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Besucherzentrum soll in der Heide entstehen

Stadt-Umland-Wettbewerb Besucherzentrum soll in der Heide entstehen

Wustermark, Dallgow-Döberitz sowie die Heinz Sielmann Stiftung können auf Fördermittel aus Töpfen der EU hoffen. Dabei geht es um die Verbesserung der touristischen Infrastruktur in der Döberitzer Heide.

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So wie dieser Aussichtsturm bei Krampnitz soll demnächst ein weiterer in der Döberitzer Heide bei Priort aufgebaut werden.

Quelle: Privat

Dallgow-Döberitz/Wustermark. Mit dem künftigen Ausstellungs- und Besucherzentrum in der Döberitzer Heide wird es für Besucher noch attraktiver, die Naturlandschaft inklusive der Wisente, Wildpferde und der Hirsche zu besuchen. Davon ist nicht nur Michael Beier, Vorstand der Heinz-Sielmann-Stiftung, überzeugt. „Deshalb steht dieses Vorhaben und der damit verbundene Umbau der ehemaligen sowjetischen Kommandantur auf unserer internen Prioritätenliste auf eins“, so Beier.

Besagtes Besucherzentrum gehört zu den Objekten, die im Zuge des Stadt-Umland-Wettbewerbes des Landes Brandenburg für eine Förderung aus mehreren europäischen Fonds bis 2020 ausgewählt wurde. Genauer gesagt beteiligen sich die havelländischen Kommunen Dallgow-Döberitz und Wustermark sowie die Heinz Sielmann Stiftung an dem Wettbewerbsbeitrag „Potsdam und Partner: gemeinsam natürlich verbunden“, bei dem die Landeshauptstadt Potsdam den Hut auf hat und weitere Gemeinden aus Potsdam-Mittelmark integriert sind. Es geht grundsätzlich darum, gemeinsam die touristische Infrastruktur und den Naturschutz zu stärken. Aus havelländischer Sicht betrifft das vor allem die Döberitzer Heide.

Für alle Wünsche reicht das Geld nicht

Im Vorfeld der Entscheidung einer Jury, welche Projekte gefördert werden, hatten die beteiligten Kommunen ihre Wünsche formuliert. So beabsichtigt Dallgow-Döberitz die Wegeverbindungen von Dallgow in die Döberitzer Heide zu verbessern. Gleiches plant Wustermark von Priort aus. Außerdem könnte es Fördermittel für die Wärmeversorgung im Olympischen Dorf Elstal geben, wenn dort hunderte Wohnungen entstehen. Geplant ist der Bau eines mit Biomasse betriebenem Heizwerkes mit einem Nahwärmenetz. Die dafür benötigten Holzhackschnitzel sollen aus der Döberitzer Heide kommen, um die Transportwege kurz zu halten. Doch Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) bleibt realistisch: „Die Wünsche sind das eine, welche Maßnahmen tatsächlich gefördert werden, steht noch nicht fest.“ Die Projektpartner werden sich in den nächsten Wochen in Potsdam noch einmal zusammensetzen, um Prioritäten für die Fördervorhaben festzulegen.

Denn für alle aufgelisteten Vorschläge reicht das Geld nicht, wie Projektkoordinator Erik Wolfram von der Stadtverwaltung Potsdam erklärt: „Uns sind 21,9 Millionen Euro zugesagt worden, aber alle im Vorfeld geplanten Projekte zusammengenommen würden eine Fördersumme von mehr als 33 Millionen Euro ausmachen.“ Die Präzisierungen könnten aber erst erfolgen, wenn das Brandenburger Infrastrukturministerium die Förderrichtlinie herausgibt und damit klar ist, welche Kriterien erfüllt sein müssen. Er rechne Anfang Mai damit, so Wolfram.

Stiftung hat ihre Rangfolge festgelegt

Die Heinz-Sielmann-Sielmannstiftung hat sich intern schon auf eine Rangfolge für ihre Vorhaben verständigt, wie Vorstand Michael Beier sagt. Neben dem Besucherzentrum gehört der Ausbau eines 27 Kilometer umfassenden naturnahen Rad- und Wanderwegenetzes sowie eines Rettungswegenetzes in der Döberitzer Heide mit digitalem Wegeleitsystem dazu. „Wir haben den finanziellen Eigenanteil in Höhe von 25 Prozent bereits in den Haushalt der Stiftung eingestellt. An Geld, Kompetenzen und Innovationen für den Naturraum wird es bei der Stiftung des Tierfilmers Heinz Sielmann nicht scheitern“, so Beier.

Auch wenn es für den geplanten Baumwipfelpfad, der über eine Länge von 1200 Metern und in einer Höhe von 22 Metern vom Einkaufszentrum Havelpark aus nach Süden in Richtung Hasenheider Berg in die Heide hineinführen wird, wahrscheinlich keine Fördermittel geben wird, soll dieser gebaut werden. Dafür hat die Sielmannstiftung den privaten Investor Erlebnisakademie AG gewinnen können (MAZ berichtete).

Ebenso möchte die Sielmannstiftung einen zweiten Aussichtsturm in der Döberitzer Heide errichten. Nachdem der erste 2011 bei Krampnitz aufgestellt wurde, soll der neue in der Nähe von Priort/Elstal stehen. Allerdings ist die Finanzierung des Turmes noch nicht gesichert, so dass es noch keinen Termin gibt. .

Von Jens Wegener

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