JA zu uns Menschen. Wir dürfen in seiner Liebe leben.

Dazu können wir einander nur gratulieren und beglückwünschen, dass wir durch die Menschwerdung Gottes in unserem eigenen Menschsein auf so ungewöhnliche und einzigartige Weise gewürdigt werden.

Gott wird Mensch und erfüllt damit seine Verheißungen. Daran dürfen wir uns Weihnachten erinnern.

Damals in Bethlehem hat Gott etwas angefangen. ER ist mit uns Menschen noch nicht fertig. Sein Bild der Zukunft, die wir jetzt schon suchen dürfen, steht noch aus. Das gibt Hoffnung, Zuversicht, Trost und Kraft für manch schwierige Situation im Leben.

Wenn wir uns Gott wieder zuwenden, wird es uns gelingen, nicht nur den richtigen Rahmen für das Weihnachtsfest zu finden,

sondern auch für unser Leben, damit es gelingt und glücken kann.

Gott wird Mensch, so das Weihnachtsbild. Setzen wir dafür einen passenden Rahmen, indem wir es ihm nachmachen und Menschen werden, die einander auf- und annehmen und einfach da sind füreinander, wie Gott da ist für uns; Menschen, die sich von der Not, der Sorge, der Trauer aber auch von der Freude und vom Glück anderer noch anrühren lassen.

Geben wir Acht darauf, dass Gott nicht aus dem Rahmen unseres Lebens fällt; darauf, dass wirklich alles passt.

Ich lade Sie herzlich dazu ein, einen Gottesdienst zu besuchen, um zur Ruhe zu kommen - als Rahmen für Ihr Weihnachten gewissermaßen. Mit den Worten des Weihnachtsevangeliums und dem Krippenspiel wollen wir Ihnen Gott ganz nah bringen.

Lassen Sie sich darauf ein und helfen Sie mit, dafür Sorge zu tragen, dass Weihnachten nicht spurlos vorüber geht, sondern dass wir Gottes Wort lebendig werden lassen, dass die Liebe unser Miteinander bestimmt und es Friede wird und bleibt auf Erden bei uns Menschen.

Gesegnete Weihnachten! Und möge mein ungewöhnlicher Glück-Wunsch sich erfüllen und Sie glücklich sein lassen an Weihnachten und in den Tagen des Jahres 2016.

Von Superintendent Thomas Tutzschke

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