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Naturfotografien von Tilo Geisel Bilder zum Durchatmen

Von Paulinenaue aus erkundet Tilo Geisel das Havelland. In einem Bildband hat er mehr als 180 Aufnahmen zusammengestellt. Sie zeigen eine grüne, ruhige Landschaft.

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Wolken über Weiden und Pappeln im Havelländischen Luch.

Quelle: Tilo Geisel

Paulinenaue/Havelland. Blau-Grün gibt den Ton an. Sie bilden den Havelland-Sound in dem Fotobuch, für das Tilo Geisel mehr als 180 Fotografien ausgewählt hat. „Das Havelland. Portrait einer Landschaft“ hat er es genannt. Ehefrau Sylvia Geisel steuert die Texte bei, sie hat allerlei Informatives zur geologischen Entstehungsgeschichte und zur Vogelwelt des Havellandes zusammengentragen. Die Texte sind nüchtern, aber so ein Bildband ist eben auch besser zum Blättern, Schauen und Versinken da. Und dafür sind die Fotografien bestens geeignet.

Tilo Geisel wohnt in Paulinenaue, er ist Diplom-Biologe, seit seiner Promotion arbeitet er als Referent in der obersten Naturschutzbehörde des Landes Brandenburg. Arten- und Biotopschutz sind sein Metier. Und bei ihm verquicken sich Fachliches und Privates auf besondere Weise: Seit seiner Jugend hat Tilo Geisel den Fotoapparat auf seinen Streifzügen stets dabei. Weite Landschaften, kleine Blüten – er bewegt sich im Spannungsfeld von Großem und Kleinem. In Ausstellungen, in Büchern, auf Kalenderblättern und im Magazin „Naturblick“ sind seine Bilder seit Langem zu sehen. Nun hat der Mann einen großformatigen Bildband zusammengestellt. Er hat darin das Besondere und das Schöne einer auf den ersten Blick unspektakulären Landschaft eingefangen. Er tut es ganz im Sinne von Theodor Fontane auf seinen Wanderungen.

Tilo Geisel unterwegs mit Kamera und dem Blick für die Natur

Tilo Geisel unterwegs mit Kamera und dem Blick für die Natur.

Quelle: privat

Tilo Geisel führt den Betrachter in ein Land der Ruhe, der Reinheit, der Besonnenheit, der Entspannung. Entschleunigung könnte man neudeutsch sagen. Mit großformatigen Bildern beginnt das Abtauchen ins Havelland: Zwei Boote ruhen im Schilf des Hohennauener Sees; die Backsteinhäuser und Kirche von Vehlgast liegen in der Sonne; Sonnenstrahlen reißen gülden den Gewitterhimmel auf; Kraniche heben zum Flug ab; eine dichte Eichenallee führt durch ein blühendes Rapsfeld.

Die Reise durchs Havelland ist eine für Menschen, die weite Landschaft und offene Himmel genießen können. Die Bilder von Tilo Geisel öffnen den Blick für diese Schönheiten. Nebelschwaden geben der Endmoränenlandschaft einen besonderen Reiz. Kraniche heben sich vor blutrotem Himmel ab. Das Sommerhochwasser verwandelt die Landschaft, schafft Reize durch die Spiegelungen, lässt aber auch einiges von der Bedrohung der Gegend erahnen.

Der Fotograf hat das Havelland zu jeder Jahres- und zu jeder Tageszeit durchstreift. Abwechslungsreiche Bilder sind so entstanden, auch wenn an einigen Stellen weniger mehr gewesen wäre. Ein besonderes Kapitel sind die Winterfotos, die mit Schnee und Raureif dem Havelland ein zweites Gesicht geben.

Das Abschlusskapitel widmen die Buchmacher der Bundesgartenschau mit ihren fünf Sandorten. Eine wahre Tulpeninvasion erinnert noch einmal an die schönsten Buga-Tage.

Tilo Geisels Fotos füllen nicht nur Bildbände, er nimmt mit ihnen auch an Wettbewerben teil. So gewann er beim MAZ-Leserfotowettbewerb „Augenblicke 2015“ in der Kategorie „Farben der Natur“. Seine Aufnahme zeigt einen Wald voller Poesie, in dem herbstliches Licht die Blätter mit einem goldenen Glanz umgibt.

Von Marlies Schnaibel

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