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Bewährung für 15-jährigen Wiederholungstäter

Jugendlicher begab sich in stationäre Behandlung Bewährung für 15-jährigen Wiederholungstäter

Ein 15-Jähriger, der mit seinen Taten mehrfach für Aufsehen gesorgt hat, ist am Donnerstag von einem Jugendschöffengericht in Rathenow zu einer Strafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Er war angeklagt wegen einer längeren Reihe von Vergehen.

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Quelle: dpa-Archiv

Rathenow. Weil die Verhandlung angesichts des jungen Alters nicht öffentlich war, hat Amtsgerichtsdirektorin Ursula Fladée am Donnerstag nach dem Urteilsspruch Auskunft gegeben.

Das Gericht folgte dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Es stellte den Jugendlichen zudem unter Bewährungsaufsicht, ordnete seine Betreuung durch den Verein Horizont an und legte für ihn begleitende therapeutische Maßnahmen fest. Er hatte sich zu verantworten für eine versuchte schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit Körperverletzung, eine gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung, drei weitere Fälle von Körperverletzung, eine versuchte Nötigung und nicht zuletzt sieben Fälle von Wohnungseinbrüchen im Juli und August 2013. Weil er sich bei den Wohnungseinbrüchen voll geständig zeigte, sah das Gericht davon ab, alle dazu geladenen Zeugen zu hören. Zu den anderen genannten Vorwürfen gab der Beklagte teilweise an, sich nicht erinnern zu können.

Das Gericht hob hervor, dass er Körperverletzungen ohne jeglichen Anlass begangen hatte. Besonders schwer wog eine räuberische Erpressung eines behinderten Mannes im Oktober am Lutherplatz. Das Jugendschöffengericht erkannte bei ihm das Vorhandensein "schädlicher Neigungen". Er habe eine Vielzahl von Taten in kurzer Zeit begangen, von einer Wiederholungsgefahr sei auszugehen. Der Täter habe die Rolle eines Rädelsführers übernommen und sich dabei wohl gefühlt. Im Erziehungsregister standen für ihn drei Voreintragungen. Als positiven Aspekt hat das Gericht berücksichtigt, dass sich der Jugendliche wegen seiner Drogenprobleme freiwillig in stationäre Behandlung begeben hat.

Ursula Fladée hat gestern auf Nachfrage mitgeteilt, dass dem Gericht bereits weitere Anklagen gegen den gleichen Jugendlichen vorliegen. Die Vermutung, dass er auch an einer zweiten Einbruchsserie im Oktober/November beteiligt war, hat sie gestern aber nicht bestätigt.

Von Bernd Geske

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