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Havelland Gemeinde will Lärm reduzieren
Lokales Havelland Gemeinde will Lärm reduzieren
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17:36 21.02.2018
Die Autobahn ist für viele Brieselanger eine ständige Lärmquelle. Quelle: Tanja M. Marotzke
Brieselang

Täglich müssen viele Brieselanger mit Verkehrslärm leben. Egal, ob es die ständigen Geräusche von der Autobahn sind oder aber der Krach der durchfahrenden Züge. Wie groß das Problem ist, geht auch aus den Bürgerstellungnahmen zum Lärmaktionsplan (LAP) hervor, der im März von den Gemeindevertretern beschlossen werden soll.

„Wir hatten eine rege Bürgerbeteiligung“, sagte Stephanie Scheffler von der Ingenieurgesellschaft Hoffmann-Leichter jetzt im Gemeindeentwicklungsausschuss. Allerdings betrafen viele Hinweise den Plan gar nicht oder waren schon umgesetzt. Denn in erster Linie behandelt der LAP (Stufe 2 ) verkehrsreiche Trassen. Das sind jene mit mehr als 8200 Fahrzeugen pro Tag oder Bahnstrecken mit mehr als 82 Zügen in 24 Stunden. Betrachtet wurden demnach die Autobahn 10, die L 201 und die Bahnstrecke, aber auch die L 202 und die L 161.

Tempokontrollen gefordert

„Die Hinweise der Bürger werden ernst genommen“, versicherte Stephanie Scheffler. Es soll geprüft werden, ob die Sorgen in der dritten Stufe des Lärmaktionsplanes mit einfließen könnten. Dies betrifft beispielsweise die Bredower Allee, Kienhorst, Fichtestraße oder Barlachstraße – alles Strecken, bei denen die Verkehrsbelastung für den aktuellen Lärmaktionsplan zu gering ist. „Eine Hauptforderung der Bürger war auch, dass Geschwindigkeitskontrollen in den Straßen des Gemeindegebietes durchgeführt werden wollen. Aber daraus lassen sich keine Maßnahmen für den Lärmaktionsplan ableiten“, so die Expertin.

Bei den Maßnahmen, die sich ableiten lassen, sind die Einflussmöglichkeiten der Gemeindevertretern jedoch größtenteils gering. Denn der LAP empfiehlt, dass auf der Autobahn im Bereich Brieselang ein lärmarmer Fahrbahnbelag aufgebracht und dass nachts dort die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt wird. Zudem soll sich die Verwaltung bei der Bahn AG dafür einsetzen, dass weitere Lärmschutzwände entlang der Schienentrasse aufgestellt werden. Beides hatten auch die Bürger gefordert.

Autobahnbrücken werden erneuert

Im Zuge der Behördenbeteiligung wies der Landesbetrieb Straßenwesen darauf hin, dass in naher Zukunft drei Autobahnbrücken erneuert werden sollen in Vorbereitung des geplanten sechsstreifigen Ausbaus. Wobei es vorläufig bei vier Spuren wie bisher bleiben wird.„Nach derzeitigem Planungsstand besteht dafür jedoch aus Sicht des Landesbetriebes kein Anspruch auf lärmsenkende Maßnahmen“, sagt die Ingenieurin.

Brieselangs Bauamtsleiter Uwe Gramsch sagte zudem, dass es schon Projekte gibt, die angeschoben worden sind. Dazu gehöre auch die geplante Verlegung der L 202, so dass die Lärmbelastung der Bürger sich verringern werde.

Nach Ansicht von Michael Koch (CDU) sei es mit Blick auf die Autobahn derzeit „ein ganz dickes Brett“, lärmmindernde Maßnahmen bei der Erneuerung von Bestandsstrecken einzufordern. Allerdings könne es auch klappen – wie der erfolgreiche Bürgerprotest bei der geplanten Autobahnraststätte Priort gezeigt habe. „Dort sollte erst auf beiden Seiten eine Raststätte entstehen, jetzt wird sie nur auf der dem Dorf abgewandten Seite errichtet.“ Und der sachkundige Bürger Ingolf Gast glaubt, dass eine Chance besteht, nachts eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu erreichen. Denn dafür gebe es auf dem nördlichen Berliner Ring einen Präzedenzfall. Dort dürfen Pkw nur 100km/h und Lkw 60 km/h fahren.

Von Andreas Kaatz

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