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Brieselang: Auszeichnung von Ehrenamtlichen

Bürgerempfang Brieselang: Auszeichnung von Ehrenamtlichen

Bürgerempfang statt Neujahrsgelage. In Brieselang seit 2004 Tradition. So wurden in den letzten zwölf Jahren schon 85 ehrenamtlich Engagierte ausgezeichnet. Am Freitagabend kamen viele weitere hinzu.

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Wilhelm Garn dankt Yvonne Mumm (l.) von der Bibliothek der Grundschule in Zeestow.

Quelle: Gawande

Brieselang. „Wir müssen das Ehrenamt stärker in den Mittelpunkt rücken“, erklärte Sabine Cory, Vorsitzende der Gemeindevertretung, während des Bürgerempfanges in der Brieselanger Robinsonschule am Freitagabend.

Seit zwölf Jahren wird dieser Gedanke in der Gemeinde durch den Wechsel von einem opulenten Neujahrsempfang zum Bürgerempfang auch formal gelebt. Insgesamt wurden seit 2004 schon 85 Organisationen und Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. „Bürger der Gemeinde schlagen die zu Ehrenden vor“, verdeutlichte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) das Prozedere. Auf dem Bürgerempfang, zu dem Mitglieder der Vereine, Organisationen und sonstigen Einrichtungen sowie Gemeindevertreter eingeladen werden, kommen die Geehrten dann in den Genuss einer öffentlichen Würdigung.

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Bürgerempfang statt Neujahrsgelage. In Brieselang seit 2004 Tradition. So wurden in den letzten zwölf Jahren schon 85 ehrenamtlich Engagierte ausgezeichnet. 2016 kamen viele weitere hinzu.

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Das ist aber nicht jedem ganz so recht. Wie Margit Glander, die seit 14 Jahren im Förderverein der Bibliothek aktiv ist. „Nie wollte sie in der ersten Reihe stehen“, so Sabine Cory in ihrer Laudatio. Am Freitag stand sie es. Sie sei eben „die Seele des Ganzen und halte den Verein im Schwung“. Dafür gebühre ihr Anerkennung, die die sympathische, aber zurückhaltende Frau von Bürgermeister und Gemeindevertretung entgegen nahm. Zusätzlich gab es vom scheidenden Landrat Burkhard Schröder Blumen.

Insgesamt 18 Sträuße durfte Schröder an diesem Abend überreichen. 16 Einzelpersonen, die sich in der Politik, der Feuerwehr, bei der Betreuung von Demenzkranken und Flüchtlingen, in der Seniorenarbeit oder im Sportverein engagieren, wurden geehrt. Auch der Weihnachtsmann des Ortes kam nicht zu kurz. Ebenso wie zwei Organisationen: die Brieslanger Tafel und die Willkommens AG Brieselang.

„Die Geehrten stehen als Beispiel für das gesellschaftliche Miteinander in unserer Gemeinschaft“, so Bürgermeister Wilhelm Garn. Sie seien Botschafter, ohne die es in der Gesellschaft sozial deutlich kälter wäre. Besonders stolz sei er darauf, dass den Flüchtlingen im Ort die Hand gereicht werde, so Garn. Unabhängig von politischen Entscheidungen. „Die Ehrenamtler fragen nicht lange, sondern packen einfach mit an.“ So vergaß auch Garn nicht, die Wirtschaft zu würdigen, „ohne die oft Ehrenamt nicht möglich wäre“. Einen besonderen Dank sprach der Bürgermeister dem Landrat, der Ende März in den Ruhestand gehen wird, aus. Schröder habe eine besondere Beziehung zu Brieselang, verriet Garn mit einem Schmunzeln. Es sei im Kreistag stets eine spannende, konfliktreiche Zeit mit vielen kontroversen Diskussionen gewesen. Hintergrund ist, dass Brieselang regelmäßig gegen die Kreisumlage protestiert habe. Schröder kommentierte trocken: „Brieselang war schwierig, aber kein gallisches Dorf.“ Und an Garn gerichtet: „Es ist gut, auch einmal zu streiten, alle Planungsinstrumente auszunutzen. Denn sogenannte Abnicker brauchen wir nicht.“Die Gemeinde sei ein wichtiger Wirtschaftsstandort, so Schröder, der stolz auf seine Entwicklung sein könne.

So wurde der Abend zu einem entspannten Miteinander, bei dem viele Gespräche geführt wurden. Für die musikalische Umrahmung sorgte Uta Krieg-Oehme, Frau des Schönwälder Bürgermeisters, mit Operettenmelodien sowie Zwo, die Wohnzimmerband mit arrangierten Coversongs. Ein Zeichen gegen rechte Gewalt setzte zudem Julian Wendt, der Nauener Rapper FourtyTwo, mit seinem Song „Ein großer Junge“, in dem er die jüngsten Geschehnisse in seiner Heimatstadt kommentierte.

Von Ulrike Gawande

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