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Bislang keine Probleme durch Hitzeperiode

Gute Pegel in der Havel Bislang keine Probleme durch Hitzeperiode

Schon seit einigen Wochen gibt es auf der Elbe so gut wie keinen Schiffsverkehr mehr, weil dort die Wasserstände sehr niedrig sind. Auf die Pegelstände der unteren Havel hat sich die anhaltende Hitzeperiode aber bislang nicht ausgewirkt. Alle Fahrgastschiffe mit Buga-Touristen und auch Sportboote können uneingeschränkt fahren.

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Viel Wasser unterm Kiel. Das Hotelschiff „Felicitas“ ist gegenwärtig mit Buga-Besuchern auf der unteren Havel unterwegs.

Quelle: Joachim Karp

Rathenow. Alle Interessierten, die die Bundesgartenschau von Dom zu Dom auf dem Blauen Band der Havel bereisen möchten, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Das extreme Niedrigwasser wie auf der Elbe ist für die untere Havel bislang kein Thema. Schon seit mehreren Wochen gibt es auf der Elbe oberhalb und unterhalb von Havelberg wegen sehr flacher Pegelstände keinen Schiffsverkehr mehr. Unterhalb von Havelberg ist deren Fahrrinne an ihrer flachsten Stelle gegenwärtig nur 75 Zentimeter tief. Das reicht gerade noch für kleinere Sportboote.

Selbst die MS Königstein kommt wunderbar durch

„Hier auf der Havel haben wir für einen Sommer ganz normale Verhältnisse“, sagt Joachim Karp, Außenstellenleiter des Wasser- und Schiffahrtsamtes (WSA) Brandenburg in Rathenow. Nach kurzem Nachdenken ergänzt er sogar: Die flachste Stelle der Fahrrinne zwischen Rathenow und Havelberg messe gegenwärtig 1,72 Meter. Das sei „super gut“ - eine Freude für die Schiffahrt. Flussaufwärts in Richtung Brandenburg sei es stets noch besser. Selbst das große MS Königstein mit seinen Buga-Gästen komme bei diesen Verhältnissen wunderbar durch. Für den Unterpegel Rathenow sei im Sommer 1995 mit 27 Zentimetern der niedrigste Stand seit der Wende gemessen worden, berichtet Joachim Karp. Der Mittelwert der Minimalstände der letzten zehn Jahre liege bei 60 Zentimetern. Aktuell stehe der Unterpegel Rathenow bei 74 Zentimetern. Es sei also viel Wasser im Fluss.

Warum das trotz der anhaltenden Hitzeperiode so ist, erklärt Joachim Karp so: Die öffentliche Wahrnehmung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse auf dem Fluss habe sich in den letzten Jahren (zum Positiven) geändert. Er meint damit, das WSA könne heute in Absprache mit den Landkreisen von Brandenburg aus bei Bedarf mehr Wasser in die untere Havel geben. Früher habe man sich streng an die vorgegebenen Werte gehalten. Die Havel, die bei Rathenow normalerweise gegenwärtig nur magere zwölf Kubikmeter Wasser in der Sekunde führt, kann dadurch alle paar Tage zusätzlich Schübe von 25 Kubikmetern je Sekunde erhalten. Das hilft dem Wasserstand enorm.

In der großen Hitze verdunstet sehr viel Wasser

Außerdem habe es in der letzten Zeit alle paar Tage auch ordentlich geregnet, erinnert Joachim Karp. Das hebe den Wasserstand ebenfalls etwas an, aber nur für kurze Zeit. In der großen Hitze, so betont er, sei die Verdunstung natürlich enorm. Und wenn dann aufgrund einer veränderten Gesamtlage nun längere Zeit weniger Wasser aus der Spree in die Havel komme und die Niederschläge ausbleiben, würden natürlich auch die Pegelstände der Havel fallen. Aber das sei gegenwärtig eher nicht zu befürchten. Der Wetterbericht sage für das Wochenende schon wieder Regen voraus.

Von Bernd Geske

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