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Havelland Blick in die Autozukunft
Lokales Havelland Blick in die Autozukunft
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00:29 24.05.2015
Henry Kuhle hat in Falkensee über die Zukunft von Elektromobilen und des Verkehrs gesprochen. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Die Mega-Citys wie Tokio oder Mexiko-Stadt mit ihren 40 Millionen Einwohnern stehen vor gleichen Herausforderungen wie das Mittelzentrum Falkensee. Mit dem Satz überraschte Henry Kuhle seine Zuhörer, um aber gleich zu erläutern: "Die Bevölkerung der Städte wächst, aber die Verkehrsinfrastruktur bleibt im Prinzip die gleiche."

Henry Kuhle war am Mittwochabend Gast bei der MIT, der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU im Havelland, die nach Falkensee zum Gespräch einlud. Für Henry Kuhle ein Heimspiel. Der gebürtige Wittenberger und studierte Elektrotechnikingenieur wohnt seit fast zehn Jahren in der Gartenstadt. Er ist Senior Manager im VDA, dem Verband der Automobilindustrie. Sein Spezialgebiet: vernetztes und automatisiertes Fahren und Elektromobilität.

Elektro-Autos sind längst keine Vision mehr

Gründe, diese Entwicklungen voranzutreiben, gibt es viele. Als erste nannte Henry Kuhle die Umwelt. "Fossile Brennstoffe sind endlich", sagte er. Ein Grund, intensiv auf Elektromobilität zu setzen. Das Wachsen der Städte führt zur Ballung von Menschen und Autos. Falkensee hat seine Bevölkerung seit der Wende mehr als verdoppelt, aber nicht sein Straßennetz. Die Herausforderung besteht darin, im Wesentlichen mit der vorhandenen Infrastruktur auszukommen und dafür intelligente Lösungen zu finden. Weniger Verkehr etwa durch bessere Information über vorhandene oder besetzte Parkplätze. "Der Parksuchverkehr ist in den Städten enorm, bis zu 30 Prozent", rechnete Kuhle vor. Auch für Falkensee wünschte er sich da mehr Informationen für die Autofahrer.

Kuhle räumt Vorurteile aus dem Weg

Wenn Henry Kuhle nicht mit dem Zug zur Arbeit nach Berlin-Mitte pendelt, nimmt er manchmal das Auto. Ein Elektroauto, dessen Reichweite für seinen Weg reicht. Gerade so. Und der Fachmann kennt die Vorurteile und Ängste der Leute, die E-Mobile würden nur kurze Strecken fahren. "In Berlin gibt es 500 öffentliche Ladestellen", weiß Henry Kuhle. Im Havelland kennt er immerhin die öffentliche Säule im Havelpark, wo kostenlos getankt werden kann. Ein flächendeckendes Netz von Ladestellen sieht der Fachmann gar nicht als so wichtig an. Die Praxis sähe doch so aus: Tags fahren, nachts aufladen. Und dazu reiche eine gewöhnliche Steckdose. Mit einer Starkstromsteckdose geht es schneller. Deshalb wünschte sich Kuhle, dass künftig neue Häuser gleich damit ausgerüstet werden. Was wünscht er sich noch von Kommunen und auch von Falkensee? Ein flächendeckendes Elektrokommunikationsnetz, vernetzbare Lichtmasten und Ampeln und Straßenmarkierungen, die Ausbildung von Rettungskräften der Feuerwehr und der Polizei für den Umgang mit Elektrofahrzeugen.

Für die 30 Zuhörer bot der Vortrag noch Anlass für viele Fragen, die reichten vom hohen Anschaffungspreis bis zur Datensicherheit. Nach drei anregenden Stunden fuhren sie mit ihren Autos nach Hause. Einer setzte den Helm auf und radelte heim. Auch ein Zeichen in die Zukunft.

Von Marlies Schnaibel

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