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Bleibt die Schollschule doch am Netz?

Steigende Schülerzahlen stellen Schließungsplan in Frage Bleibt die Schollschule doch am Netz?

Die Schollschule soll im Sommer 2017 geschlossen werden. So steht es im Schulentwicklungsplan. Weil aber die Zahl der Flüchtlingskinder im schulpflichtigen Alter enorm gestiegen ist, könnte dieser Plan außer Kraft gesetzt werden.

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Die Schließung der Schollgrundschule könnte verschoben werden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die steigende Zahl von Flüchtlingen in Rathenow könnte Auswirkungen auf die Schullandschaft in Rathenow haben. Am Dienstagabend setzte Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle die Mitglieder des Bildungsausschusses davon in Kenntnis, dass die zur Schließung vorgesehene Schollschule möglicherweise länger am Netz bleiben wird als vorgesehen. Lemle begründete das mit der steigenden Zahl zu beschulender Kinder in der Stadt. So seien derzeit zusätzlich zu den schulpflichtigen Rathenower Kindern 31 Kinder von Asylbewerbern im Grundschulalter unterzubringen. Mit diesem Zuwachs sei vor zwei Jahren, als die Schulentwicklungsplanung diskutiert wurde, nicht zu rechnen gewesen. „Wir müssen uns nun Gedanken machen, wie diese neue Situation bewerkstelligt werden kann“, so Lemle. Eine Möglichkeit sei es, die Schollschule über den Sommer 2017 hinaus am Netz zu halten. Darüber müsse in Fraktionen debattiert werden. Die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans stehe ohnehin bald an.

Alte Berechnungen stimmen nicht mehr

Eigentlich waren die Tage der Schollgrundschule gezählt. Die aktuelle, von den Stadtverordneten beschlossene Schulentwicklungsplanung legt fest, dass die Schule im Sommer 2017 geschlossen wird. Ab dann sollte es in Rathenow noch drei Grundschulen geben: Zwei große in der Innenstadt (Weinberg und Jahn) und eine kleinere in Rathenow-West. Die Berechnungen gingen von maximal 200 Schülern pro Jahrgang aus – Tendenz sinkend. Mit zwei dreizügigen Schulen im Zentrum und der anderthalbzügigen Schule in West wäre diese Schülerzahl gut zu bewältigen gewesen, so der Plan.

Der muss nun wegen der unerwartet steigenden Schülerzahl überarbeitet werden. „Wir wissen nicht, wie lange der Zustrom von Flüchtlingen noch andauern wird und für wie lange die Kinder in Rathenow bleiben“, so Lemle. Aber derzeit sehe es nicht so aus, als werde sich die Situation schlagartige verändern. Deshalb müsse über eine Erweiterung der Kapazitäten nachgedacht werden. Möglich sei es, die Schollschule befristet für ein bis drei Jahre länger am Netz zu halten und während dieser Zeit die Entwicklung der Schülerzahl genau zu verfolgen.

Der geplante Umbau der Grundschule am Weinberg zu einem modernen Schulstandort im Zentrum bleibt von dieser Entwicklung unbeeinflusst. Rund 2,8 Millionen Euro werden bis zum Sommer 2017 ausgegeben, um die Schule fit für die Zukunft zu machen. Die Ausschreibung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Im kommenden Frühjahr wäre Baustart.

Der Umbau der Gebäude erfolgt bei laufendem Schulbetrieb, bis zum Sommer 2017 muss die Runderneuerung des Schulkomplex Weinberg abgeschlossen sein.

Mehr Schüler als erwartet

Der aktuelle Schulentwicklungsplan sieht vor, dass es ab Sommer 2017 zwei dreizügige Grundschulen im Rathenower Zentrum gibt (Weinberg und Jahn) sowie eine anderhalbzügige Grundschule in Rathenow West.

Orientierungsgröße sind 180 bis 200 Schüler pro Jahrgang. Bei der Planung war allerdings nicht abzusehen, dass die Zahl der Flüchtlingskinder sich so drastisch erhöht.

Derzeit besuchen 28 Kinder von Flüchtlingen die Rathenower Kitas. 31 Kinder gehen in die Grundschulen der Stadt. Und 29 sind auf weiterführenden Schulen angemeldet.

Von Markus Kniebeler

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