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Havelland Bockwindmühle Bamme für Besucher geöffnet
Lokales Havelland Bockwindmühle Bamme für Besucher geöffnet
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00:17 12.05.2016
Cornelia Großmann, Vorsitzende des Fördervereins Bockwindmühle Bamme, und ihr Stellvertreter Günter Seidemann. Quelle: Stein
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Bamme

Am Pfingstmontag öffnen deutschlandweit Vereine wieder alte Mühlen für Besucher. In Westhavelland beteiligt sich der Förderverein Bockwindmühle Bamme am Deutschen Mühlentag. Von 12 bis 17 Uhr öffnet Vereinsvorsitzende Cornelia Großmann mit ihren Mitstreitern die im Jahre 1334 erstmals urkundlich erwähnte Bockwindmühle auf dem Bammer Mühlenberg zur Besichtigung.

Führungen durch das Denkmal

Besucher können bei sachkundigen Führungen erfahren, wie aus Korn Mehl gemahlen wird und wie die Bockwindmühle einst funktionierte. Der Mühlenverein bietet Kaffee und Kuchen an. Vor dem historischen und unter Denkmalschutz stehenden Bauwerk wird Mühlenbrot gebacken und vom Förderverein zum Verkauf feil geboten. Es gibt Schmalzstullen und Gaukler sorgen für mittelalterliches Flair auf dem Mühlenberg.

Der 2010 gegründete Förderverein hat ein ehrgeiziges Ziel. Seine Mitglieder möchten die Bockwindmühle nicht nur erhalten für zukünftige Generationen, sondern sie auch für Tourismus und Bildung nutzen. Für Schauzwecke möchte der Förderverein auch wieder Mehl malen mit der Bockwindmühle. Voraussetzung dafür ist eine umfangreiche Sanierung des Bauwerkes.

Die Bockwindmühle Bamme. Quelle: Stein

Ein Projekt wurde dafür bereits erarbeitet und sieht mehrere Bauabschnitte vor. Rund 300 000 Euro kostet das Vorhaben. Die Gemeinde Nennhausen als Eigentümerin der Bockwindmühle findet die Idee zur weiteren Tourismusbelebung in der Region gut, kann das Vorhaben aber aus eigener Finanzkraft nicht stemmen und hat deshalb 2015 bei der LAG Havelland einen Fördermittelantrag gestellt.

Die Vorbereitungen sind mittlerweile so weit gekommen, dass die LAG die Sanierung der Bockwindmühle auf eine Ratingliste gesetzt, als Voraussetzung zur Bewilligung von europäischen Leader-Fördermitteln durch das Land Brandenburg. Wird der Antrag bewilligt, muss die Kommune etwa 200 000 Euro Eigenmittel aufbringen.

Förderverein sammelt Geld

Dazu hat sich die Gemeinde bereits bekannt. Der Förderverein sammelt seit seiner Gründung zum Erhalt des ehrwürdigen Bauwerkes auf dem Bammer Mühlenberg Geld, organisiert Mühlenführungen und andere Veranstaltungen.

Im Westhavelland stehen heute lediglich noch in Bamme, auf dem Gahlberg bei Strodehne und in Prietzen Bockwindmühlen. In Betrieb ist schon längst keine mehr. Die Bockwindmühle in Prietzen ist Teil der wissenschaftlichen Außenstation Gülpe der Universität Potsdam und das Bauwerk auf dem Gahlberg in privater Hand.

Mühlen waren wichtig für die Wirtschaft

Mühlen verschiedenster Bauart hatten einst große Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Um 1900 war die Mühlenlandschaft im westlichen Havelland noch relativ geschlossen. Die zunehmende Technisierung führte aber unaufhaltsam zum Mühlensterben. 1937 standen im westlichen Havelland noch 23 Bockwindmühlen.

Von Norbert Stein

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