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Bird Watch Day: Herbstzug der Vögel beginnt

Rathenow Bird Watch Day: Herbstzug der Vögel beginnt

Der September hat zwar noch immer warme Tage, trotzdem hat der Herbstzug der Wildvögel bereits begonnen. Am 1. Oktober lädt der Naturschutzbund Westhavelland zum Bird Watch Day an den Gülper See zur Vogelbeobachtung ein. Tausende Wildgänse und viele andere Vogelarten werden in großer Zahl zu sehen sein.

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Tausende Wildgänse kommen jetzt zum Gülper See.

Quelle: Günter Hübner

Rathenow. Obwohl der späte September sich wie ein ausklingender Sommer anfühlt, hat der große Herbstzug der Wildvögel bereits begonnen. Für rastende Schwärme gibt es im Westhavelland eine gute Adresse: Der Gülper See bietet den Tieren beste Bedingungen, deshalb können Fachleute und Laien dort jetzt wieder interessante Beobachtungen machen.

Anlässlich des internationalen Bird Watch Days lädt der Regionalverband Westhavelland des Naturschutzbundes (Nabu) am Sonnabend, dem 1. Oktober, zu einer Führung mit Vogelbeobachtung an das Südufer des Gülper Sees ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr die Bockwindmühle Prietzen. Als Zeitrahmen geplant sind vier Stunden.

Vor wenigen Tagen waren 5000 Kraniche auf dem Gülper See

Günter Hübner von der Fachgruppe Ornithologie des Nabu hat es übernommen, einen für Normalbürger geeigneten kleinen Überblick über die Vögel zu geben, mit denen gegenwärtig im Westhavelland zu rechnen ist. Vor wenigen Tagen, teilt er mit, habe er auf dem Gülper See an die 5000 Graukraniche gesehen. Dessen in einigen Bereichen flaches Wasser sei gut für diese hochbeinigen Tiere geeignet, um darin stehen zu können. Im Westhavelland sei die Zahl der Brutpaare des Kranichs auf derzeit 107 gewachsen, sagt Günter Hübner. Der Gräninger See mit gegenwärtig zehn Paaren sei dessen wichtigstes Brutgebiet.

Bläss- und Saatgänse aus dem hohen Norden haben bislang stets die größten Zahlenwerte im Bereich des Gülper Sees erreicht. Ihre Menge habe sich in den letzten Jahren enorm entwickelt, teilt Günter Hübner mit. Nicht selten seien es insgesamt über 100 000 Tiere gewesen. Momentan seien aber nur ein paar tausend dort. Beeindruckend sind für ihn derzeit „sagenhafte Mengen“ von Rauchschwalben – schwer zu zählen, vielleicht 500 000. Sie lassen sich zur Nacht im Schilf des Sees zum Schlafen nieder. Nicht zu vergessen sind richtige Wolken von Staren, die sich auf den hohen Bäumen der Umgebung sammeln, gemeinsam singen und wohl bald in den Süden fliegen.

Bis zu 100 Silberreiher sind auch schon gesichtet worden

Auch von der hier heimischen Graugans, die also kein Wintergast ist, haben sich schon mehrere tausend Exemplare auf dem Gülper See gesammelt. Auffällig dürfte der schlanke Silberreiher sein, der im Westhavelland ein Neubürger ist, hier aber noch nicht gebrütet hat. Bis zu 100 dieser schönen Tiere sind auf dem Gülper See schon gesichtet worden. Zwar nicht zu hunderten oder tausenden, aber auch relativ häufig sind jetzt dort Kiebitze, Regenpfeifer, Wasserläufer und Möwen zu sehen. Angelockt von der großen gastierenden Vogelzahl wird jetzt auch der Seeadler. Vor wenigen Tagen hat Günter Hübner vier dort gezählt.

Wer über Herbst- oder Wintergäste berichtet, darf die Singschwäne aus dem Norden und Osten nicht vergessen. Manchmal gab es schon 1000 Tiere im Westhavelland. Sie halten sich auf den Feldern mit Winterraps auf. Zum Schlafen begeben sie sich aus Sicherheitsgründen auf Gewässer der Umgebung. Das kann der Gülper See, aber auch die Havel sein.

Von Bernd Geske

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