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Blumen für geglückte Wiederbelebung

Premnitz Blumen für geglückte Wiederbelebung

Der Zug in die Zukunft von Premnitz rollt. Nach Abschluss des Viskose-Projektes werden die Wegbegleiter der Standort-Wiederbelebung geehrt. Das größte Lob aber bekamen alle Einwohner der Stadt von ihrem Ministerpräsidenten.

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Spaß beim Banddurchschnitt: Ralf Tebling, Dietmar Woidke, Manfred Stolpe und Roy Wallenta (von links).

Quelle: Joachim Wilisch

Premnitz. Rüdiger Hage ist Projektleiter der Landesentwicklungsgesellschaft für den Industriestandort Premnitz. 20 Jahre hat er in dieser Rolle viel Zeit und Arbeit investiert, um den Standort nach vorne zu bringen. Nun ist das letzte Projekt abgeschlossen. Die ehemalige Viskoseanlage steht nicht mehr.

Bild aus Frankreich

Am Donnerstag freute sich Rüdiger Hage über ein Bild, das ein Künstler aus der französischen Partnerregion in Premnitz gemalt hatte. Ralf Tebling (SPD), Bürgermeister in Premnitz, ließ vor den vielen Gästen aus der Nähe und der Ferne, die zum offiziellen Abschluss der Wiederbelebung des Premnitzer Industriestandortes gekommen waren, noch einmal die Arbeitsstationen von Hage Revue passieren. „Er hatte es oft schwer, immer wieder gab es Überraschungen, oft genug auch unangenehme.“ Aber im Team sei es immer gelungen, Lösungen zu finden.

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Rund 100 Festgäste feierten am Donnerstag das Ende der Arbeiten zur Wiederbelebung des Premnitzer Industriestandortes. Ehrengäste waren Ministerpräsident Dietmar Woidke und Altministerpräsident Manfred Stolpe.

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Ein Zug der Havelländischen Eisenbahn, der symbolisch in Bewegung gesetzt wurde, markierte den Abschluss der Abrissarbeiten an dem letzten Bauwerk aus Vorwendezeiten und signalisierte zugleich den Aufbruch in die Zukunft mit einem Branchenmix, der nach wie vor von chemischen Betrieben geprägt wird – aber eben nicht alleine.

Viele gute Worte

Blumen und gute Worte gab es am Donnerstag bei der offiziellen Abschlussfeier zur Wiederbelebung des Industriestandortes für diejenigen, die den Prozess begleitet hatten. Ganz oben auf der Liste derer, die sich den Blumenstrauß redlich verdienst hatten: Altministerpräsident Manfred Stolpe. Er war es, der nach dem Zusammenbruch Anfang der 1990er Jahre darauf bestand, dass es eine wirtschaftliche Zukunft für Premnitz und die Premnitzer geben müsse. Er hatte das Gespür dafür, dass man den Menschen im Westhavelland, die soeben schwierige Brüche in der Lebenslinie hinnehmen mussten, helfen sollte. Und er half.

Burkhard Schröder, ehemaliger Landrat im Havelland und Manfred Stolpe

Burkhard Schröder, ehemaliger Landrat im Havelland und Manfred Stolpe.

Quelle: Joachim Wilisch

Zwei Bürgermeister hatte Stolpe in Premnitz an seiner Seite, die beide ebenfalls für den Aufbruch stehen. Joachim Aurich, der ab 1990 an der Spitze der Stadt stand. „Die besten Ideen zünden nicht, wenn man bei der Entwicklung von Industriegeländen nicht eine funktionierende Stadtspitze samt Stadtverordneten und Verwaltung hinter sich weiß“, sagte Rüdiger Hage. Joachim Aurich habe stets sein politisches Gewicht in die Waagschale gelegt, damit die Ideen für den Industriestandort immer von der Stadtverordnetenversammlung mitgetragen wurden.

Rückschläge und Fortschritte

Das war auch das Ziel von Aurich Nachfolger Roy Wallenta. Ab dem Jahr 2000 führte er die Geschicke der Stadt und musste in der Zeit einige schwierige Prozesse erleben. Polyamid 2000 meldete Insolvenz an, die Viskoseproduktion auch. Die Biokraftstoffanlage war auch kein Renner. Aber den Rückschlägen folgten Fortschritte. „Roy Wallenta ist dem Standort weiter treu“, sagte Rüdiger Hage. Als Standortmanager kümmert er sich auch um die Vermarktung.

Männer der ersten Stunden

Zwei Unternehmer der ersten Stunden wurden ebenfalls bedacht: Michael Schönberg war der erste Betriebsleiter, der mit seiner Havelländischen Zinkdruckguss GmbH auf der „Fläche 13“ siedelte. Eberhard Brack nahm sich des Unternehmensteiles an, der den Namen des alten Werkes beibehielt: Märkische Faser. Die MFAG ist einer der größten Arbeitgeber in der Region und der größte am Industriestandort.

Rund 100 Festgäste waren gekommen

Rund 100 Festgäste waren gekommen.

Quelle: Joachim Wilisch

Für die Landesentwicklungsgesellschaft freite sich Birgit Flügge über Blumen. „In sechs Etappen wurde die Wiederbelebung eingeteilt“, sagte Rüdiger Hage. Und auch, wenn der Arbeit fast geschafft ist, kann die LEG noch nicht Schluss machen. Die so genannte „Altlastengruppe“ tagt weiter.

Alle haben angepackt

An der Standortsanierung waren noch viele Personen mehr beteiligt. „Eigentlich müsste man alle Gäste hier im Festzelt nennen“, sagte Rüdiger Hage. Altlandrat Schröder zum Beispiel oder der aktuelle Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling. Der Unternehmerkreis, der regelmäßig unter Leitung von Klaus Piefke tagt und alle Betriebsinhaber, die den Mut hatten, hier ein Unternehmen aufzubauen.

Der Zug in die Zukunft rollt. Schon bald macht er wieder Station an der alten Viskosefläche – wenn hier ein neues Unternehmen entsteht – eine Produktion für Ersatzbrennstoffe.

Von Joachim Wilisch

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