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Brieselang Üppiges auf Leinwand und Teller
Lokales Havelland Brieselang Üppiges auf Leinwand und Teller
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19:22 16.09.2018
Bürgermeister Wolfgang Garn (r.) sprach zur Eröffnung im Künstlerhof. Quelle: Hans-Peter Theurich
Brieselang

An eine Orgie erinnert das „Parisurteil“ von Hermann Lüddecke. Das Ölgemälde zeigt eine seiner typischen Dickmadams, die sich auf dem Oberschenkel eines fetten Mannes räkelt. Der Falkenseer Maler nimmt damit teil an der Ausstellung des Brieselanger Künstlerhofes „Üppig – Üppig III“, die am Sonnabend eröffnet wurde. Jeweils sechs Künstler aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zeigen ihre Werke.

Zusammenarbeit mit Teterow

„Das Ausstellungsformat unter dem Motto Üppig – Üppig gibt es seit 2006. Alle sechs Jahre veranstalten wir eine solche Schau in Teterow in der Mecklenburgischen Schweiz. Die zweite und letzte Station der Wanderausstellung ist jedesmal der Märkische Künstlerhof“, sagte Silvia Henschel, Betreiberin der Galerie Teterow. „Wir vertreten große Künstler, darunter auch Feliks Büttner, der die Bordbemalung der Aida-Kreuzfahrtschiffe mit dem Kussmund gestaltet hat.“

Ein Lokalmatador ist Rainer Ehrt aus Kleinmachnow. Ein Gemälde von ihm zeigt auf einem Delfin stehende leicht bekleidete Damen mit einem feixenden Napoleon.

Grußwort vom Bürgermeister

Guido von Martens, selbst Künstler und in Personalunion Galerist des Künstlerhofes, konnte Brieselangs Bürgermeister für ein Grußwort gewinnen. Wilhelm Garn hielt erstmals eine Rede in der Galerie. Er konnte die Abstimmung über ein weiteres Kunstwerk von Guido von Martens für Brieselang ankündigen: Am 26. September fällt die Entscheidung, ob künftig eine Märchensäule vor dem Bürgerhaus stehen wird.

Affen-Engel an der Tür

Von einer früheren Schau stehen noch einige Skulpturen von Sergej Alexander Dott im Garten des Künstlerhofes, und seine Affen-Engel bewachen dessen Eingang. Neu hinzugekommen ist eine „Interpretation eines Gedichts“ mit einem lebensgroßen Wolf.

Nicht nur Malerei und Grafik werden geboten. Sabine Naumann und Günter Kaden aus Mecklenburg zeigen ein Sofa mit dem Titel „Einladung zum Rendezvous“ aus Glasfiber mit Acryl bemalt, sodass es als Gartenmöbel genutzt werden kann. Zwischen den goldenen Streifen ist ein Liebesbrief malerisch eingebettet an eine nicht näher genannte „Chere madame“.

Die kurzsichtige Prinzessin

Ebenfalls zu den dreidimensionalen Werken gehört das Keramik-Objekt von Friedemann Henschel, Ehemann der Teterower Galeristin, mit dem unhandlichen Titel „Die etwas kurzsichtige Mayaprinzessin Siebenhirschgeweihkrötenzunge handelt gewöhnlich weitsichtig“. Dahinter verbirgt sich eine Art menschlicher Wolpertinger, also ein Mischwesen zusammengesetzt aus mehreren Arten des Tierreiches.

Gelungene Vernissage

„Hunger macht böse, damit das nicht passiert, ist im Garten ein reiches Büfett aufgetischt“, sagte Gastgeberin und Künstlerin Renée Dressler von Martens. Die Künstler hatten Spezialitäten aus ihren Regionen mit gebracht. Vor allem ein üppiger, geräucherter Stör fand reißenden Absatz. Im Garten endete eine gelungene Vernissage.  

Die Ausstellung ist donnerstags von 14 bis 20 Uhr bis 8. November zu sehen im Märkischen Künstlerhof in Brieselang, Bahnstraße 13-14.

Von Judith Meisner

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