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Bolzplatz kommt nicht vor 2019

Paretz Bolzplatz kommt nicht vor 2019

Ortsbeirat favorisiert die Fläche im Rohrhauspark zwischen Eiskeller und Parkplatz, aber es sind eine Bauplan und eine Genehmigung notwendig. Geld dafür ist im Ketziner Haushalt 2018 nicht eingeplant.

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Anne Hübner ist Ortsvorsteherin in Paretz.

Quelle: Wolfgang Balzer

Paretz. Der jüngste Ketziner Ortsteil Paretz ist der einzige, in dem es weder einen Spiel- oder einen Bolzplatz gibt. Sich für eine solche Einrichtung einzusetzen, versprachen die Ortsbeiratsmitglieder Anne Hübner, Evelin Sens und Detlef Hinze bereits vor ihrer Wahl im September. Dementsprechend stand das Thema ganz oben auf der Tagesordnung ihrer zweiten Zusammenkunft.

Doch auch wenn es in Paretz genug Bedarf für einen Spielplatz außerhalb der Kita „Havelfrüchtchen“ gibt (der dortige kann aus rechtlichen Gründen nicht für die Öffentlichkeit geöffnet werden), angelegt werden kann der frühestens 2019. Denn: „Im Haushaltsplan der Stadt Ketzin/Havel für 2018 sind dafür keine Mittel vorgesehen“, sagte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP). „Wir können aber in 2018 die planungsrechtlichen Vorarbeiten leisten, damit die Stadtverordneten Geld für einen Bolz-oder Spielplatz im Haushalt 2019 freigeben“, so der Verwaltungschef.

Positiv ist, dass gleich zwei mögliche kommunale Flächen in Paretz gefunden wurden, die in Frage kommen. Im Gespräch ist ein Areal am Rande des Schlossparkes am Parkring, schräg gegenüber der Kita. Dort allerdings könnte die Denkmalbehörde des Landkreises Havelland Bedenken anmelden, vermutet Lück. Obwohl es zu DDR-Zeiten genau in dem Bereich gegenüber der Neubauten einen Spielplatz gab.

Favorit ist die Wiese am Rohrhauspark zwischen Eiskeller und dem Parkplatz hinter der Scheune (4300 Quadratmeter). Dort feiern die Paretzer heute schon Halloween oder brennen das Osterfeuer ab. In Eigeninitiative hatte Ortsbeiratsmitglied uns Landwirt die Fläche bereits vorsorglich gemäht. Aber: „Wir wollen vieles selbst machen, dürfen aber nicht“, bedauert Ortsvorsteherin Anne Hübner. Denn für einen Bolz- oder Spielplatz bedarf es einer Baugenehmigung und eines Planes. Eine Art Vorstufe zu einem Bebauungsplan liegt im Ketziner Rathaus vor. „Der wurde mal 2010 erstellt, als es um die künftige Nutzung der Kulturscheune und des Parkplatzes ging“, erinnert sich Bernd Lück.

Ob die baulichen Voraussetzungen an der Stelle tatsächlich gegeben sind, will die Ketziner Verwaltung in Form einer Bauvoranfrage beim Landkreis klären lassen. Fest steht, derzeit können keine fest verankerten Tore aufgestellt werden. Kleiner Trost: Steine dürften als Torbegrenzung hingelegt werden, was die Ortsbeiratsmitglieder und die etwa 15 Besucher der Ortsbeiratssitzung schmunzelnd zur Kenntnis nahmen.

Nach dem Aus für das Scheunenfest soll es künftig in Paretz ein Dorffest geben, wünschen sich die Ortsbeiratsmitglieder. Voraussichtlicher Termin: 2. Juni. Schon jetzt können die Paretzer Ideen und Vorschläge einbringen, so Anne Hübner. Das historische Erntefest wird 2019 wieder stattfinden. Dafür sprach sich der Verein Historisches Paretz aus finanziellen Gründen aus.

Obwohl Paretz inzwischen ein Ortsteil von Ketzin/Havel ist, sei das optische noch immer nicht sichtbar, so Detlef Hinze. „Wann bekommen wir endlich die neuen Ortseingangsschilder“, fragte er. Dafür sei das Land zuständig, erklärte Bürgermeister Bernd Lück. Die Verantwortlichen hätten aber die Zustimmung noch nicht erteilt. Deshalb dürfe der Landesbetrieb Straßenwesen Potsdam diese Schilder noch nicht aufstellen. „Wir dürfen das nicht entscheiden, die Schilder auch nicht aufstellen, aber wir dürfen sie bezahlen“, ergänzte Lück.

Eine andere Empfehlung gab der Bürgermeister dem frisch gewählten Ortsbeirat noch. „Parertz hat gute Chancen, um in die Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne aufgenommen zu werden.“ Bis 23. November könnten Beitrittsanträge gestellt werden. Sollte das gelingen, könnte Paretz von sehr guten Fördermöglichkeiten profitieren.

Von Wolfgang Balzer

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