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Havelland Die Brieselanger stehen auf Sebastian Fitzek
Lokales Havelland Die Brieselanger stehen auf Sebastian Fitzek
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12:44 27.02.2018
Auch für Kinder halten Anja Rodes (r.) und Mingo Heide in der Brieselanger Bibliothek ein breites Angebot bereit. Quelle: Andreas Kaatz
Brieselang

Als Alexandra Krüger vor ein paar Jahren nach Brieselang gezogen war, führte sie ihr Weg bald auch in die Gemeindebibliothek am Bahnhof. „Ich finde das toll und war sofort begeistert", sagt sie. Nach einer Pause will sie nun wieder öfter Bücher ausleihen.

Bei Bibliotheksleiterin Anja Rodes und ihrer Mitarbeiterin Mingo Heide sind sie und die anderen Nutzer an der richtigen Adresse. Die beiden Frauen halten den Bestand mit derzeit rund 11 540 Medien aktuell. „Wir haben hauptsächlich Bücher, aber auch Zeitschriften, DVDs, Spiele und Hörbücher“, sagt Anja Rodes.

250 Spiele stehen zur Auswahl

Gut gehen unter anderem Gesellschaftsspiele, vor allem die für Kinder. „Da wurde im vergangenen Jahr sehr viel ausgeliehen“, weiß Anja Rodes. Etwa 250 Spiele stehen zur Auswahl, darunter „Spinnengift und Krötenschleim“ oder „Lotti Karotti“.

„Ich finde Gesellschaftsspiele sehr schön, weil man sich dabei miteinander beschäftigt. Früher waren Spiele für den PC ebenfalls im Angebot, aber die haben wir nun gar nicht mehr“, sagt die Leiterin.

Auch wenn sie ein Fan des klassischen Buches ist, so kann sie mit dem zunehmenden Trend zu Hörbüchern gut leben. „Das ist Kopfkino, da wird die Fantasie angeregt.“ Ob es die „Drei Fragezeichen“ sind, „Liliane Susewind“ und „Penny Pepper“ für die Kinder oder aber „Ein Mann namens Ove“, „Die Nachtigall“ sowie „Marlene“ für die Erwachsenen.

Und wer leiht sich Hörbücher aus? „Beispielsweise kommt ein Brummi-Fahrer. Andere hören es beim Bügeln und Sporttreiben“, sagt Anja Rodes, die selbst auch gern mal Hörbücher nutzt.

Förderverein unterstützt die Bibliothek

Allein 1000 neue Bücher kamen im Vorjahr hinzu. Meist wurden sie mit Gemeindegeld selbst gekauft, aber es gab auch Geschenke und Spenden. So ist der Bibliotheksförderverein diesbezüglich sehr rege. Außerdem läuft die Aktion „Buchpaten gesucht“ erfolgreich.

„Das hatte ich mir mal irgendwann ausgedacht und mittlerweile sind auf diese Weise über die Jahre schon ein paar 100 Bücher zusammengekommen“, sagt Anja Rodes. Zuletzt wurde unter anderem für das Buch „Pip und Posy – Die kleine Pfütze“ ein Pate gesucht, der die Anschaffungskosten übernimmt und dafür im Buch mit seinem Namen verewigt wird.

Bei den Büchern für Erwachsene muss Anja Rodes nicht lange überlegen, was gefragt ist: „Fitzek, Fitzek, Fitzek. Das ist nach wie vor der Renner.“ Neben dem Thriller-Autoren stehen aber auch Krimis wie die von Dora Heldt oder Adler-Olsen ganz oben auf der Begehrlichkeitsliste.

Ebenso sind historische Themen bei den Brieselanger Lesern gefragt. Etwa 30 000 Entleihungen hat die Bibliothek im Vorjahr aufzuweisen.

Kinder lesen gerne

620 Leser sind derzeit registriert. Eine Zahl, die auf den ersten Blick nicht allzu hoch erscheint. „Häufig ist es so, dass die Frau die Bücher ausleiht, aber auch der Mann und die Kinder mitlesen“, weiß Anja Rodes aus Erfahrung. Es sind also deutlich mehr Leser, als es den Anschein hat.

Wobei bei den Kindern vor allem jene im Kita- und Grundschulalter zu ihren Kunden gehören. „Ab der Altersgruppe 15/16 Jahre entsteht ein Loch. Diese Leser kommen meist mit etwa 25 Jahren wieder.“

Wenn erst die Bibliothek im neuen Bürgerhaus sitzt, dann hofft Anja Rodes auf weitere Nutzer. „Ich freue mich schon auf den Umzug“, sagt sie. Somit könnten ab diesem Jahr wieder Veranstaltungen mit Kita- und Schulgruppen stattfinden. Dann hofft Anja Rodes auch auf mehr Ausleihen.

Die Zahlen im Kinderbereich waren nämlich zuletzt zurückgegangen, nachdem aus Brandschutzgründen keine Lesungen in den Bibliotheksräumen mehr möglich waren. Eventuell kommen künftig zudem mehr ältere Leser, die derzeit den Weg in die zweite Etage scheuen. Im neuen Haus wird es einen Fahrstuhl geben.

Gemeinde gibt rund 100 000 Euro aus

Wie Brieselangs Fachbereichsleiter Thomas Lessing sagt, „haben wir den Wunsch, dass der Umzug noch vor dem Sommer erfolgt“. Auf jeden Fall werde es noch vor Fertigstellung der Kita geschehen, die gleich nebenan entsteht. Derzeit sei man dabei, neue Möbel für die Bibliothek zu beschaffen, einiges werde zudem mitgenommen.

Wie er sagt, gebe die Gemeinde jährlich rund 100 000 Euro für die Einrichtung aus. Davon sind etwa zwei Drittel Personalkosten und der Rest Sach- und Betriebskosten.

Von Andreas Kaatz

Seit 1993 betreibt Wolfgang Gregor in der Landiner Steinstraße eine Kunstgießerei. Wenn er dazu kommt, wird er selber kreativ. Aber hauptsächlich fertigt er Arbeiten für Künstler, Schlösser, Herrenhäuser und Museen. Sogar eine päpstlichen Auftrag hat er schon erledigt.

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