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Die Havelländer sind ein sportliches Volk

Bestandsaufnahme für Sportentwicklungsplan ist abgeschlossen Die Havelländer sind ein sportliches Volk

Nun haben wir es schwarz auf weiß: Die Havelländer sind ein sportlich hoch aktives Völkchen. Das hat eine repräsentative Umfrage der Universität Potsdam ergeben. „82 Prozent der Befragten sind in irgendeiner Form sport- oder bewegungsaktiv“, fasst Professor Jürgen Rode vom Arbeits- und Forschungsteam der Universität Potsdam das Ergebnis zusammen.

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Die Havelländer bewegen sich gern.

Quelle: dpa

Havelland. Zwei Drittel der Havelländer ziehen es vor, allein zu radeln, zu spazieren oder zu joggen. Sie sind weder in Vereinen organisiert noch wollen sie sich in Wettkämpfen messen. Damit liegen die Havelländer im Trend. Ein ähnliches Verhalten – individuell, privat organisiert und bewegungsorientiert Sport zu treiben – sei deutschlandweit zu beobachten. Das treffe im Havelland auf 45 Prozent der Frauen zu, deutschlandweit sind es 57 Prozent. „Das ist hochinteressant“, wertet Rode.

Wenn die Havelländer aktiv werden, dann radeln sie besonders gern. Radfahren ist die beliebteste Bewegungsform, gefolgt von Laufen und Fitnesstraining. Auch Fußballspielen, Tanzen, Spazieren und Schwimmen liegen weit vorn. Das sieht deutschlandweit betrachtet sehr ähnlich aus. Allerdings würde der Schwimmsport vermutlich weiter vorn liegen, wenn es mehr Möglichkeiten dafür gebe. Die einzige Schwimmhalle des Landkreises befindet sich in Rathenow. Ein Ausflug ist für viele mit einer langen Anfahrt verbunden. So erklärt Professor Rode sich auch die relativ geringe Zahl der bekennenden Schwimmer. Drei Prozent sind es im Havelland. Im Vergleich dazu sind es deutschlandweit sieben Prozent. Großes Interesse an den Daten hat auch der Kreissportbund. Jörg Wartenberg, Vorsitzender des KSB hat dies bereits verdeutlicht.

Bei genauer Betrachtung der Befragungsergebnisse fällt auf, dass zwar sehr viele Frauen sportlich aktiv sind, aber nur jede zweite Frau (52 Prozent) treibt so viel Sport, dass es auch gesundheitlich relevant ist. „Viele bewegen sich nicht häufig genug und nicht intensiv genug“, sagt Rode. 150 Minuten pro Woche sollten es schon sein. Immerhin 65 Prozent der Männer erreichen dieses Ziel. Hier sieht Rode den dringenden Bedarf einer gezielten Kampagne,  um entsprechende Impulse zu setzen. Alle wird man wohl dennoch nicht dazu bewegen, Sport zu treiben. 18 Prozent der Befragten lehnen Sport generell ab, jeder Fünfte aus gesundheitlichen Gründen. Alle anderen haben Ausreden wie Zeitmangel und Bequemlichkeit. Echte Gründe, sich nicht zu bewegen, gibt es eigentlich nicht, so Rode. Die Havelländer wurden auch nach ihren Wünschen befragt. Das Ergebnis findet Rode plausibel: Schwimmbäder, Fitnessangebote nicht nur in Fitnessstudios, Tanzkurse, Kickboxen und Klettern stehen hoch im Kurs.

Auf Basis der Daten wird das Forschungsteam Empfehlungen formulieren, um daraus einen Sportentwicklungsplan für das Havelland zu erarbeiten. „Wir sind fachlich und sachlich unabhängig und können dementsprechend feststellen, wo eine Sporthalle gebaut werden muss“, erklärt der Professor. Mit Abschluss der Planung erhält der Landkreis ein umfassendes Steuerungsinstrument für die Sportentwicklung.

Sportentwicklungsplan

Im März 2013 erhielt die Universität Potsdam den Auftrag, einen Sportentwicklungsplan für den Landkreis zu erarbeiten. Mittels Befragung erfolgte eine detaillierte Bestandsaufnahme zum Sportverhalten und zur Situation der Sportvereine, Schulen und Kitas.
Nun ist die Gesamterhebung abgeschlossen und ausgewertet. In den nächsten Wochen und Monaten sollen die individuellen Ergebnisse in Informationsveranstaltungen präsentiert werden.
Als Erstes erfahren die Rhinower heute Abend wie sportlich sie sind. Um 19 Uhr sind Interessierte in den Speiseraum der Grundschule Rhinow eingeladen. Anschließend folgen Präsentationen in Großwudicke am 17. Juni für das Milower Land, in Rathenow am 18. Juni, in Premnitz am 24. Juni, in Friesack am 2. Juli und in Nennhausen am 3. Juli.
Die individuellen Ergebnisse für die einzelnen Kommunen werden mit den Gesamtergebnissen für das Havelland verglichen. Diese wiederum hat das Forschungsteam um Professor Jürgen Rode gesamtdeutschen Daten gegenübergestellt.

Von Christin Schmidt

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