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Havelland Projekt Kunstrasen hat begonnen
Lokales Havelland Projekt Kunstrasen hat begonnen
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08:08 03.06.2014
Spatenstich am Fußballplatz. Quelle: Oliver Fischer
Schönwalde-Glien

Drei Wochen soll es noch dauern, bis die Schüler der Schönwalder Grundschule „Menschenskinder“ auf ihrem neuen Kunstrasenplatz spielen können. Es wird ein Bolzplatz werden, ein kleines Spielfeld mit zwei Toren und Bande, nichts Weltbewegendes eigentlich. Ähnliche Felder gibt es in vielen Gemeinden und Dörfern im Havelland. Wenig alltäglich ist aber die Geschichte dahinter. Denn die Baukosten – mehr als 25000 Euro – sind vom Schulförderverein über Spenden aufgetrieben worden, und das in einer Rekordzeit, die selbst der Vorsitzende des Vereins, Jörg Hering, nicht für möglich gehalten hatte.

Dabei hat Jörg Hering Erfahrung darin, Unmögliches zu schaffen. Er ist immerhin einer der Hauptorganisatoren des Papiersammelwettbewerbs an der Schule. Seit zehn Jahren wird dort generalstabsmäßig Altpapier in Größenordnungen zusammengetragen. Die Schule belegt stets den ersten oder zweiten Platz beim landesweiten Wettstreit, das eingenommene Preisgeld summiert sich auf mehr als 50 000 Euro.

Der Verein um Jörg Hering organisiert auch andere Veranstaltungen, die Geld in die Schulkasse spülen. Mit dem Kunstrasenplatz aber hat sich der Verein selbst übertroffen. Dabei fing es ganz unspektakulär an. Jörg Hering beobachtete, dass die Schüler auf dem alten Sandplatz so gerne spielen, dass sie sich selbst bei miesem Wetter schon vor Schulbeginn zum Kicken treffen – und entsprechend aussehen, wenn sie in der ersten Stunde in ihrer Schulbank sitzen. Der Verein wollte deshalb Matten auslegen, um die Spielfläche sauber zu halten. „Dann erschien uns das aber unpraktisch“, sagt Jörg Hering. Schließlich planten sie einen Kunstrasenplatz. Das Geld wollten sie aber nicht bei der Gemeinde erbetteln. Der Verein organisierte stattdessen eine Versteigerung, es gab einen Spendenlauf, außerdem wurde der Platz quadratmeterweise an Sponsoren verkauft. Nach acht Monaten hatte der Verein seinen Teil zusammen – und überraschte damit auch die Gemeinde, die mit einem solchen Erfolg nicht gerechnet hatte.

Die Gemeindevertretung zeigte sich aber flexibel und stellte weitere rund 20000 Euro bereit, die für die Planung, die Genehmigungen und die Bodenarbeiten nötig waren. Bürgermeister Bodo Oehme versprach den Kindern, dass sie das Finale der Fußball-WM auf ihrem Platz schon nachspielen können. Jörg Hering ist nur eines wichtig: Das die jetzigen Schulabgänger noch auf dem Feld kicken können. Deren Eltern haben schließlich gespendet.

Von Oliver Fischer

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