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Biobackhaus weicht nach Wustermark aus

Falkensee Biobackhaus weicht nach Wustermark aus

Aus Platznot verlässt das Biobackhaus nach 25 Jahren Falkensee und geht ins Güterverkehrszentrum Wustermark. Im GVZ kauft es die Anlage des ehemaligen Havelbäckers. In Falkensee bleibt der Laden des Biobackhauses aber erhalten.

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Zur Woche der offenen Backstuben zeigten die Falkenseer Biobackhaus-Mitarbeiter, wie hier Brot entsteht.
 

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee/Wustermark.  Das Falkenseer Biobackhaus zieht von der Bahnhofstraße in die Leipziger Straße. Aber nicht in die von Falkensee und das dortige Gewerbegebiet, sondern in die Leipziger Straße von Wustermark. Im GVZ hat die Firma das Gelände des einstigen „Havelbäckers“ gekauft. Gestern rollten die ersten Umzugswagen.

Die Hallen des Havelbäckers standen ein Jahr leer

Die Hallen des Havelbäckers standen ein Jahr leer.

Quelle: Konrad Radon

Damit wird ein Traditionsstandort in Falkensee aufgegeben. Vor 150 Jahren hatte die Familie Wucke die erste Bäckerei eingerichtet. 1992 hatte das Biobackhaus den Falkenseer Betrieb – zu DDR-Zeiten ein Teil des VEB Backwarenkombinats Nauen – übernommen, nachdem der Berliner Standort zu eng geworden war. Und das ist jetzt genau der Grund für den erneuten Umzug: „An dem bisherigen Standort war es einfach zu eng“, erklärt Geschäftsführer Friedrich Liepe, „die Platznot war groß.“ Der Standort in der Bahnhofstraße ließ sich nicht erweitern. „Dann bot sich die Gelegenheit, eine ehemalige Bäckerei zu kaufen“, sagt er zu dem Wechsel nach Wustermark. Das Biobackhaus kauft das drei Hektar große Gelände zwischen Leipziger Straße und Autobahn. Hier hatte zuletzt der „Lila Bäcker“ gesessen, der hatte 2014 den insolventen „Havelbäcker“ gekauft, aber das Gelände auch nicht lange betrieben.

Seit einem Jahr stand die Produktionshalle im Wustermark still. Nun ziehen die Biobackhaus-Leute dort ein. „Wir schauen, welche vorhandene Technik wir weiternutzen können, und bringen unsere eigene Technik Stück für Stück mit“, beschreibt Friedrich Liepe den Übergang. Vorsichtig werden jetzt schon die Öfen angeheizt, damit sie langsam wieder auf Temperatur kommen, dann heißt es: Probebacken.

Am Pfingstwochenende wird es spannend

Mit größter Aufregung fiebern die Bäcker dem Pfingstwochenende entgegen. „Da haben wir einen Tag mehr zur Verfügung, ab Pfingstmontag soll dann in Wustermark produziert werden“, sagt Friedrich Liepe.

Mehr als 60 Beschäftigte aus Produktion und Verwaltung werden dann in Wustermark arbeiten. „Der Laden in der Falkenseer Bahnhofstraße bleibt natürlich erhalten“, versichert der Geschäftsführer. Künftig wird aber ausschließlich in Wustermark produziert, was aus den Falkenseer Produktionsräumen wird, ist noch unklar. „Wir konzentrieren uns jetzt voll auf den Umzug“, sagt Friedrich Liepe.

Unternehmen wurde 1978 in Berlin gegründet

An dem neuen Standort treffen die Beschäftigten auf deutlich bessere Arbeitsbedingungen, auch die Verkehrsanbindung über die A10 und B5 ist gut. Das Biobackhaus betreibt neun Filialen in Berlin sowie Läden in Potsdam und Falkensee. „Mit der Veränderung ist das Biobackhaus auch für die Zukunft gesichert“, erklärt Friedrich Liepe. Das geschah auch ganz im Sinne von Firmengründer Hans Leib, der 1978 mit der Bäckerei Brotgarten den Grundstein für das Biobackhaus legte. „Der Biomarkt ist gewachsen, das Unternehmen Biobackhaus auch“, sagt Friedrich Liepe, der schon 30 Jahre im Unternehmen ist. Eine große Expansion plant die Firma mit dem neuen Standort nicht. Sie ist immer natürlich gewachsen, wie die Ausgangsstoffe, die hier verbacken werden.

Von Marlies Schnaibel

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