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Havelland Braucht das Westhavelland keine Interkulturelle Woche?
Lokales Havelland Braucht das Westhavelland keine Interkulturelle Woche?
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00:57 15.09.2014
Interkulturelle Woche 2012. Quelle: J. Wilisch
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Rathenow

Reicht es, gemeinsam zum Chinesen essen zu gehen oder Volleyball zu spielen, um Vorurteile zu überwinden? Kann ein mediterraner Kochkurs wirklich dazu beitragen, andere Kulturen kennen und verstehen zu lernen? Die bundesweite Interkulturelle Woche, die vom 11. bis 26. September auch wieder im Havelland stattfindet, will genau das erreichen: „Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“, so lautet das Motto in diesem Jahr.
„17 Veranstaltungen finden allein im Havelland statt“, wirbt der Landkreis, darunter Ausstellunsgeröffnungen und verschiedenste kulinarische Beiträge. Dass davon lediglich vier Veranstaltungen im Westhavelland geplant sind, erkennt, wer einen Blick auf das Programm wirft. Dabei leben in diesem Teil der Region immerhin rund 90 Prozent der rund 350 Asylsuchenden – wenn man denn Friesack zum Osthavelland zählen möchte, wo Ende August 58 Flüchtlinge untergebracht waren. Dazu kommen zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund, die ihre Wurzeln in der Türkei, in Bulgarien, in Polen, Russland, der Ukraine, in Kolumbien, Kenia oder Vietnam haben und nun im Havelland leben.

Die Interkulturelle Woche will unter anderem Berührungspunkte zwischen Einheimischen und ausländischen Mitbürgern schaffen, die sich fernab der Heimat, oft traumatisiert, ein neues Leben aufbauen müssen. Dass viele Einheimische mit den Neuankömmlingen fremdeln, gar Angst haben, ist kein Geheimnis. Das zeigen nicht zuletzt auch die Debatten um den Bau neuer Asylbewerberheime. Warum es trotz des offensichtlichen Redebedarfs so schwierig ist, ein Programm auf die Beine zu stellen, das tatsächlich zu einem Miteinander der Kulturen beiträgt, weiß vermutlich die Integrations- und Migrationsbeauftragte des Landkreises, Gabriele Steidl. Leider konnte sie die vielen Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, nicht beantworten. Gabriele Steidl war gestern nicht zu erreichen. Ein Termin der Interkulturellen Woche dürfte nicht im Wege gestanden haben. Der fand erst um 19 Uhr in Falkensee statt.
Morgen wird die Interkulturelle Woche in Rathenow eröffnet. Der Familiensonntag, den die Organisatoren der Ausstellung „Kinder der halben Sonnen – Kinder der Welt“ auf dem Märkischen Platz ausrichten, soll den passenden Rahmen bieten. Schließlich wirken an dem Fest Menschen aus verschiedensten Ländern mit. Immerhin kann die Interkulturelle Woche im Havelland Dank der Halben-Sonnen-Mitstreiter seit langem wieder einmal in Rathenow eröffnet werden.

Dafür müssen die Bürger auf den Tag der Demokraten verzichten, der üblicherweise im Rahmen der Interkulturellen Woche stattfand. „Die Kräfte sind nicht grenzenlos. Für das nächste Jahr müssen wir neue Organisatoren finden“, erklärte Rathenows Stadtsprecher Jörg Zietemann. Mitglieder des Rathenower Aktionsbündnisses, die sich in den Jahren zuvor um die Organisation bemühten, entschieden sich die Kräfte für die Organisation des Familiensonntags zu bündeln. Auch dabei gehe es um Toleranz und Demokratie. Zudem seien die Parteien so kurz vor der Wahl ohnehin viel unterwegs. Stimmt. Erst Donnerstag fuhr die NPD mit Megaphon durch die Stadt.

Von Christin Schmidt

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