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Havelland Brandenburger erlebt Terror in Brüssel hautnah
Lokales Havelland Brandenburger erlebt Terror in Brüssel hautnah
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16:51 22.03.2016
Halvor Adrian aus Wustermark war zum Zeitpunkt des Anschlags in Brüssel unweit eines Tatorts. Quelle: Privat
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Wustermark/Brüssel

Der Wustermarker CDU-Vorsitzende Halvor Adrian, der als militärpolitischer Berater der Deutschen EU-Vertretung in Brüssel arbeitet, hat die Terroranschläge vom Dienstag miterleben müssen. Er sah, wie Opfer der Anschläge weggetragen wurden. Der Wustermarker geschockt zur MAZ: „In der U-Bahn-Station Malbeek hatte sich gegen 8.45 Uhr eine Explosion ereignet. Die liegt nur etwa 200 Meter von der Deutschen EU-Vertretung entfernt.“ Weiter schildert er: „Vor dem Ausgang der Metro-Station konnten wir wenige Minuten später erste geborgene Opfer der Anschlages liegen sehen“. Inzwischen sei die Umgebung weitflächig abgesperrt.“

Öffentliches Leben liegt lahm

Nach den Explosionen am Flughafen und in der Stadt sei der U-Bahn-, und Straßenbahnverkehr in Brüssel ein gestellt worden. Auch Busse würden nicht fahren, so Adrian. „Außerdem ist der Handybetrieb teilweise gestört oder eingeschränkt.“ Die Angehörigen der Deutschen EU-Vertretung und (am selben Ort) der Botschaft sind aufgefordert worden, das sichere Botschaftsgebäude zunächst nicht zu verlassen. Die Straßen sind mittlerweile voller Einsatzfahrzeuge, Hubschauber überfliegen im Minutentakt das EU-Viertel.“ Das öffentliche Leben liegt lahm. Alle Bürger wurden von der Polizei angewiesen, zuhause oder am Arbeitsplatz zu bleiben und weitere Entwicklungen abzuwarten, so Adrian weiter. Die Straßen seien wie leergefegt, so weit er das aus seinem Büro sehen könne. Zu sehen sind Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene.

Sitzungen abgesagt

„Die Arbeit in der Deutschen EU-Vertretung ist nur eingeschränkt möglich, alle Sitzungen im EU-Ratsgebäude sind mindestens für heute abgesagt worden, was bedeutet, dass die normale Gremienarbeit im Rat bis auf Botschafterebene nicht stattfinden kann.“

Ostern wollte der Sohn nach Brüssel kommen

Die aktuellen Geschehnisse wirken sich auch für Halvor Adrian und seine Familie aus. „Meine Frau und ich werden die Stadt Brüssel nach Möglichkeit meiden. Dies ist uns leichter möglich als anderen Deutschen, die hier in Brüssel arbeiten, weil wir in einem etwas weiter entfernten Vorort, Tervuren, leben und dort auch die täglichen Dinge erledigen können.“ In die EU-Vertretung werde er bis auf weiteres zur Arbeit nur noch mit dem Auto fahren, denn die Station, in der man die Metro verlassen müsse, um zum Botschaftsgebäude zu gelangen, ist genau jene, die Ziel des Bombenanschlages war. Ob der für Ostern geplante Besuch seines Sohnes in Brüssel tatsächlich stattfinden kann, sei noch offen.

Der Schrecken sitzt in den Gliedern

„Generell ist es etwas anderes, vom eigenen Arbeitsplatz zu sehen, wie Bombenopfer aus einer U-Bahn-Station getragen werden, als nur die Berichterstattung im Fernsehen zu verfolgen. Und einige Angehörige unserer Vertretung sind heute nur sehr knapp vor dem Anschlag per Metro zum Dienst gekommen. Bei denen sitzt der Schrecken natürlich noch mehr in den Gliedern. So weit ich weiß, ist allerdings aus Botschaft und EU-Vertretung niemand unter den Opfern“, so der Berufssoldat Halvor Adrian.

Von Jens Wegener

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