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Bombenalarm am Rathenower Bahnhof

Überraschung während der Untersuchung Bombenalarm am Rathenower Bahnhof

Bombenalarm am Bahnof in Rathenow. In der Bahnhofshalle wurden am Mittwoch mehrere Taschen gesichtet, zu denen die Besitzer fehlten. Daraufhin sperrte die Bundespolizei das Gebäude. Noch während das Gepäck genauer untersucht wurde, erlebten die Sprengstoffspezialisten dann eine Überraschung.

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Diese Gepäckstücke in der Rathenower Bahnhofshalle sorgten für große Aufregung – entpuppten sich aber am Ende als harmlos.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Mehrere Gepäckstücke ohne Besitzer sorgten am Mittwoch am Rathenower Bahnhof für große Aufregung. Nachdem kein Besitzer der Koffer ausfindig gemacht werden konnte, ließ die Bundespolizei das Bahnhofsgebäude sperren und forderte aus Berlin einen Experten mit Sprengstoffspürhund an, der per Helikopter aus Berlin eingeflogen wurden. Doch das Mann-Hund-Team kam nur kurz zum Einsatz. Gleich zu Beginn der Untersuchung tauchte der Besitzer der Koffer auf. Entwarnung und große Erleichterung bei allen Beteiligten.

Gegen 1140 tauchte der Besitzer der Koffer auf – ein Asylbewerber aus Syrien, der in der Ausländerbehörde zu tun hatte

Gegen 11.40 tauchte der Besitzer der Koffer auf – ein Asylbewerber aus Syrien, der in der Ausländerbehörde zu tun hatte.

Quelle: Markus Kniebeler

Die Gepäckstücke – zwei große Koffer, ein Kinderrucksack und eine große Plastiktasche – hatten nach Angaben von Zeugen bereits seit den frühen Morgenstunden in der Schalterhalle des Rathenower Bahnhofs gestanden. Der Mitarbeiterin des DB-Fahrkartenschalters war das Gepäck schon beim Dienstantritt um 8 Uhr aufgefallen.

Nachdem immer deutlicher wurde, dass niemand für die Taschen und Koffer zuständig war, wurde die Polizei informiert. Gegen 10.15 Uhr ließen Beamte der Bundespolizei die Schalterhalle absperren. Die Mitarbeiter und Gäste der Spielhalle, die DB-Angestellte und die Betreiber des Bahnhofskiosks mussten ihre Räumlichkeiten verlassen. Die mit rot-weißem Plastikband versperrten Eingänge wurden durch Polizeibeamte gesichert. Der Zugang zu den Bahnsteigen war aber weiterhin möglich, der Zugverkehr war durch den Einsatz nicht beeinträchtigt.

Per Hubschrauber wurde aus Berlin ein Sprengstoffexperte mit Spürhund eingeflogen

Per Hubschrauber wurde aus Berlin ein Sprengstoffexperte mit Spürhund eingeflogen.

Quelle: Markus Kniebeler

Gegen 11.30 Uhr landete auf dem ehemaligen Bugaparkplatz auf der Südseite des Bahnhofs der Hubschrauber mit dem angeforderten Expertenteam. Der Hundeführer mit dem Sprengstoffspürhund machte sich gleich auf den Weg zu den Gepäckstücken. Gerade wollte das Team mit seiner Untersuchung beginnen, als gegen 11.40 Uhr ein Mann auftauchte, der in die Halle wollte. Mit Hinweis auf die Absperrung wurde ihm der Zutritt verweigert, bis sich herausstellte, dass der Mittvierziger sein Gepäckstücke abholen wollte.

Fast zwei Stunden abgesperrt

Fast zwei Stunden abgesperrt: Die Schalterhalle des Rathenower Bahnhofs.

Quelle: Markus Kniebeler

Der Mann, ein Asylbewerber aus Syrien, erklärte, er habe am Vormittag einen Termin in der nahe gelegenen Ausländerbehörde gehabt. Weil er das schwere Gepäck nicht mitschleppen wollte, habe er es kurzerhand in der Halle stehen lassen. Nach Aufnahme der Personalien wurde die Bahnhofshalle wieder freigegeben. Die Absperrungen wurden beseitigt, die Polizisten rückten ab, der Helikopter mit dem Hundeführer flog zurück nach Berlin.

Ein Fall für die Bundespolizei

Für die Sicherheit von Bahnanlagen ist die Bundespolizei zuständig. Die wurde gestern beim Einsatz in Rathenow unterstützt durch Beamte der Landespolizei und Mitarbeiter der Polizeiwache Rathenow.

Auch der Sprengstoffspürhund und sein Führer gehören der Bundespolizei an. Sie wurden aus Berlin per Hubschraube nach Rathenow gebracht.

Hätte der Hund beim Beschnüffeln der Koffer angeschlagen, dann wäre ein Expertenteam zur Lösung des Problems herbeigeordert worden. Eine kontrollierte Sprengung des Koffers höchstwahrscheinlich eine Evakuierung des Bahnhofsumfeldes sowie eine Einstellung des Zugverkehrs erforderlich gemacht.

Von Markus Kniebeler

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