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Havelland Bredower Stutenmilch für ein besseres Leben
Lokales Havelland Bredower Stutenmilch für ein besseres Leben
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06:45 11.05.2016
Elvira Hagen inmitten ihrer russischen Laststuten. Quelle: Danilo Hafer
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Bredow

Dort, wo noch bis vor 20 Jahren nichts als weite Felder die Landschaft säumten, befindet sich heute die Stutenmilchfarm „Grüne Oase“. Eine idyllische Allee aus unzähligen Birken führt zu dem landwirtschaftlichen Betrieb am Rande von Bredow. „Als wir 1996 hier angefangen haben zu bauen, gab es nur ein abgeerntetes Roggenfeld, mehr nicht“, sagt Elvira Hagen. Für sie und ihren Lebensgefährten war dies der ideale Platz, um einen Ort zu schaffen, an dem sie Menschen auf dem Weg zu einem „gesunden und erfüllten Leben“ begleiten können. Die Heilpraktikerin setzt dabei ganz auf die Kraft der Stutenmilch. „Es ist ein hochwertiges Lebensmittel, das in der Prävention, bei schwierigen Lebenssituationen und für die innere Schönheit verwendet werden kann“, erklärt sie.

Russische Tradition

Die Tradition, die Milch von Pferdestuten zu verwenden, komme ursprünglich aus Russland. Auch ihre eigenen Pferde stammen von dort. „Das ist eine spezielle Rasse russischer Lastpferde, die dort auf einer Farm mit angeschlossenem Sanatorium aufgewachsen sind“, erklärt sie. 1997 holte sie die Tiere nach Bredow.

Entspannung steht auf der Stutenmilchfarm an erster Stelle. Quelle: Hafer

21 Pferde leben derzeit in der „Grünen Oase“. Wenn die Stuten Milch führen, können sie zweimal am Tag gemolken werden, erklärt Elvira Hagen. Die gewonnene Milch wird entweder schockgefroren oder gefriertrocknet und zu einem hochwertigen Pulver verarbeitet. Darüber hinaus bietet Elvira Hagen auch Naturkosmetik aus Stutenmilch an. An einem Tag produzieren die Pferde rund 20 Liter Milch. Allerdings werden davon nur knapp 10 Prozent für die Menschen verwendet. „Der Hauptteil ist natürlich für die Fohlen“, sagt sie. „Nur dort, wo ein Tier auch Tier sein darf, kann es auch gesunde Produkte für uns Menschen liefern“, lautet die Firmenphilosophie der Stutenmilchfarm. Daher werden auch die Tiere naturheilkundlich betreut und beispielsweise nicht geimpft. Einen Bezug zu Pferden hatte Elvira Hagen schon als Jugendliche, erzählt sie. Seither sind sie ihr täglicher Begleiter. „Wenn man einmal infiziert ist, bleibt man den Pferden treu.“

Tiere mit ganz besonderen Eigenschaften

Im Laufe der Jahre habe Elvira Hagen so auch gemerkt, dass nicht nur die Milch, sondern auch die Pferde selbst ganz besondere Eigenschaften haben. Seit gut 10 Jahren bietet sie daher auch therapeutische Arbeit mit den Pferden an. „Die Arbeit mit den speziell ausgebildeten Kaltbluthengsten ähnelt der Delfintherapie und ist in Deutschland ein einmaliges Projekt“, sagt die Heilpraktikerin. Mit der Delfintherapie wird Patienten geholfen, die Schwierigkeiten haben, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Auch dank Elvira Hagens Tiere konnten sich schon viele ihrer Patienten besser öffnen. „Pferde sind extrem soziale Wesen mit hoch spezialisierten Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen“, erklärt Elvira Hagen. Dadurch könnten sie bei ihrem Gegenüber und in der Umgebung sofort emotionale Spannungsfelder wahrnehmen und sich entsprechend darauf einstellen. „Pferde sind für mich optimale Co-Therapeuten.“

Bevor Elvira Hagen zusammen mit ihrem Lebensgefährten die Stutenmilchfarm in Bredow aufbaute, arbeitete sie in Berlin. Parallel dazu machte sie eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und eröffnete im Jahr 2000 ihre Heilpraktikerpraxis. „Das war auch die Zeit, in der wir mit der Direktvermarktung unserer Produkte begannen“, erklärt sie.

Ständig neue Angebote

Ihre Angebote entwickelt Elvira Hagen ständig weiter. Seit neuestem bietet sie gestressten Mitmenschen ein Entspannungsseminar an. „Meine Patienten selbst haben mich darauf angesprochen und dann habe ich ein Konzept entwickelt“, sagt sie. Im Wesentlichen gehe es darum, einfach mal wieder die Seele baumeln zu lassen und zur Ruhe zu kommen. Vielfältige Anwendungen sollen dafür sorgen, dass die Patienten „Stück für Stück die Sonnenseite des Lebens wieder entdecken“.

Wenn Elvira Hagen selbst auch einmal Ruhe braucht, um über ihre Arbeit und das, was sie in den vergangenen 20 Jahren geschaffen hat, nachzudenken, geht sie an einen ihrer Lieblingsplätze auf der Stutenmilchfarm. Zu denen gehört auch die Hängematte.

Von Danilo Hafer

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