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Havelland Birnenfest zum Tag der Einheit
Lokales Havelland Birnenfest zum Tag der Einheit
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19:30 03.10.2016
Eine Birne gefällig? Auch das Ensemble des Paretzer Liebhabertheaters wusste, wo es gute Birnen gibt. Quelle: Norbert Faltin
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Ribbeck

Der einladende Schlossgarten und das hübsche Dorfensemble mit seiner langen Geschichte bildeten am Sonntag zum dritten Mal den passenden Rahmen für das Ribbecker Birnenfest. Der gelungene Mix aus Kultur und Kulinarik rund ums Kernobst lockte erneut an die 1000 Besucher zur entspannten Party.

Mit dem Ribbecker Birnenfest, welches immer Anfang Oktober stattfindet, soll der deutschen Einheit gedacht werden. Daran erinnern auch die 16 Birnbäume im Deutschen Birnengarten – stellvertretend für die 16 Bundesländer. „Der fünfte Baum, der Schleswig-Holstein repräsentiert, ist leider eingegangen und wird im Spätherbst nachgepflanzt“, versprach Landrat Roger Lewandowski (CDU) während seiner Begrüßungsansprache und verriet den Zuhörern seinen persönlichen Geheimtipp – den frisch gepressten Birnensaft gleich neben der Bühne.

Später konnte man mit den teilnehmenden Künstlern ins Gespräch kommen oder man aß ein Stück Birnentorte und ließ sich dabei das spannende Projekt „Ribbeck neu erfahren“ erläutern, das die Schüler des Leonardo-da-Vinci-Campus (LDVC) dem Publikum präsentierten. Unter Leitung von Lehrer Stephan Dierichs stellten sie dabei auch ein professionell gestaltetes Comic-Heft vor, welches das Leben der Dorfbewohner im 18. Jahrhundert beschreibt. Mit selbstgestalteten Kostümen und Schaumstoffköpfen inszenierten sie Anekdoten wie die der „Schäferin und Wäscherin“. Professionelle Unterstützung holten sich die Schüler unter anderem von der Fachhochschule Potsdam und der Berliner BTK-Hochschule für Gestaltung. Die Schülerinnen Didem Peker, Helene Winkelmann, Lara Nowatzke und Soraya Sehouli gaben zudem Einblicke in die Entstehungsgeschichte ihrer Arbeiten, die längst vergessene Berufe wieder auferstehen ließen: Stellmacher, Brenner, Kutscher – Berufsbilder, die vor nicht allzu langer Zeit zum Dorfleben dazugehörten.

Unter den Festbesuchern waren alle Generationen vertreten – junge Familien mit kleinen Kindern und den Großeltern. Ein Senioren-Ehepaar aus Falkensee erinnerte sich gut an die Wendezeit: „Wir haben vom Mauerfall zuerst übers Fernsehen erfahren. Unsere Familien kommen ursprünglich aus Ostpreußen. Wenn wir die Kinder dort oben auf der Bühne sehen, freuen wir uns, dass diese Generation endlich ohne Krieg im eigenen Land aufwachsen darf.“

Auch der Chef der Staatskanzlei, Thomas Kralinski, hält es für eine wunderbare Idee, das kulturelle Erbe Ribbecks mit einem eigenen Fest zu würdigen. „Fontanes Gedicht ist seit 127 Jahren bestes Standortmarketing für Ribbeck“, sagte der Staatssekretär. Das Birnenfest stärke die Heimatverbundenheit und verbinde das historische Erbe Fontanes mit der modernen Zeit, so Kralinski.

Unter den Besuchern fand man auch einen Mitorganisator des Festes, Henry Holz. Er ist Mitglied des Ortsbeirats und im örtlichen Heimatverein. „Wir wünschen uns, dass sich das Birnenfest zum Traditionsfest etablieren wird“, sagte Holz. „Zum Glück gibt es Förderer, aber die Besucherzahlen vom Vorjahr werden wir heute wohl nicht überbieten können, da das Wetter nicht ganz so günstig ist und zudem viele Parallelveranstaltungen im Havelland stattfinden“, sagte Holz.

Reichlich Abnehmer fanden indes die vielen selbst gebackenen, landestypischen Torten und Kuchen der Ribbeckerinnen. Die Torte von Regina Retzlaff aus Ribbeck überzeugte die Juroren – unter ihnen auch Erntekönigin Anne Köppen, Landrat Roger Lewandowski und Schlossherr Frank Wasser – am meisten: Sie belegte den ersten Platz bei der Kuchen-Rallye.

Von Norbert Faltin

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