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Havelland Bilder mit großer Eigendynamik
Lokales Havelland Bilder mit großer Eigendynamik
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20:10 21.07.2016
AnnahMo alias Susanne Woltersdorf stellt nach 2008 zum zweiten Mal im Torhaus auf dem Weinbergfriedhof aus. Quelle: Fotos: Ch. Schmidt
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Rathenow

Großformatig, abstrakt, farbgewaltig – so könnte man die Bilder der Malerin AnnahMo beschreiben. Natürlich wäre das nur eine recht oberflächliche Zusammenfassung, die dem Werk der Künstlerin nicht gerecht werden würde. Denn ihre Bilder sind viel mehr als das. Allein die sehr spezielle Farbauswahl, die auf wunderbare Weise mit dem Naturell der Künstlerin harmoniert, fasziniert. Strahlendes Türkis trifft auf zartes Lila, vermischt sich in einem Strudel mit Weiß und Grün.

Es sind Farben die Hoffnung, Lebensfreude und Mut ausstrahlen. Aus Pinselstrichen ergeben sich Formen, zum Teil sogar Gesichter oder Gegenstände, die die Künstlerin selbst oft erste entdeckt, wenn das Bild fertig ist. Und auch der Betrachter wird, um so länger er sich auf ein Bild einlässt, mehr und mehr entdecken.

Großes, helles Atelier in Rathenow gesucht

„Meine Bilder entwickeln immer eine große Eigendynamik und formen sich zum Teil allein“, sagt AnnahMo, die mit bürgerlichem Namen Susanne Woltersdorf heißt. Mit blauem Sommerhut und sympathischem Lächeln sitzt sie am Mittwochnachmittag im Torhaus auf dem Weinbergfriedhof in Rathenow und schaut zufrieden auf ihre Werke, die nun in der kleinen Galerie hängen und ab Samstag für interessierte Besucher zu sehen sind. Es sind ganz neue Bilder dabei, aber auch einige ältere Werke. Entstanden sind sie in ihrem – wie Woltersdorf sagt – viel zu kleinen Atelier in Schollene. Auf drei mal drei Metern arbeitet sie derzeit und träumt dabei von einem großen hellen Atelier in Rathenow.

Suprematismus trifft auf einen türkisen Farbrausch. Quelle: Ch. Schmidt

Ihre Leidenschaft oder besser gesagt den Drang zu malen, lebt die heute 53-Jährige seit zehn Jahren aus. „Es war schon immer in mir, aber ich konnte es nicht ausleben, habe es unterdrückt. Erst als es mir sehr schlecht ging, begann ich zu malen, zunächst mit Kreide, später mit Acrylfarben. Ich habe mit Farben und Bewegungen experimentiert und es entwickelte sich eine vollkommene Eigendynamik, unzählige Bilder sind in dieser Phase entstanden.“

Woltersdorf wird im Torhaus kreativ arbeiten

Das Malen half ihr, den Weg aus der Krise und sich selbst zu finden. Offenbar hat ihre künstlerische Ader solche Kraft, dass sie sich irgendwann Bahn brechen musste. Dabei hatte sie das Malen nie gelernt. Einen einzigen Kurs in Naturzeichnen besuchte sie vor einigen Jahren in Stendal, ansonsten ist Susanne Woltersdorf Autodidaktin.

Vor einem Jahr gab die ausgebildete Erzieherin ihren festen Job auf, um sich ganz auf die Kunst zu konzentrieren. Nur nebenbei, das war nicht mehr möglich. Inzwischen hat sie auch die abstrakte Fotografie, Poesie und Kunstinstallationen für sich entdeckt. All das möchte sie gern auch mit anderen ausleben. Ihr Ziel ist es, mit Kindern kreativ zu arbeiten, ihnen zu zeigen, wie sie sich kreativ ausdrücken können. Eine künstlerisch-pädagogische Weiterbildung hat sie bereits absolviert.

Einen Einblick in ihr vielfältiges, kreatives Schaffen bekommen die Besucher der Torhaus-Galerie. Susanne Woltersdorf wird regelmäßig zu Gast sein, um vor Ort künstlerisch vor Publikum zu arbeiten.

Mehr als nur eine Ausstellung

Am 23. Juli wird die Ausstellung von Susanne Woltersdorf mit einer Vernissage um 15 Uhr im Torhaus eröffnet.

In den folgenden Wochen widmet sich die Künstlerin folgenden Themen:

29. Juli: Installation – Das Geöffnete

5. August: Klangskulpturen – Bild und Klänge, Synästhesie

19. August: Uferpoesie – „Wortwellengekräusel“

2. September: Suprematismus – Die Leere

10. September: Abstrakte Fotografie – Momente anlösen

12. September: Guerillakunst – ein Alleingang – Kunst im öffentlichen Raum

Mehr zur Künstlerin auf: www.soulskin.de

Von Christin Schmidt

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