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Havelsinfonie: Unser Fluss wird jetzt vertont

Brandenburger Filmkomponist bringt zur Buga die Havel auf die Bühne Havelsinfonie: Unser Fluss wird jetzt vertont

Die Idee von Thomas Omilian, die Havel in Form einer Sinfonie zu vertonen wird Wirklichkeit. Im nächsten Jahr, pünktlich zur Buga, findet die Uraufführung statt. Dass die Idee des ehemaligen Produzenten und jetzigen Geschäftsführers von MiK Consulting nun umgesetzt werden kann, daran hat vor allem auch der Rotary Club Havelland seinen Anteil.

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Idyllisch: Die Mittlere Havel in der Nähe von Ketzin.

Quelle: K. Radon

Rathenow. Drei Jahre musste Thomas Omilian auf diesen Tag warten. Seit Donnerstag ist es nun endlich amtlich: Seine Idee, die Havel in Form einer Sinfonie zu vertonen wird Wirklichkeit. Im nächsten Jahr, pünktlich zur Buga, findet bereits die Uraufführung statt. Dass die Idee des ehemaligen Produzenten und jetzigen Geschäftsführers von MiK Consulting nun umgesetzt werden kann, daran hat vor allem auch der Rotary Club Havelland seinen Anteil. „Wir hatten schon verschiedene Ideen wie wir uns in die Buga einbringen können, ließen uns dann aber von der Idee einer Havelsinfonie anstecken“, erklärte gestern Rotary-Präsident Christoph Hille. Mit 10000Euro wollen die Rotarier das Vorhaben unterstützen. Zudem stellten sie einen Antrag auf Förderung beim Kultusministerium des Landes Brandenburg. Dort traf die Idee einer Sinfonie von der Region für die Region ebenfalls auf Gegenliebe. Am Mittwoch traf der ersehnte Bewilligungsbescheid ein: 15000Euro will das Land für die Umsetzung des Projekts beisteuern.

 Damit konnte das Werk am Donnerstag offiziell in Auftrag gegeben werden.

Und welcher Ort eignet sich dafür besser als das Ufer jenes Flusses der nun vertont werden soll? Treffpunkt Havelrestaurant Schwedendamm, hier trafen sich der Ideengeber, die Unterstützer und jener junge Mann, in dessen Händen nun die Havel liegt. Marian Lux, ein Brandenburger Junge, geboren in Bad Freienwalde. Der erfolgreiche Filmkomponist schrieb bereits Musik für verschiedene Fernsehserien und Märchenfilme, seine Sinfonie „Dreamwalks“ wurde im Konzerthaus Berlin, im Opernhaus Graz und in Litauen gespielt. Nun will er den Verlauf der Havel und ihre Geschichte in einem Werk verarbeiten, in dem sich der vielschichtige Charakter des Flusses widerspiegelt – zeitgemäß, aber klassisch komponiert.

Rotary und die BUGA

Der Rechtsanwalt Paul Harris gründete im Februar 1905 den ersten Rotary Club in Chicago. Das erste Ziel war, dass sich Mitglieder aus verschiedenen Berufsständen für ein hervorgehobenes Berufsethos einsetzen sollten.
Inzwischen gibt es weltweit über 1,2 Millionen Mitglieder in 34 000 Clubs. In Deutschland waren zu Anfang August insgesamt 53246 Mitglieder in 1034 Clubs organisiert.
Rotarier engagieren sich weltweit und vor Ort für soziale und kulturelle Projekte. So ist das finanzielle Engagement zur Bekämpfung von Polio ebenso zu nennen, wie das Projekt „Gesunde Kids“ der Berliner Rotarier.
In Rathenow wurde der RC Havelland im Jahr 1996 gegründet. Seitdem hat er zahlreiche Ideen und Sozialeinrichtungen unterstützt.
Zur Bundesgartenschau engagieren sich Rotary Clubs in der Region für Projekte, die für die Gartenschau konzipiert wurden. Der RC Brandenburg/Havel hat bei dem Künstler Knuth Seim eine Undine-Skulptur in Auftrag gegeben. In Rathenow soll eine Havel-Sinfonie aufgeführt werden.
Die Mitglieder des RC Havelland treffen sich einmal in der Woche.

Von Fürstenberg im Norden Brandenburgs über Potsdam, die Stadt Brandenburg und Rathenow bis nach Havelberg in Sachsen-Anhalt – die gesamte Region soll sich in dem Stück wiederfinden. Deshalb hält Kulturstaatssekretär Martin Gorholt die Havelsinfonie für eine tolle Idee auch jenseits der Buga. Er traf am Donnerstag zum ersten Mal auf den 31-jährigen Komponisten und gab ihm bei dieser Gelegenheit ein Geschenk mit auf den Weg, dass den Musiker inspirieren dürfte. Das Buch „Die Havel“ von Olaf Thiede, druckfrisch. Als weitere Inspirationsquelle soll dem Komponisten eine Bootstour auf der Havel dienen. „So hat es ja schon Smetana gemacht als er die Moldau schrieb“, stellte Lux fest. Konzeptionell wird ihm Thomas Omilian zur Seite stehen. Zudem hat Lux das Filmorchester Babelsberg im Rücken. Mit ihm wird er das Stück erarbeiten und auf dem Landgut A. Borsig in Groß Behnitz uraufführen. Anschließend ist eine weitere Aufführung im Optikpark mit den Brandenburger Symphonikern geplant. Natürlich wünschen sich alle Beteiligten weitere Aufführungen. Wenn es ein Ohrwurm wird – und das wird es laut Marian Lux – sollte dem nichts im Wege stehen. Zumal der Komponist das Werk so umsetzen möchte, dass es mit einer normalen Orchesterbesetzung gespielt werden kann. Thomas Omilian, der weiterhin die Leitung des Projekts inne hat, sieht in der Havelsinfonie aber noch weit mehr als eine bloße Auftragsarbeit. Das Vorhaben soll die Region mit einbeziehen. Geplant ist eine Version, die auch von Musikschulen gespielt werden kann. Auch Chöre der Region werden beteiligt. Dazu soll bald ein Vorsingen stattfinden. Interessierte Chöre melden sich unter Tel. 033878/909795. Der großen Aufgabe sieht Marian Lux derweil gelassen entgegen: „Wenn überhaupt verspüre ich positiven Druck.“

Von Christin Schmidt

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