Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Bio-Dünger oder bedenkliche Reststoffe?
Lokales Havelland Bio-Dünger oder bedenkliche Reststoffe?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:12 06.03.2016
Mit einem Radlader wird Maissilage in eine Biogasanlage gefüllt. Quelle: dpa
Anzeige
Rathenow

Jetzt im Frühjahr sind sie wieder unterwegs, die großen Fahrzeuge der Biogasanlagen, die Gärrestflüssigkeiten auf die Äcker bringen. „Seit etwa drei Wochen sehe ich die Lkw der Biogasanlage in Rathenow Süd, die auf den Ackerflächen zwischen Göttlin und Grütz eine Flüssigkeit versprühen“, berichtet Rudi Haupt. Er würde gern wissen, was genau in diesem flüssigen Dünger steckt und ob dieser tatsächlich unbedenklich ist.

„Ähnlich wie bei einer Kuh, die Gras frisst, Milch produziert und am Ende Abfallprodukte ausscheidet, funktioniert eine Biogasanlage. Nur das dabei keine Milch, sondern Gas in Bioqualität entsteht“, erklärt Sven Eppinger, Geschäftsführer der Rathenower GreenGas-Anlage. Während das Gas in den hiesigen Haushalten ankommt, landen die flüssigen Gärreste – bei der Kuh wäre das der Kuhfladen – auf dem Acker. „Und das ist hundertprozentiger Biodünger“, macht Eppinger deutlich.

Umfangreiche Laboruntersuchungen

Pflanzen wie Mais, Roggen, Hirse und Gras werden in Form von Silage für die Biogasgewinnung genutzt. In einem mehrstufigen Prozess wird der grüne Input vergärt. Durch biologische Prozesse und mit Hilfe von Bakterien entsteht schließlich Biogas, aber eben auch feste und flüssige Reststoffe. „Wir sind verpflichtet für das Landesumweltamt in Groß Glienicke regelmäßig Gutachten zu erstellen. Dabei müssen wir unter anderem die Herkunft der verwendeten Stoffe nachweisen und auch darlegen an welche landwirtschaftlichen Unternehmen wir die Reststoffe abgeben“, erklärt Eppinger. Außerdem führen Labors umfangreiche Untersuchungen durch. Dabei müssen die Richtlinien der Düngemittelverordnung eingehalten werden.

Beliebtes Düngemittel

Diese legt zum Beispiel Grenzwerte für Spurenelemente wie Eisen und Selen fest. „Wir liegen weit unter den festgelegten Grenzwerten“, versichert Eppinger. Das liege auch daran, dass es im Havelland weder Flugplätze, noch Schwerindustrie oder andere Einflüsse gibt, die die Umwelt und damit die Pflanzen belasten. „Unser Ausgangsmaterial ist also recht sauber und deshalb sind auch die Gärreste sauber. Zudem werden wir akribisch kontrolliert, wofür ich sehr dankbar bin. Denn auch ich möchte gesund und lange leben“, betont der Geschäftsführer. Dass der Dünger seiner Anlage „grün“ ist, beweise auch die Nachfrage der Landwirte. Vor allem jetzt im Frühjahr würde viele Betriebe nachfragen. Umsonst sind die Gärreste aber nicht.„Es gibt Abnahmevereinbarungen. Die Landwirte liefern den Input, wir bringen ihnen den Dünger.“

Im September 2009 wurde die Rathenower Anlage in Betrieb genommen. Rund 40 000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe werden hier jährlich verarbeitet.

Von Christin Schmidt

Wer ist für was zuständig? Wer ist mit wem wie vernetzt? Wie können Parallelstrukturen vermieden werden? Um diese Fragen geht es im Konzept, das die Stadtverwaltung Falkensee zur Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern vorgelegt hat.

04.03.2016

In der Vergangenheit war Nauen (Havelland) mehrfach Ort rechtsextremistischer Anschläge. Negativer Höhepunkt war ein Brandschlag auf eine Sporthalle, die als Notunterkunft für Flüchtlinge diene sollte. Was sagen die Nauener Bürger zu den Vorfällen? Ein Stimmungsbild.

04.03.2016
Havelland Verdienstvolle Einwohner - Amt Rhinow zeichnet Ehrenamtler aus

Ohne sie wäre das Leben im Amt Rhinow nicht vorstellbar: 13 engagierte Einwohner wurden am Donnerstag vom Amt und den Gemeinden ausgezeichnet. Eine solche Einsatzbereitschaft ist nicht mit Geld bezahlbar, heißt es von Bürgermeister Stefan Schneider. Einer bedankte sich mit einer besonders emotionalen Rede für den Preis.

07.03.2016
Anzeige