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Brieselang bekommt eine Gesamtschule

Schule im Havelland Brieselang bekommt eine Gesamtschule

27 Grundschulen, acht Oberschulen, fünf Gymnasien, zwei Gesamtschulen und fünf Förderschulen befinden sich im Havelland derzeit in öffentlicher Trägerschaft. Dabei soll es auch in den kommenden fünf Jahren bleiben. Die Schulen werden erhalten, perspektivisch kommen sogar noch einige hinzu.

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Die Kant-Gesamtschule in Falkensee ist sehr beliebt im Landkreis und bekommt nun Verstärkung.

Quelle: Archiv

Havelland. 27 Grundschulen, acht Oberschulen, fünf Gymnasien, zwei Gesamtschulen und fünf Förderschulen befinden sich im Havelland derzeit in öffentlicher Trägerschaft. Dabei soll es auch in den kommenden fünf Jahren bleiben. Die Schulen werden erhalten, perspektivisch kommen sogar noch einige hinzu. Denn aufgrund stetig steigender Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2021/22 muss vor allem auf dem Grundschulsektor in einigen Gemeinden nachjustiert werden. Das geht aus dem Entwurf des Schulentwicklungsplanes hervor, den der Landkreis jetzt vorgelegt hat.

Geburtenstarke Jahrgänge

„Die geburtenstarken Jahrgänge kommen ins schulfähige Alter. In Dallgow-Döberitz, Wustermark und Premnitz wird es in den nächsten Jahren für die Grundschüler knapp“, so Bildungsdezernentin Elke Nermerich (SPD). „Die drei Gemeinden haben die Engpässe jedoch bereits erkannt und erste Schritte eingeleitet“, sagte Nermerich weiter. Insgesamt 17 Prozent mehr Grundschüler gilt es bis zum Schuljahr 2021/22 kreisweit unterzubringen, sollten die Prognosen zutreffen. „Die Entwicklung ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Treffen die Zahlen zu, gehen einige Schulen an ihre Kapazitätsgrenzen, es wird jedoch zu schaffen sein“, so Nermerich. Anders sehe es aus, sollte es widererwartend zum explosionsartigen Zuzug kommen. „Dann könnte es eng werden. Wir haben die Kommunen allerdings im Vorfeld zu großen Bauvorhaben befragt – Projekte von solchem Ausmaß werden, so die Auskunft, im Planungszeitraum nicht fertiggestellt“, so Landrat Roger Lewandowski (CDU).

55 Prozent

Fest steht jedoch: Künftig könnten rund 55 Prozent aller Grundschüler im Havelland die Empfehlung fürs Abitur erhalten. „Das Angebot für die Sekundarstufe II könnte bei einer solchen Entwicklung im Osthavelland bereits 2021 ausgeschöpft sein“, so Bildungsdezernentin Elke Nermerich. Die Schaffung einer neuen Gesamtschule soll die Lösung sein. Die könnte, sollte sich die prognostizierte Entwicklung bestätigen, anstelle der Brieselanger Hans-Klakow-Oberschule entstehen. Die platzt aus allen Nähten und soll in den kommenden Jahren sowieso neu gebaut werden. „Bislang war die Schule dreizügig geplant. Der Landkreis würde nun eine Erweiterung mitfinanzieren, so dass eine Schule mit vier Zügen entstehen kann“, so Roger Lewandowski. Denn den Platz bräuchte man sowieso. „Wir werden die Entwicklung eng verfolgen und können so schnell reagieren. Die Treffergenauigkeit bei der letzten Schulentwicklungsplanung lag jedoch für den Grundschulbereich bei 99 Prozent und für die weiterführenden Schulen bei 95 Prozent“, sagte Elke Nermerich zuversichtlich. Die neue Gesamtschule könnte die beliebte Kant-Gesamtschule in Falkensee entlasten und Schüler aus Brieselang, Schönwalde-Glien, Dallgow-Döberitz und Falkensee anziehen.

Prognosen zur Entwicklung

Der Schulentwicklungsplan wird seit 1997 vom Landkreis zusammengestellt. Er erfasst den aktuellen Bestand und wagt eine Prognose über den künftigen Bedarf und die Schülerzahlen bis 2021/22.

8018 Grundschüler sollen um 17 Prozent auf rund 9400 Schüler (2021/22) anwachsen, Oberschüler gibt es im Landkreis derzeit 1930 (1890), 3550 Gymnasiasten (3560) und 1770 Gesamtschüler (1800).

Neben den drei Standorten des Oberstufenzentrums im Landkreis bleiben in den kommenden fünf Jahren auch die fünf Förderschulen bestehen. „Wir stehen zu unseren Förderschulen“, so der Landrat entschieden. Denn aller Inklusion zum Trotz, blieben viele Förderschüler im normalen Schulalltag auf der Strecke. „In der Grundschule werden sie oftmals nach dem gleichen Lehrplan unterrichtet, wie Schüler ohne Förderschwerpunkt. In den großen Klassen gehen sie unter“, sagte Lewandowski. Erst mit dem Übergang zur Oberschule würden die Defizite zu Tage treten – zu spät, wie der Landrat findet.

In den kommenden Wochen wird der Entwurf des Schulentwicklungsplanes den Kreisausschüssen vorgelegt. Der Plan ist nicht verbindlich, aber anhand der Daten kann in Abstimmung mit dem Land und den Gemeinden die Entwicklung der Schullandschaft gesteuert werden. Der Kreistag soll den Plan im Mai beschließen.

Von Laura Sander

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