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Brieselang Regenwasser bleibt zu lange im Ort
Lokales Havelland Brieselang Regenwasser bleibt zu lange im Ort
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20:37 05.12.2018
An vielen Stellen im Brieselanger Gemeindegebiet stellen die Durchlässe ein Problem dar Quelle: Andreas Kaatz
Brieselang

Für Brieselangs ehrenamtlichen Grabenbeauftragten Marcel Höhne steht fest: „Wenn wir das Grabensystem nicht in den Zustand bekommen, dass das Wasser ablaufen kann, dann werden wir öfter Situationen haben wie im Jahr 2017.“ Das sagte er jetzt bei der Vorstellung des Grabenberichtes 2018 im Gemeindeentwicklungsausschuss. Vor einem Jahr stand das Wasser förmlich in der Gemeinde – vor allem nach den beiden Starkregen im Sommer. Sogar Pumpen mussten eingesetzt werden, um das Wasser abzuführen.

Wie Höhne sagt, müssten die Gräben künftig in einen Zustand versetzt werden, dass sie das Grundwasser senken können. „Erst das ermöglicht es, einen Puffer zu schaffen sowie die Kapazität für weiteres Regenwasser.“ Bestätigt darin, dass dies momentan noch nicht klappt, sieht er sich durch ein Gutachten zum B-Plan 103 A Sportplatz. Dort sei die Rede von einem „vorherrschend hohen Grundwasserstand“. Die Böden seien teils schon komplett gesättigt, so dass keine Versickerung von Regenwasser mehr möglich ist.

Entwässerung als System

Damit aber die Gräben ihre Aufgaben erfüllen können, ist nach Ansicht des Beauftragten neben einer bedarfsgerechten Mahd endlich eine Gesamtentwässerungskonzeption nötig. Statt getrennter Betrachtung von isolierten Projekten „müssen wir die Entwässerung als System betrachten“.

So soll mit Hilfe der Konzeption herausgefunden werden, wie die Ideallinie aussehen muss, damit das Wasser fließen und unter anderem die Gräben 503 und 506 das Niederschlagswasser in Richtung Schlaggraben transportieren können.“ 2019 müsse deshalb eine Vermessung der Gräben erfolgen, so Höhne.

Durchlässe sind Nadelöhre

Vor allem die Durchlässe stellen in dem Zusammenhang ein Problem dar, sind für ihn vielerorts Nadelöhre. Nicht nur, dass sie öfter gespült werden müssten. Sie liegen seiner Ansicht nach teilweise auch zu hoch oder zu tief. Solange aber die Konzeption nicht existiert, ist auch unklar, wie sie angepasst werden müssen.

Als Beispiel nennt er den Durchlass unter der Straße Schlangenhorst, der im Zuge der geplanten Straßenbaumaßnahme erneuert werden muss. Wenn er jetzt in der falschen Höhe verlegt wird, sei es auch künftig problematisch, das Regenwasser aus Brieselang-Nord abzuführen. Schon jetzt funktioniert der Durchlass unter der Bahnstrecke nicht richtig.

Sanierungsplan nötig

„Wir brauchen endlich einen Sanierungsplan für die Durchlässe in der Gemeinde, um den baulichen Zustand zu erfassen.“ Anschließend sei eine Prioritätenliste notwendig.

Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) sieht unter anderem die beiden Durchlässe unter dem Bahndamm neuralgische Punkte an. Deren Pflege sei Sache der Bahn, „und die bekennt sich jetzt zu ihrer Verantwortung“. Dies betrifft die Spülung der Rohre.

Gräben müssen zeitiger gekrautet werden

Zudem wolle das Verkehrsunternehmen 2019 den Graben 509 parallel zum Bahndamm sanieren. Offen sei aber immer noch, warum der Durchlass am Bahnhof ein Gefälle entgegen der Fließrichtung aufweist. Auf angeforderte Planungsunterlagen der Bahn wartet man bisher vergebens.

Für Bürgermeister Garn ist es zudem auch unbedingt erforderlich, dass die Gräben zeitiger, als jetzt noch erlaubt, vom Wasser- und Bodenverband gekrautet werden können, damit das Wasser fließen kann. Dies betreffe unter anderem den Bereich Paul-Mewes-Damm.

Von Andreas Kaatz

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