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Brieselang feiert 90 Jahre Landgemeinde

Bürgermeister Wilhelm Garn über das Sommerfest am 4. Juli Brieselang feiert 90 Jahre Landgemeinde

Vor 90 Jahren wurde aus der damaligen Kreissiedlung die selbstständige Landgemeinde Brieselang. Das Jubiläum wird in diesem Jahr gefeiert. Die Gemeinde veranstaltet ein Sommerfest am Nymphensee und gibt eine Festbroschüre heraus.

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Probesitzen am Brieselanger Nymphensee: Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU).

Quelle: Andreas Kaatz

Brieselang. Aus der damaligen Kreissiedlung wurde 1925 die selbstständige Landgemeinde Brieselang. Damit kann der Ort dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen feiern.

MAZ: Herr Garn, was bedeutet das Jubiläum für den Ort und für die Einwohner?

Wilhelm Garn:   90 Jahre sind natürlich, wenn man den Vergleich zu anderen Kommunen zieht, ein bisschen wenig. Andere Orte in der Umgebung, wie auch Bredow mit seinen 800 Jahren seinerzeit, können da mit deutlich mehr Geschichte aufwarten. Jede  Feuerwehr ist älter als Brieselang, selbst die hiesige Wehr, und sogar die Oberschule wurde schon vorher gegründet.

Also doch kein so rechter Anlass zum Feiern?

Garn:   Das kann man so nicht sagen. Es ist natürlich ein guter Anlass, Brieselang den Brieselangern näher zu bringen, gerade auch den neuen Brieselangern, die nach der Wende hergezogen sind und nicht allzu viel von dem Ort wissen.

Wie wollen Sie sie erreichen?

Garn: Es gibt da mehrere Punkte. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird zweifellos das Sommerfest am 4. Juli am Nymphensee sein, das diesmal unter dem Motto 90 Jahre Brieselang steht. Die Leute sollen dort zusammenkommen, sich treffen und austauschen. Des Weiteren haben die beiden großen Parteien SPD und CDU zwei Veranstaltungen rund um das Datum geplant. Am 2. Juli werden im FBK (Frei Brandenburger Künstlerakademie) am Bahnhof die kürzlich gefundenen Protokolle des Brieselanger SPD-Ortsvereins aus den Jahren 1921 bis 1931 nunmehr in gedruckter Form präsentiert. Die Protokolle sind ein wichtiges Zeitdokument. Zudem führt die CDU am 5. Juli eine Rundfahrt durch Brieselang durch, die ich moderieren werde. Ich möchte dabei die Vielfalt Brieselangs zeigen.

Im August soll auch eine Festschrift erscheinen…

Garn:  Diese Broschüre legt den Fokus auf Momentaufnahmen aus der Gemeinde. Sie wird keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Wir mussten bei der Erarbeitung einen Spagat eingehen, der fast nicht zu machen ist. Von den knapp 11 500 Einwohnern sind geschätzt nur rund 2000 Brieselanger, die vor der Wende hier schon gewohnt haben. Die fühlen sich natürlich eher mit der Geschichte verbunden als einer, der erst seit Kurzem hier lebt. Den Neubrieselanger kann man mit 90 Jahren Brieselang nicht so recht hinterm dem Ofen hervor holen.  Er wird erst eine Beziehung zum Ort aufbauen, wenn er ein paar Jahre hier wohnt.

Welche Beziehung haben Sie zu Brieselang?

Garn: Brieselang ist für mich meine Heimat, obwohl ich ja auch zu den Neusiedlern gehöre.  Ich habe hier 1994 gebaut, zog am 6. November des Jahres hierher. Ich bereue es keine Minute und kann sagen: Ich bin stolz, Brandenburger und Brieselanger zu sein.

Warum findet das Sommerfest  diesmal am Brieselanger Nymphensee statt?

Garn: Das ist eine alte Idee. Es gab in den 90er-Jahren schon mal Feste am See, und wir haben schon immer damit geliebäugelt, das Sommerfest dort stattfinden zu lassen. Das ging aber aus verschiedenen Gründen  nicht. So fand das Fest früher auf dem Fichtesportplatz statt. Dann ging dies nicht mehr wegen des Kunstrasenplatzes und wir feierten am Bahnhof. Das war aber auch nicht so prickelnd. Seit letztem Jahr haben wir am See einen neuen Pächter und der fand die Idee super.

Sie aber offensichtlich auch…

Garn: Ja, man muss sich vorstellen, es ist wunderschönes Wetter, Sie gucken über den herrlichen Nymphensee und dabei spielt ein Sinfonieorchester. Die Hütte ist voll, die Leute freuen sich. Das ist doch eine herrliche Atmosphäre. Abends ist die Bühne erleuchtet, es gibt ein Konzert und  dazwischen eine Feuershow. Das Fest wird ein ganz anderes Flair als bisher bekommen.

Mit wie viel Leuten rechnen Sie?

Garn: Da haben wir keine Vorstellung. Der Wachschutz wird Einlasskontrollen machen, damit keine Getränke und keine Glasflaschen mit hereingenommen werden. Falls zu viele Leute auf dem Gelände sind, wird der Zugang geschlossen. Der Eintritt zum Fest wird aber kostenlos sein.

Was erwartet die Gäste?

Garn: Es wird einen  Programmmix geben. Wir beginnen mit Klassik, um 16 Uhr treten die Havelsymphoniker auf. Dann folgt Black Smith mit AC/DC-Musik um 18 Uhr und ab 21 Uhr ist Abba-Musik zu erleben. Ich gehe davon aus, dass dann sowohl jüngere als auch ältere Zuschauer dabei sind und hoffe, dass das Gelände richtig voll ist. Auf der zweiten Bühne werden  Brieselanger Vereine mit Vorführungen zu sehen sein.

Wie beteiligen sich die Brieselanger sonst?

Garn: Es gibt viele Vereine, die sich auf dem Markt der Möglichkeiten von 14 bis 18 Uhr präsentieren wie der Agora- und Sportvereine, zudem kommen die  katholische Kirche und die Parteien, auch Kunsthandwerker. Erstmals ist der Kleintierzüchterverein dabei und Leute, die sonst im Verborgenen sind, wie eine Fotografenfamilie. Auch wird der Künstlerhof das Projekt Nymphe am Kreisel vorstellen. Anmeldeschluss ist morgen.

Wird der Badebetrieb zum Fest gesperrt?

Garn: Der Badebetrieb läuft weiter. Zum abgetrennten Festgelände auf der westlichen Seite des Sees  gibt es einen gesonderten Zugang  über den Parkplatz am Kreisel.

Soll das Sommerfest auch künftig am See stattfinden?

Garn: Es wäre schön. Wir werden anschließend ein Fazit ziehen und danach entscheiden, ob das Fest zum einen weiter am See stattfindet, sowie zum anderen, ab nicht ein Dritter statt der Gemeinde das Fest veranstaltet. Denn es ist ein großer Aufwand. Das alles machen wir aber alles davon abhängig, was die Brieselanger sagen. Wir wollen dazu im August im Amtsblatt eine Umfrage durchführen.

Spiegeln sich die 90 Jahre Landgemeinde auch im Fest wieder?

Garn: Nein,  die 90 Jahre sind zu jung. Natürlich ist es wichtig, unsere Geschichte aufzuarbeiten und den Menschen nahzubringen, aber da haben wir nicht die Möglichkeiten wie andere Gemeinden. Wir haben kein Archiv. Unsere Ortschronisten sind zwar sehr fleißig und sammeln Material, aber wir sind noch nicht so weit. Ohnehin ist das Festgelände nicht so geeignet, um etwas zur Ortsgeschichte zu präsentieren. Vielleicht machen wir aber im Herbst eine Ausstellung im Gemeindesaal. Aber da ist derzeit überhaupt noch nichts spruchreif.

Von Andreas Kaatz

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