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Blasmusik unterm Bismarckturm

Spätsommerliches Musikfest auf dem einberg Blasmusik unterm Bismarckturm

Der Rathenower Bismarckturm bot am Wochenende den perfekten Hintergrund für ein stimmungsvolles musikalisches Fest. Blaskapellen in unterschiedlichsten Besetzungen gaben bei schönem Spätsommerwetter Proben ihres Könnens. Ausdrucksvolle Tänze gab es obendrein.

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Die „Kaiserlich-Königliche Regimentskapelle“ aus Pasewalk hat eine lange Tradition

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Schalmeien, Tubas, Trompeten sowie kraftvolle Klänge der Pauken und Schlagzeuge erfüllten am Wochenende den Weinberg. Bei herrlichem Spätsommerwetter zog das „Fest am Bismarckturm“ noch einmal unzählige Gäste auf das Buga-Gelände nach Rathenow. Das Konzert am Samstag eröffneten am Mittag über 40 Musiker der Milkauer Schalmeien-Kapelle. Die Musiker aus Milkau, Ortsteil von Erlau, unweit von Chemnitz, können auf eine 56-jährige Tradition zurückblicken. „Unsere Kapelle ist sehr familiär aufgestellt“, erzählt Vereinsvorsitzender Holger Müller. Er spielt Alt-Schalmei. Seine Ehefrau Silvana Fraaß ist Schriftführerin des Vereins und selbst ihre siebenjährige Tochter Elisabeth ist bereits seit sechs Jahren Mitglied und spielte mit drei Jahren erstmals ihr Instrument, den Schellenkranz. Zu ihrem Auftritt marschierten sie um den Bismarckturm, begleitet von den Rhythmus angebenden zwei Pauken und zwei Schlagzeugen. Die Milkauer Schalmeien-Kapelle, mit über 50 Auftritten deutschlandweit in diesem Jahr, spielte in der Woche zuvor beim Burgfest in Tangermünde.

Die diplomierte Yogalehrerin und Tanzpädagogin Britta Schönbrunn aus Frankfurt/Main setzte die „Drei virtuosen Flamenco-Studien“ des Komponisten Krystof Zgraja, gespielt von Querflötistin Iglika Verständig aus Päwesin tänzerisch ausdrucksvoll auf den Stufen des Bismarckturms um. Beide sollten bereits zur Veranstaltung „Garten der Träume“ am 15. August im Optikpark auftreten, die jedoch wegen des Unwetters abgesagt werden musste.

Tänzerin Britta Schönbrunn setzte die Musik von Iglika Verständig (Querflöte) in ausdrucksvolle Bewegung um

Tänzerin Britta Schönbrunn setzte die Musik von Iglika Verständig (Querflöte) in ausdrucksvolle Bewegung um

Quelle: Uwe Hoffmann

„Zuletzt gab es vor 120 Jahren ein großes Orchester in Pasewalk. Wir setzen diese musikalische Tradition seit 15 Jahren fort“, erzählt Kurt de Witt von der Kaiserlich-Königliche Regimentskapelle. „In der Schlacht bei Hohenfriedberg in Niederschlesien während des Zweiten Schlesischen Krieges zwischen Preußen und Österreich siegten die preußischen Truppen unter Friedrich II. – zur Musiker der Pasewalker Kürassiere – am 4. Juni 1745 über die Österreicher und Sachsen“, weiß Trompeter de Witt weiter zu erzählen. „100 Jahre später wurde für die Pasewalker Kürassiermusiker ein eigener Marsch komponiert. So einen alter eigener Marsch ist einmalig.“ Natürlich spielten die sieben Musiker aus Pasewalk auch diesen Hohenfriedberger Marsch“.

Bei der Milkauer Schalmeien-Kapelle spielen viele Familien mit

Bei der Milkauer Schalmeien-Kapelle spielen viele Familien mit: 1. Veriensvorsitzender Holger Müller (Alt) mit Ehefrau Silvana Fraaß (Schriftführerin) und Tochter Elisabeth (7; Schellenkranz)

Quelle: Uwe Hoffmann

Neben Militär- und Blasmusik spielte die „Kaiserlich-Königliche Regimentskapelle“, die Hauskapelle der Kaiserbäder Usedom, auch Melodien von James Last.

Am Sonntag ging das „Fest unterm Bismarckturm“ mit dem Duo Britta Schönbrunn/Iglika Verständig weiter. Als Rathenower spielten die „Rathenower Blasmusikanten“ der Freiwilligen Feuerwehr. Keine Unbekannten waren ebenfalls „BrassAppeal“. Die mobile Frauenband mit zwei Saxofonen, Tuba und Schlagzeug spielte bereits 2012 zur „Serenade unterm Sternenhimmel“ im Optikpark.

Die „Rathenower Optis“ traten an diesem Wochenende nicht auf. Aber einige der Schalmeienkapelle hörten sich das Konzert ihrer Musikerkollegen interessiert an. Am 26. September laden die Optis ab 13 Uhr zum Tag der offenen Tür auf ihr Probengelände an der Kreuzung Curland-/Fehrbelliner Straße ein und blicken auf 55 Jahre Tradition zurück.

Von Uwe Hoffmann

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