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Havelland Bootskorso lockte hunderte Zuschauer an
Lokales Havelland Bootskorso lockte hunderte Zuschauer an
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17:35 14.08.2016
Von der Kirchbergbrücke konnte man das Spektakel besonders gut verfolgen. Quelle: Norbert Stein
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Rathenow

Strahlender Sonnenschein und über dem Wasser eine leichte Brise. Besser konnte das Wetter nicht sein am Samstag beim Bootskorso aus Anlass des Rathenower Stadtjubiläums. „Eine prima Idee. Deshalb machen wir mit“, sagte Max Großner vom Rathenower Wassersportverein Kanu 1922 bei letzten Vorbereitungen für den Bootskorso rund um die Altstadtinsel. Der junge Mann hatte sich dafür extra eine rote Perücke auf den Kopf gesetzt und holte auf dem Wassersportgelände am Havelweg Wasserski aus dem Bootsschuppen. Wobei das eine Wasserski-Fahrt der besonderen Art werden sollte: Großner hing nicht hinter einem Motorboots, sondern wurde von einem Boot gezogen, das Kanuten mit kräftigen Ruderschlägen in Fahrt halten mussten.

70 zumeist bunt geschmückte Boote starteten am Samstagnachmittag vom Wassersportgelände am Havelweg aus auf eine fünf Kilometer langen Wassertour durch die Stadt. Der Bootskorso passierte dabei die Weinbergbrücke und die Kirchbergbrücke, den Bereich des alten Hafens, die Stadtschleuse, die Jederitzer Brücke und die Hauptschleuse. Vom Havelufer aus bestaunten Zuschauer die Bootsflotte und winkten den Freizeitkapitänen und ihren sichtbar gut gelaunten Besatzungen zu. Allein an der Kirchbergbrücke und am alten Hafen, wo die Boote gestaffelt in acht Gruppen zur Einfahrt in die Stadtschleuse ankommen, hatten sich etliche hundert Zuschauer eingefunden, um das Spektakel zu verfolgen.

Bunt geschmückt: Boot und Besatzung. Quelle: Norbert Stein

Die Rathenower Feuerwehr mit einer Wasserfontäne und Live-Musik von brasilianischen Sambatrommlern aus Berlin eröffneten den Bootskorso zu Land. Aus Liegestühlen, stehend oder sitzend vor der Anlegestelle, verfolgten die Zuschauer die Ankunft der Yachten, Kanus, Kanadier, Schuten, Flöße und Schlauchboote. Stark vertreten waren bei dem Spektakel neben den Wassersportvereinen auch private Bootsführer. Als erstes zum alten Hafen kam das Boot „Havel“ vom Wasser und Schifffahrtsamt Brandenburg/Havel, gefolgt von einer Schute. An Bord befand sich wertvolle Fracht: Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle und weitere Gäste. Geschleust wurde bis 18 Uhr im 30-Minuten-Takt. Achtmal insgesamt.

Bei der Ausfahrt aus der Stadtschleuse wurden die Boote von jenen Zuschauern empfangen, die vom Edwin-Rolf-Platz aus den Korso verfolgten. Auf der Uferpromenade beobachtetet Hilmar Tessmar das Geschehen. „Der Bootskorso ist schön,“ so der 68- Jährige Rathenower, obwohl der Abstand zwischen den Schleusungen doch ziemlich lang war. „Zeitlich ist die Sache aber nicht anders zu machen“, so Tessmar verständnisvoll.

Die Stadtschleuse war das Nadelöhr. Für die Zuschauer am Alten Hafen durchaus ein Vorteil. Sie bekamen die in Gruppen ankommenden Boote etwas länger zu sehen, wie zum Beispiel das von Jens Kaiser mit Helfern selbst gebaute Floß „MS Böhne“ (mit Motor). Eine Jury verfolgte ebenfalls den Korso und wählte den „Geschmückten Bären“, einen Achter vom Ruderclub Wikinger, als schönstes Boot aus.

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Von Norbert Stein

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