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Havelland Bootssteg soll um 48 Meter vergrößert werden
Lokales Havelland Bootssteg soll um 48 Meter vergrößert werden
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00:17 26.03.2017
Die Steganlage in Hohennauen darf nur um 48 Meter erweitert werden. Die Gemeindevertretung Seeblick hat so entschieden. Quelle: Norbert Stein
Hohennauen

Der Betreiber des Bootsanlegers am See in Hohennauen kann die Anlage nicht, wie von ihm geplant, um 96 Meter erweitern. Die Gemeindevertretung Seeblick stimmte am Dienstag auf einer Sitzung in Wassersuppe lediglich einer Erweiterung um 48 Meter zu.

Lange Diskussion

Der Entscheidung ging eine lange Diskussion voraus, die letztendlich sogar in eine Sitzungsunterbrechung mündete, weil der Antrag unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter erörtert werden sollte. Beantragt hatte den Ausschluss der Öffentlichkeit die Abgeordnete Alexandra Czoski. Die Gemeindevertretung solle Gelegenheit bekommen, sich eine einheitliche Meinung zu bilden, formulierte sie. Nachdem Amtsdirektor Jens Aasmann erklärt hatte, dass er keinen Grund sehe, den Antrag generell in nicht öffentlicher Sitzung zu behandeln, stimmten die Gemeindevertreter geschlossen für eine Unterbrechung.

Der Erfolg blieb aus

Diese Pause nutzten die Abgeordneten, um zehn Minuten allein zu diskutieren. Der Erfolg, den sich Alexandra Czoski gewünscht hatte – die Bildung einer einheitlichen Meinung – kam nicht zustande. „Wir sind zu keiner einheitlichen Meinung gekommen“, erklärte Bürgermeister Ulf Gottwald. So wurde über den Antrag auf Erweiterung um 96 Meter abgestimmt. Lediglich drei von neun Gemeindevertretern stimmten für den Antrag, den Bootsanleger mit zwei abgewinkelten Seitenstegen von jeweils 48 Meter um insgesamt 96 Meter zu erweitern. Damit war der Antrag abgelehnt. Mehrheitliche Zustimmung fand hingegen die Minimalvariante zur Erweiterung der vorhandenen Anlage mit zwei Seitenstegen von insgesamt 48 Meter Länge. Die beantragten abgewinkelten Stege von nochmals 48 Meter darf der Betreiber nicht bauen.

Steg muss größer werden

2014 vereinbarten Henrik Köllmann und die Gemeinde Seeblick einen Pachtvertrag für den Bootssteg in Hohennauen. Seither investierte Köllmann, wie er den Abgeordneten am Dienstag erklärte, über 100 000 Euro in Stromversorgungssäulen und in einen Trinkwasseranschluss. Er erneuerte Holzplanken auf dem vorhandenen Steg, kümmerte sich um eine Abwasserentsorgung und nahm weitere Arbeiten am Anlegesteg vor. Eine schwimmende Dusch- und Waschkabine für die Wassertouristen sei ein anderes Projekt, das er für Hohennauen noch im Auge habe, sagte Köllmann. Mit dem Pachtvertrag ging er die Verpflichtung ein, den Bootssteg um mindestens 48 Meter zu erweitern.

Köllmann ist unzufrieden

Zufrieden ist Köllmann nun nicht. „48 Meter sind nicht rentabel“, erklärte er. Das Wasser- und Schifffahrtsamt habe einem 96 Meter-Ausbau zugestimmt. Eine Anlage in dieser Größe sei nötig, weil der Wassertourismus auf dem Hohennauener See zunimmt und immer mehr Freizeitkapitäne an den Steg angelegen möchten. Köllmann betreibt zudem am Steg eine Hausbootvermietung.Die Nachfrage steigt stetig. Eine 96 Meter-Anlage störe auch nicht den Anblick auf das Dorf und insbesondere die Dorfkirche, so Köllmann.

Die Argumente der Gegenseite

Gemeindevertreter Hagen Roßmann formulierte die Ablehnungsgründe: „Eine 96-Meter-Anlage ist von vielen Einwohnern nicht gewollt und beeinträchtigt das Dorfbild sehr wohl.“ Das sieht auch Michael Hartmann so. „Der Gemeinde wird eine große Anlage kaum Nutzen bringen“, meint Patrick Höffler. Er erkennt aber an, dass Gaststätten und andere Einrichtungen im Dorf von mehr Bootstouristen am Steg profitieren könnten.

Weil die Gemeinde Eigentümerin der Steganlage ist, hatten die Abgeordneten bereits im Februar zugestimmt, dass die Gemeinde die notwendigen Anträge zur Erweiterung stellt. In welchem Umfang die Erweiterung erfolgen soll, ließen die Abgeordneten damals noch offen. Zunächst wurde das Gespräch mit Hohennauener Einwohnern und dem Ortsbeirat gesucht.

Von Norbert Stein

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