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Havelland Brand in Reycling-Lagerhalle lodert wieder auf
Lokales Havelland Brand in Reycling-Lagerhalle lodert wieder auf
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19:38 27.05.2015
Die Feuerwehren waren in Premnitz bis tief in die Nacht im Einsatz. Quelle: J. Stähle
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Premnitz

Am Abend des Pfingstsamstags brach in der seit Jahren leer stehenden Premnitzer Kita „Kinderstadt“ ein Brand aus, der sich zum Großfeuer auswuchs. 53 Feuerwehrleute mit zwölf Fahrzeugen waren im Einsatz. Am Dienstag nach Pfingsten kam es zum Brand in einer 60 mal 120 Meter großen Lagerhalle der Relux Recycling GmbH im Industriepark. 200 Feuerwehrleute mit 36 Fahrzeugen rückten an. Wie von Jana Birnbaum, Pressesprecherin der Polizeidirektion West, zu erfahren war, sieht man dort zwischen den beiden Bränden aber keinen Zusammenhang.

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In Premnitz (Havelland) ist aus ungeklärter Ursache am Dienstag eine Lagerhalle in Brand geraten. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten Anwohner einer benachbarten Wohnsiedlung ihre Fenster geschlossen halten.

Brandursache in Lagerhalle unklar - bei der Kita gibt es erste Hinweise

Der Brand in der Lagerhalle sei in der Nacht zum Mittwoch gegen 3.15 Uhr noch einmal aufgeflammt, teilte sie am Mittwoch mit. Bis gegen 7 Uhr habe es einen erneuten Löscheinsatz gegeben. Es gebe den Verdacht, dass fahrlässige Brandstiftung oder ein technischer Defekt die Ursache sei. Es gebe keine Hinweise auf Einwirkung von außerhalb.

Anders bei der Kita. Hier gehe man von fahrlässiger Brandstiftung aus, sagte Jana Birnbaum. Befragungen im Umfeld hätten ergeben, dass leere Räume dort von mehreren Kinder- und Jugendgruppen frequentiert worden seien. Es habe einen kleinen Partyraum gegeben. Als mögliche Brandursache werde unsachgemäßer Umgang mit einer offenen Flamme angesehen. In beiden Fällen sind die Ermittlungen aber noch nicht abgeschlossen.

Die gesamte Anlage sei gesperrt, sagt Frank Spiwek, Betriebsleiter der Relux GmbH. Der Betrieb sei stillgelegt und der Strom abgeschaltet, deshalb könne er keine Angaben zur möglichen Brandursache oder der Schadenshöhe machen. Weil die Relux Recycling GmbH mit mehreren Firmen eng zusammen arbeite, sei man bemüht, schnellstmöglich eine Lösung zu finden.

Enge Verbindungen

Die Relux Recycling GmbH arbeitet relativ eng zusammen mit drei weiteren Firmen in ihrem Umfeld, weil alle vier zusammen im Jahr 2004 unterschiedliche Teile des insolventen Teppichrecyclingwerks „Polyamid 2000“ übernahmen.
Verbindungen gibt es mit der EEW Energy from Waste GmbH, der Vogt-Plastic GmbH und der Domo Engineering Plastics GmbH.
Alle Betriebsabläufe der Relux GmbH sind gegenwärtig stillgelegt.

„Es trifft uns empfindlich“, hat Johannes Wolf, Betriebsleiter der Vogt-Plastic GmbH, mitgeteilt. Es gebe einen Verbund mit der Relux GmbH. Könne dieses Unternehmen das Rohmaterial nicht aufbereiten und einbringen, dann stehe auch Vogt-Plastic still. Dort werde mit sehr viel Druck an einer Ersatzlösung gearbeitet.

Der Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta hat im Bezug auf die einstige Kita darauf hingewiesen, dass er dort den Kreisverband des Diakonischen Werks als Grundstückseigentümer in der Verantwortung sieht. Vor Jahren habe der Verband die Immobilie erworben, doch sein angekündigtes Konzept nicht umgesetzt. Der Zaun sei defekt und Pflanzenaufwuchs so hoch, dass nicht zu sehen sei, was auf dem Gelände vorgehe. Es habe dazu Anfragen der Stadtverordneten gegeben und Vertreter der Stadt hätten mehrfach mit dem Grundstückseigentümer gesprochen.

Das Diakonische Werk hatte vor Jahren angekündigt, die Kita zu einer Altenpflegeeinrichtung umzubauen. Dessen Geschäftsführer war am Mittwoch nicht zu erreichen.

Von Bernd Geske

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