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Bienvenue à Dallgow-Döberitz

Schüleraustausch Bienvenue à Dallgow-Döberitz

Ganze 15 Stunden Flug hat Matheo Rousseau aus La Réunion hinter sich gebracht – für den 13-Jährigen der erste Flug überhaupt. Gemeinsam mit 21 Mitschülern hatte er am Sonntag die Reise ins Havelland angetreten. In Falkensee wohnt er nun für elf Tage bei seinem Gastbruder Nils Mosebach, der das Dallgower Marie-Curie-Gymnasium besucht.

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Heimlich üben? Keine Chance! Zu groß ist die Neugierde der deutschen Gastgeschwister.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Dallgow-Döberitz. Ganze 15 Stunden Flug hat Matheo Rousseau aus La Réunion hinter sich gebracht – für den 13-Jährigen der erste Flug überhaupt. „Ich habe meine Heimat noch nie verlassen und freue mich daher sehr auf meine Zeit in Deutschland.“ Gemeinsam mit 21 Mitschülern hatte er am Sonntag die Reise ins Havelland angetreten. In Falkensee wohnt er nun für elf Tage bei seinem Gastbruder Nils Mosebach und dessen Familie. „Wir haben Kontakt über das Internet aufgenommen. Am Sonntag haben wir uns am Flughafen das erste Mal live gesehen und uns gleich gut verstanden“, so der 14-Jährige, der das Dallgower Marie-Curie-Gymnasium besucht und Gastbruder Matheo in einem halben Jahr in seiner Heimat besuchen will.

2 Jahre Partnerschaft

Die Partnerschaft zwischen dem Dallgower Gymnasium und der Gesamtschule auf La Réunion besteht seit mittlerweile zwei Jahren. „Damals kamen die ersten Austauschschüler nach Dallgow, vor anderthalb Jahren waren wir das erste Mal dort zu Gast. Die Menschen sind sehr offen und tolerant“, erinnert sich Französischlehrerin Sarah Lindenborn an ihren ersten Besuch auf der Insel im Indischen Ozean. „Es ist vielleicht etwas chaotischer, als in Deutschland, aber sehr harmonisch. Alle Religionen leben friedlich nebeneinander, die Menschen sind extrovertierter und entspannter“, so die Lehrerin, die für die kommende Woche ein straffes Programm auf die Beine gestellt hat. „Neben dem Filmpark Babelsberg, dem Landtag und Schloss Sanssouci in Potsdam werden wir natürlich auch das volle Touristenprogramm in Berlin durchziehen", lacht Sarah Lindenborn. „Vieles haben die Schüler selber organisiert und somit ist es auch ein Stück weit ihr Projekt. Grüppchenbildung gibt es nicht, alle verstehen sich wirklich toll und auch die Eltern der Schüler helfen, wo sie nur können.“

La Réunion

La Réunion ist eine Insel im Indischen Ozean, die politisch ein Übersee-Département sowie eine Region Frankreichs bildet und damit zur Europäischen Union gehört.

Die Nachkommen der einstigen kolonialen Siedler und Sklaven bilden eine homogene Gesellschaft und werden als Kreolen (créoles) bezeichnet.

Die Mehrheit der Bevölkerung der Insel spricht eine auf dem Französischen basierende eigene Kreolsprache, das Réunion-Kreolische. Amtssprache ist das Französische.

Am Wochenende entscheiden die Jugendlichen selber, wie sie ihre gemeinsame Zeit verbringen möchten. „Ich feiere meinen Geburtstag nach, außerdem werde ich Matheo zeigen, wie ich normalerweise meine Freizeit verbringe“, so Nils Mosebach. Auch für die gemeinsame Abschiedsfeier laufen die Proben auf Hochtouren. Nur nicht so heimlich, wie geplant – zu gespannt sind die deutschen Schüler auf die Vorführung ihrer Gastgeschwister aus La Réunion.

Von Laura Sander

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