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Brieselang Sommerfest erstmals am Havelkanal
Lokales Havelland Brieselang Sommerfest erstmals am Havelkanal
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19:20 09.09.2018
Die Tanzgruppe „Pangäa“ vom Brieselanger Agora-Verein präsentierte einen Tanz im „American Tribal Style“. Quelle: Carsten Scheibe
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Brieselang

Auf zu neuen Ufern. Fürs Brieselanger Sommerfest galt dies wortwörtlich. Statt am Nymphensee wurde es erstmals am Havelkanal ausgerichtet. Gastgeber war die Sportgemeinschaft Wasserfreunde Brieselang, die einen Teil ihres Areals am Havelkanal zur Verfügung gestellt und sich dabei auch gleich einmal der Allgemeinheit vorgestellt hat.

 Bürgermeister Wilhelm Garn erklärte: „Den neuen Standort haben wir eigentlich nur gewählt, weil hier auch das Wunderkammerschiff der Helga-Breuninger-Stiftung anlegen konnte, das wir mit in unser Fest integrieren wollten. Das bekomme ich ja nicht in den Nymphensee. Da hätte ich es schon wie Klaus Kinski im Film Fitzcarraldo mit Seilen durch halb Brieselang ziehen müssen. Aber: Wir haben viel positives Feedback von den Besuchern bekommen. Viele kannten diese Ecke von Brieselang noch gar nicht und haben sich hier sehr wohlgefühlt. Es kann durchaus sein, dass dies ein regelmäßiger Festplatz wird."

Vereine und Institutionen stellten sich vor

Denn kurz vor dem Hafen ist ein großer Platz zu finden, der während des Festes kurze Wege garantierte. Auf der einen Seite gab es für die Besucher einen großen Budenzauber. Hier konnten sich die Vereine und Institutionen vorstellen. Ganz egal, ob Bürgerbus, DLRG und Johanniter oder der Kindergarten Zwergenburg und der Seniorenbeirat: Sie alle freuten sich über neugierige Besucher.

Frank Goslowsky hat das Sommerfest der Gemeinde organisiert: Hier geht es ums Sehen und Gesehen werden.“ Quelle: Carsten Scheibe

Mittendrin im Trubel: Die Kirchengemeinde Falkensee-Seegefeld, die in Brieselang das viel diskutierte „Quartier Franziskusgärten“ realisieren möchte. Pfarrerin Gisela Dittmer stellte sich den Fragen der Brieselanger: „Wir suchen hier gezielt den Dialog mit den zukünftigen Nachbarn. Wir präsentieren mit den Franziskusgärten kein fertiges Projekt, sondern sind offen für Impulse, die uns im Gespräch mitgeteilt werden."

Buntes Programm auf der Bühne

 Auf der anderen Seite war eine große Bühne aufgebaut. Hier sorgten die lokalen Vereine für ein buntes Programm. So etwa auch die Tanzgruppe „Pangäa“ vom Agora-Verein, die einen Tribal-Tanz in bunten Kostümen aufführte. „Die Bühne hat sich bereits am Freitagabend bewährt. Da gab es Live-Musik. Toll fand ich, dass auch nach dem Konzert noch viele Brieselanger an den Getränkeständen miteinander diskutiert und gesprochen haben. Das war eine tolle Stimmung", sagte Garn.

 Ein Stück weiter hatte die Feuerwehr ein Experiment aufgebaut: Die Kameraden simulierten vor über 100 Zuschauern eine Fettexplosion und erzeugten eine gewaltige Stichflamme, die eindrucksvoll meterhoch in den Himmel schoss. Gemeindewehrführer Marco Robitzsch: „In Brieselang werden wir etwa drei bis vier Mal im Jahr zu einem Küchenbrand gerufen. Da ist die eine oder andere Fettverbrennung dabei. Einen solchen Brand löscht man nicht mit Wasser, sondern erstickt ihn mit einer Decke."

Wunderkammerschiff im Hafen

Im Hafen ließ sich das Wunderkammerschiff bestaunen, die MS John

An Bord des Wunderkammerschiffs: Lilla von Puttkamer möchte Kindern barrierefrei kulturelle Bildung ermöglichen. Quelle: Carsten Scheibe

Franklin. Sie geht mit einer Kunst- und Naturwissenschaften-Ausstellung auf Tournee und lädt Grundschulkinder an Bord des Museums ein. Auf dem Deck fand am Samstagabend die Diskussionsrunde „Identität mit Brieselang und dem Havelland – Wohin soll die Reise gehen?“ unter anderem mit dem Landrat statt.

Bürgermeister Garn weiß, wo für Brieselang die Reise hingehen soll: „Allein in diesem Jahr sind etwa 200 neue Bewohner nach Brieselang gezogen. Für uns ist wichtig: Wie können wir sie integrieren – ohne Isolation und ohne Konfrontation. Da ist klar: So ein Gemeindefest, das kann auch verbinden und dafür sorgen, dass man sich am neuen Wohnort verwurzelt fühlt."

Von Carsten Scheibe

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