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Havelland Brache in Rathenow wird Bauland
Lokales Havelland Brache in Rathenow wird Bauland
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00:17 31.03.2016
Jens Hubald zeigt den Plan für das neue Baugebiet. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Dass es inmitten der Rathenower Altstadt eine frei Fläche von fast 8000 Quadratmetern Größe gibt, ist ungewöhnlich. Zählt dieses Stadtviertel Rathenows doch zu den am frühesten besiedelten Quartieren der Stadt überhaupt. Aber zwischen der Großen Burg- und der Baderstraße ist es weit und leer. Zumindest die jüngeren Rathenower kennen es nicht anders. Im vergangenen Jahr diente die Fläche als Parkplatz für Buga-Busse. Und schon 2006 hatten Besucher der Landesgartenschau hier ihre Fahrzeuge abgestellt.

Ältere Rathenower indes werden sich erinnern, dass man den Blick hier nicht immer so frei schweifen lassen konnte. Bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts standen auf dem besagten Gebiet kleine, heruntergekommenen Häuschen, mit schmalen Gärten auf der Rückseite. Über die Jahrhunderte war dieses Quartier gewachsen. Havelfischer, Kleinhandwerker, Arbeiter hatten in den bescheidenen Wohnungen ihr Zuhause. So lange, bis wenige Jahre vor der Wende Bagger die maroden Gebäude dem Erdboden gleichmachten.

Acht rund 500 Quadratmeter große Grundstücke geplant

Nun soll an die alte Tradition angeknüpft und sollen die Grundstücke für den Bau von Eigenheimen vermarktet werden. Ein B-Plan wurde bereits erstellt, erschlossen ist das Gelände auch schon. Die Stadt ist derzeit dabei, dass Areal zu vermessen und zu parzellieren. Mitte bis Ende des Jahres will man die Baugrundstücke Interessenten anbieten.

An der Großen Burgstraße und an der Baderstraße sind nach Auskunft von Jens Hubald, im Rathenower Bauamt zuständig für das Sachgebiet Stadtentwicklung, acht rund 500 Quadratmeter große Grundstücke geplant. Und auch der kleine Parkplatz an der Jederitzer Straße/Ecke Baderstraße ist für eine Bebauung vorgesehen.

Stadt Rathenow möchte einheitliches, harmonisches Bild

Weil es sich um ein Gelände mit Geschichte handelt, können künftige Bauherren nicht errichten, was sie wollen. „Wir wollen uns an den historischen Strukturen und Grundrissen orientieren und diese auf moderne Art und Weise zitieren“, so Hubald. Deshalb seien die meisten Grundstücke für die Bebauung mit Einfamilienhäusern reserviert. Ein dreigeschossiger Block etwa werde dort nicht errichtet werden können. Auch bei der Gestaltung lege man seitens der Stadt Wert auf ein einheitliches, harmonisches Bild. Satteldächer mit festgelegter Dachneigung sind Pflicht, die Häuserfronten sollen auf einer Linie nahe der Straße stehen, Keller werden aus archäologischen Gründen nicht erlaubt. „Aber trotz dieser Vorgaben bleibt den Bauherren noch jede Menge gestalterischer Spielraum“, sagt Hubald. Keinesfalls müsse ein Haus aussehen wie das andere.

Um zu verhindern, dass Grundstücke erworben, dann aber nicht angefasst werden, ist der Grundstücksverkauf mit einer Bauverpflichtung gekoppelt. Ist zwei Jahren nach dem Kauf kein Bauwille erkennbar, kann die Stadt den Kaufvertrag rückabwickeln.

Jens Hubald ist zuversichtlich, dass sich Käufer für die Grundstücke zu finden. Es habe schon Anfragen gegeben. Und die Vorteile dieser Lage seien nicht von der Hand zu weisen: Das Gebiet sei nah am Zentrum und gleichzeitig ruhig gelegen. Der idyllische Stadtkanal fließe fast an der Haustür vorbei. Es sei auf nahezu jedem Grundstück Platz vorhanden für eine Garage am Haus und einen kleinen Garten. Und schließlich werde die Stadt sich bemühen, das Bauland zu einem erschwinglichen Preis zu veräußern.

Von Markus Kniebeler

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