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Brala: Ein ganzes Dorf gegen das Riesenrad

Paaren im Glien Brala: Ein ganzes Dorf gegen das Riesenrad

32 drehbare Gondeln stark und 50 Meter hoch ist das Riesenrad von Schausteller Frank Domke, der bereits im 2. Jahr mit seiner Attraktion auf der Brala im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien vertreten sein wird. 192 Plätze gilt es zu füllen, dann ist das Riesenrad komplett belegt. Dies zu schaffen hat sich die Paarener Dorfgemeinschaft zum Ziel gesetzt.

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Mit einer Höhe von 50 Metern, 32 Gondeln und 192 Plätzen steht das Riesenrad auch in diesem Jahr wieder auf der Brala.
 

Quelle: Schaustellerbetrieb

Paaren im Glien.  32 drehbare Gondeln stark und 50 Meter hoch ist das Riesenrad von Schausteller Frank Domke, der bereits im zweiten Jahr mit seiner Attraktion auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (Brala), die vom 25. bis 28. Mai im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien stattfindet, vertreten sein wird. 192 Plätze gilt es zu füllen, dann ist das Riesenrad komplett belegt.

Dies zu schaffen hat sich Paarens Ortsvorsteher André Barkowski (SPD) nun zum Ziel gesetzt. „Auf der Brala im letzten Jahr kam ich im Laufe des Ausstellerabends mit Frank Domke ins Gespräch. Die Idee zu einer Wette entstand.“, so Barkowski.

Paarens Ortsvorsteher André Barkowski und MAFZ-Geschäftsführer Steffen Krebs

Paarens Ortsvorsteher André Barkowski und MAFZ-Geschäftsführer Steffen Krebs.

Quelle: Laura Sander

192 Paarener müssten am Vorabend der Brala, also am 24. Mai um 18 Uhr, auf dem Fußballplatz der Sportgemeinschaft (SG) Paaren zusammenkommen. Gemeinsam geht es dann auf das angrenzende MAFZ-Gelände, wo ihnen eine Freifahrt auf dem Riesenrad winkt. „Sollten mehr Leute zusammenkommen, wird es natürlich auch eine zweite Runde geben. Das ist wohl kein Problem“, so Barkowski.

Ein Verbindungsstück

Vorab können die Nachbarn des Erlebnisparks somit die Landwirtschaftsausstellung von oben bestaunen. „Wir schaffen eine Verbindung zwischen der Brala und Dorf – die steht klar im Vordergrund der ganzen Veranstaltung“, sagt MAFZ-Geschäftsführer Steffen Krebs. „Selbst, wenn einige Paarener die Landwirtschaftsausstellung nicht besuchen sollten, haben wir wenigstens durch diese gemeinsame Aktion ein Verbindungsstück geschaffen“, so Krebs weiter.

Finanzielle Unterstützung

Kann das Dorf die Wette für sich entscheiden, gibt es für die Paarener Vereine eine finanzielle Unterstützung vom Schausteller. Kommen nicht genug Leute zusammen, gibt es die finanzielle Unterstützung trotzdem, allerdings aus den eigenen Reihen. „No risk, no fun – wenn wir verlieren, übernehme ich die Unterstützung und zahle sie aus eigener Tasche“, sagt der Ortsvorsteher. Bei aktuell 660 Einwohnern dürfte es für den Schönwalder Ortsteil jedoch kein Problem sein, die Wette locker für sich zu entscheiden. „Und überhapt, wer ist denn eigentlich Paarener?

Zählen nicht auch diejenigen zur Dorfgemeinschaft, die über Jahre hinweg im Dorf aktiv sind, zum Beispiel in den Vereinen oder bei den Freunden des MAFZ, auch wenn sie nicht hier wohnen?“, wirft André Barkowski mit einem Schmunzeln in den Raum. „Alle, die mit dem Ort verbunden sind, gehören für mich an diesem Abend dazu. Egal, ob jung oder alt, das Riesenrad ist für jede Altersklasse ein Highlight“, so der Ortsvorsteher.

„Wir hatten auf der Brala schon Hubschrauber oder Hebebühnen – nicht unbedingt jedermanns Sache. In den Gondeln des Riesenrads fühlt man sich sicher – es ist auf jeden Fall die beste Option“, so Barkowski weiter.

50 Meter hoch

Die beste Option mit einer ordentlichen Höhe. „Eine Gondelhöhe von 50 Metern hat nicht einmal das Riesenrad auf dem Baumblütenfest in Werder. Brala-Besucher haben von hier den optimalen Überblick über das MAFZ-Gelände, das Dorf und noch viel weiter“, sagt Steffen Krebs, der den Wettabend mit einem Fass Bier unterstützt. „Nach der Riesenrad-Aktion gibt es auf dem Sportplatz noch eine kleine Feier mit Essen und Getränken, um die sich die Vereine kümmern. Um 22 Uhr ist aber auch Feierabend – schließlich steht am nächsten Tag die Brala-Eröffnung an“, so Barkowski.

Die startet am Donnerstag um 9 Uhr mit einem Warm-Up der Traktoren im großen Ring, bevor die Landwirtschaftsausstellung nach dem Himmelfahrtsfrühshoppen um 11 Uhr mit der Ehrung des verdienten Züchters und der Krönung der Brandenburger Milchkönigin offiziell eröffnet wird.

Brala-Rasse 2017 – die Skudde

Ursprünglich in Ostpreußen und dem Baltikum beheimatet, gehört die diesjährige Brala-Rasse, die Skudde, zum Formenkreis der mischwolligen, kurzschwänzigen nordischen Heideschafe.

Die Skudde steht auf der Liste der bedrohten Nutztierrassen und ihre Zucht wird in Brandenburg im Rahmen der „Erhaltung tiergenetischer Ressourcen“ vom Landwirtschaftsministerium gefördert.

Skudden sind die kleinste deutsche Schafsrasse mit nur 50 bis 60 Zentimetern Widerristhöhe. Die Tiere sind lebhaft, haben ein ausgeprägtes Herdenverhalten und gute Muttereigenschaften.

Weitere Höhepunkte der Brala sind unter anderem das große Schaumelken, die Skuddenschau und der Zaunbauwettbewerb des Schafzuchtverbands. Das gesamte Programm im Überblick gibt es
  hier
 .

Von Laura Sander

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