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Bester Blick ins Buga-Land

Bismarckturm auf Rathenower Weinberg geöffnet Bester Blick ins Buga-Land

Seit Montag kann das Rathenower Buga-Motto „Weitsicht“ mit ganz neuen Interpretationen gefüllt werden. Es erinnert eigentlich an die Traditionen als Stadt der Optik, doch nun, da der Bismarckturm auf dem Weinberg für Besucher endlich wieder geöffnet ist, haben diese dort oben beste Weitsicht auf die Stadt und ihre Buga-Kulissen.

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Für Besucher gibt es bald Flyer über den Bismarckturm.

Quelle: B. Geske

Rathenow. Sogar vom Blauen Band der Havel, das alle fünf Gartenschau-Kommunen verbindet, ist etwas zu sehen. In früheren Jahren war der Turm immer für Besucher zugänglich. Doch als der Buga-Zweckverband die Flächen übernahm, hat er das Betreten des denkmalgeschützten Gebäudes verboten. Wegen fehlender Sicherheit, war die Begründung. Doch nach immer neuen Protesten von Buga-Besuchern und einem positiv ausgefallenen neuen Gutachten ist der Bismarckturm seit Montag, 10 Uhr, wieder offen.

Weil es regnete, fanden sich zur Eröffnung keine Schaulustigen ein. Doch nach gut einer halben Stunde, als das Wetter besser wurde, waren es Anita und Bernd Merle aus Berlin und Jürgen Albrecht aus Rathenow, die als Erste den Turm erklommen. Die beiden Berliner waren am Vorabend in Rathenow angereist und wollten am Nachmittag noch nach Havelberg.

Ein Euro Eintritt

Voller Freude vollzogen sie oben auf dem Turm nach, wie sie sich durch die Buga-Stadt bewegt hatten. Jürgen Albrecht, früher Polizist und jetzt als Pensionär noch Stadtverordneter, erklärte den Gästen die wichtigsten Örtlichkeiten.

Erwachsene müssen für das Turmbesteigen einen Euro bezahlen. Für Kinder von acht bis 14 Jahren, die nur in Begleitung Erwachsener auf den Turm dürfen, ist ebenfalls ein Euro zu entrichten. Für Kinder bis sieben Jahre ist der Eintritt frei.

„Wir freuen uns sehr, dass wir den Bismarckturm nun endlich wieder eröffnen können“, sagte Bürgermeister Ronald Seeger. Er sei der Geschäftsführung des Optikparks sehr dankbar, dass sie so kurzfristig alle anfallenden Probleme gelöst habe. Wie Optikpark-Geschäftsführerin Elfie Balzer sagt, sind insgesamt fünf Personen eingesetzt, um den Besuch des Turmes zu beaufsichtigen. Zum Teil würden Fördermittel für deren Bezahlung eingesetzt. Es sind immer zwei „Turmwächter“ gleichzeitig im Einsatz.

Täglich von 10 bis 17 Uhr

Weil sich laut Baugenehmigung nur maximal 25 Personen gleichzeitig im Bauwerk aufhalten dürfen, sind 25 kleine Plastikkärtchen hergestellt worden. Wer sich unten in den Aufstiegs-Treppenturm begibt, bekommt eine Karte und muss sie wieder abgeben, wenn er unten aus dem Abstiegs-Treppenturm wieder herauskommt. Außerdem erhält jeder Besucher eine Eintrittskarte aus Papier als Beleg für den Eintrittspreis. Optikpark - Geschäftsführer Joachim Muus hat angekündigt, dass bis Ende der Woche auch noch Flyer über den Bismarckturm gedruckt werden.

Beschäftigte des Optikparks hatten bereits am Freitag die Treppentürme sauber gemacht und auch deren Fenster geputzt. Von nun an kann der Turm jeden Tag von 10 bis 17 Uhr bestiegen werden. Am nächsten Freitag und Sonnabend ist er allerdings erst ab 12 Uhr auf. Dann finden im Turmzimmer Eheschließungen statt – und da haben natürlich nur die Festgäste Zutritt.

Von Bernd Geske

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