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Blick aufs Wasser: Wohnen in exklusiver Lage

Rathenow Blick aufs Wasser: Wohnen in exklusiver Lage

Die Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft will auf einem attraktiven Grundstück auf der Altstadtinsel ein Mehrfamilienhaus errichten. Die künftigen Mieter werden die Qual der Wahl haben – Blick nach Westen auf die Wasserlandschaft am Mühlenwehr oder nach Osten auf die ehrwürdige Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

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Dort, wo der flache, hellblaue Garagenflachbau steht, soll das Mehrfamilienhaus errichtet werden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Das Grundstück hat einen besonderen Reiz: Auf der einen Seite blickt man auf das Rathenower Mühlenwehr, auf der anderen bestimmt der Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche das Bild. Hier, wo die Straße „Vor dem Mühlentor“ auf die Mühlenstraße trifft, will die Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft (RWG) ein Mehrfamilienhaus errichten. RWG-Geschäftsführer Uwe Hummel stellte das Vorhaben am Montagabend im Rathenower Bauausschuss vor. Und stieß bei den Abgeordneten auf einhellige Zustimmung. Ohne Gegenstimme wurde der Antrag auf Abweichungen von der Gestaltungssatzung gebilligt.

In dem viergeschossigen Haus, das auf den präsentierten Entwürfen licht und modern wirkt, sollen vier 3-Raum-Wohnungen und drei 2-Raum-Wohnungen untergebracht werden. Alle Wohnungen werden barrierefrei und über einen Aufzug zu erreichen sein. Große Balkone geben den Blick frei auf die Wasserlandschaft vor dem Mühlenwehr. Die Autos der Mieter finden Platz in einer Tiefgarage.

So weit gediehen die Pläne zu sein scheinen, in trockenen Tüchern ist das Bauvorhaben noch nicht. Mögliche Komplikationen betreffen den Baugrund. Weil das Grundstück so nah am Wasser liegt, muss erst einmal untersucht werden, ob es stabil genug für die geplante Bebauung ist. Außerdem liegt das Baufeld auf dem historischem Terrain der Altstadtinsel. Eine archäologische Baubegleitung ist also unerlässlich.

Wenn all diese Dinge geklärt sind, soll es im Sommer in die Ausführungsplanung gehen. Wann dann tatsächlich mit dem Bau begonnen wird, vermag Uwe Hummel nicht zu sagen. „Wenn alle Dinge geklärt sind, wollen wir loslegen“, sagt er.

Dass die RWG an dieser Stelle aktiv wird, hat gut Gründe. Zum einen gehört ihr das Grundstück. Zum anderen befindet sich dieses im Kerngebiet der Genossenschaft. Nahezu alle Mietshäuser ringsum gehören der RWG. Der Neubau soll Hummel zufolge aber nicht vom Kerngeschäft des Unternehmens ablenken. – der Verbesserung des Bestandes. Seit Jahren passe man die 1600 Wohnungen den Erfordernissen der Zeit an, so der Geschäftsführer. Als Beispiel nannten er den Einbau von Aufzügen, den Anbau von Balkonen und die Beseitigung von Barrieren. Es gehe darum, den Mietern das Wohnen so angenehm wie möglich zu machen.

Ein Neubau wie der geplante sei nicht die Regel. Gleichwohl passe das Haus an dieser Stelle hervorragend in die Unternehmensstrategie. Das sahen die Mitglieder des Bauausschusses genauso. „Dieses Haus wird das gesamte umliegende Areal aufwerten“, schwärmte Karsten Ziehm (Pro Rathenow). Das Vorhaben sei ein vorbildliches Beispiel dafür, wie man attraktives Wohnen in einer attraktiven Wohnlage möglich machen kann. Dem stimmten die Kollegen im Bauausschuss zu. Kein Wunder also, dass die Anträge auf Abweichungen von der Gestaltungssatzung genehmigt wurden.

Von Markus Kniebeler

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