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Ortstermin im alten Rathaus

Bildungsausschuss informiert sich über Hortumbau Ortstermin im alten Rathaus

Der Rathenower Bildungsausschuss hat seine erste Sitzung des Jahres nicht – wie gewohnt – in der Rathenower Stadtverwaltung veranstaltet. Stattdessen trafen sich die Abgeordneten im ehemaligen Rathaus in der Jahnstraße, um sich ein Bild von dem Gebäude zu machen, das zum Schulhort umgebaut werden soll.

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Marina Rubach, Mitarbeiterin des Rathenower Bauamts, erläutert Abgeordneten die Umbaupläne.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der Plan ist ambitioniert. Bis zum Spätsommer, wenn das neue Schuljahr beginnt, soll das ehemalige Rathaus in der Jahnstraße 34 zum Hort für die Jahngrundschule umgebaut sein. Und das, obwohl noch nicht klar ist, ob das Geld rechtzeitig freigegeben werden kann. Zwar ist die Finanzierung des rund 900000 Euro teuren Umbaus geklärt. Aber so lange die Stadt noch nicht über einen genehmigten Haushalt verfügt, müssen geplante Investitionen – so schreibt es das Gesetz vor – auf Eis gelegt werden. Das erklärte Rathenows stellvertretender Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle am Montagabend den Mitgliedern des Bildungsausschusses.

Die hatten sich nicht – wie üblich – im Versammlungsraum der Stadtverwaltung getroffen, sondern im ehemaligen Rathaus, um sich ein Bild zu machen von dem baulichen Zustand des Gebäudes. Viel mehr als leere Räume zu sehen gab es nicht – und da auch das Licht nicht funktionierte, mussten sich die im Halbdämmer vorantastenden Ausschussmitglieder auf die Ausführungen von Bauamtsleiter Matthias Remus verlassen. Der fing mit dem Grundsätzlichen an. Das Gebäude sei sehr solide und in einem guten baulichen Zustand. Allerdings handele es sich um ein typisches Verwaltungsgebäude, mit relativ kleinen Büros. Für die Hortkinderbetreuung aber seien größere Räume erforderlich. Deshalb müssten im Zuge des Umbaus Zwischenwände entfernt und Raumgrundrisse verändert werden. Außerdem sei es notwendig, die Sanitäranlagen kindgerecht umzubauen. Schließlich gehe es darum, zusätzliche Fluchtwege zu schaffen und die Kellerdecken durch Einziehen von Stahlträgen zu verstärken. Diese Forderung ist das Ergebnis eines statischen Gutachtens und hat – neben anderem – zu Mehrkosten in Höhe von 140000 Euro geführt, die von den Stadtverordneten bereits genehmigt wurden.

760 Quadratmeter Nutzfläche (ohne Toiletten, Flure, Treppenhaus) werden im alten Rathaus nach dem Umbau für die Hortnutzung zur Verfügung stehen. Das reicht nicht ganz, um alle 240 Hortkinder der Jahngrundschule im neuen Haus zu betreuen. Rund 60 Kinder, voraussichtlich jene der Klassen 5 und 6, werden weiterhin im Schulgebäude bleiben. Allerdings wird sich die räumliche Lage im Schulgebäude, das derzeit den kompletten Hort beherbergt, nach der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten merklich entspannen.

Auf jeder Etage werden im Zuge des Umbaus für die jeweiligen Gruppen drei bis vier Horträume eingerichtet. Außerdem sind Räume für zusätzliche Betreuungsangebote geplant: Einen Hausaufgabenraum soll es geben, einen Experimentierraum, einen Raum zum Entspannen und einen, in dem geturnt und getobt werden kann.

„Die Planungen sind abgeschlossen, wir werden in den nächsten 14 Tagen die Baugenehmigung einreichen“, erklärte Matthias Remus am Montagabend. Laufe alles nach Plan, liege die Baugenehmigung in drei Monaten vor. Möglicherweise gibt es dann einen genehmigten Haushalt und der Umbau kann beginnen. Dann muss auf dieser Schiene aber auch alles nach Plan laufen.

Von Markus Kniebeler

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