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Brieselang Dieser junge Brieselanger ist auf dem Weg zum Kart-Profi
Lokales Havelland Brieselang Dieser junge Brieselanger ist auf dem Weg zum Kart-Profi
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19:05 30.01.2019
Für die ADAC-Rennserie, in der Colin starten will, musste ein eigenes Kart angeschafft werden. Quelle: Privat
Brieselang

Macht er so weiter wie bisher, dann könnte mit Colin Handro demnächst ein Hoffnungsträger im Rennsport aus dem Havelland kommen.

Der Brieselanger, der am Freitag seinen 14. Geburtstag feiert, fährt seit einiger Zeit sehr ambitioniert Kart und hat schon so einige Pokale vorzuweisen. In seinem Verein PRS in Spandau wurde er jetzt als erfolgreichster Neueinsteiger 2018 geehrt. Und der Junge hat noch einiges vor.

Colin Handro aus Brieselang. Quelle: Andreas Kaatz

„Dass ich mich jetzt so schnell entwickelt habe, das freut mich total“, sagt der 13-Jährige, der großen Spaß daran hat, schnell und möglichst fehlerlos seine Bahnen im 6,5 PS-Gefährt zu drehen.

Ihn reizt die Geschwindigkeit, aber auch die Herausforderung, die volle Kontrolle übers Fahrzeug zu haben, so dass er insbesondere beim Slalom keine Kegel berührt.

Taktik und Überholmanöver

Zudem gehören Taktik und Überholmanöver dazu. So wie am Wochenende beim Winterpokal. Nach dem Qualifying auf Platz acht gestartet, kämpfte er sich noch auf Platz vier vor.

Angefangen hatte für Colin alles 2011 bei einem Kindergeburtstag. Schon da konnte er die Konkurrenz hinter sich lassen. Für ihn überraschend, wie er sagt. Als Lohn gab den ersten kleinen Pokal. „Da war ich richtig stolz.“

Als er später im Spreewald auf einer Kartbahn seine Runden fuhr, zeigte sich der Betreiber der Bahn beeindruckt und fragte ihn, ob er aktiv Kart fährt. Da gab es die Überlegung: Warum nicht? Vor zwei Jahren ging es dann los.

Erfolgreich im Slalom

2018 nahm ihn der Trainer mit zu den Slalom-Landesmeisterschaften Berlin-Brandenburg. Zwei Mal Training und dann fiel der Startschuss im Teilnehmerfeld von 25 Fahrern. „Ohne Erfahrungen ist er auf Platz 6 gelandet“, sagt Mutter Jeanne Handro.

Sie ist stolz auf ihren Sohn, unterstützt ihn gemeinsam mit ihrem Mann. Auch wenn sie manchmal nicht so recht hinschauen kann, wenn er unterwegs ist. „Wenn die Fahrer dicht auf dicht fahren, dann ist das Zugucken schon eine Herausforderung“, sagt sie lächelnd.

Trotzdem haben sich Colin und seine Eltern das nächste Ziel gesetzt. Der 13-Jährige will beim ADAC-Rundstrecken-Einsteiger-Cup in diesem Jahr starten. Allerdings zeigt sich spätestens da, dass das Hobby nicht nur zeitaufwendig ist, sondern auch viel Geld kostet.

Bei den anderen Wettbewerben fährt er mit Leihkarts, „doch beim ADAC-Cup besteht eine Voraussetzung darin, dass er ein eigenes Kart benötigt“, sagt Jeanne Handro. Um das Geld dafür zu besorgen, haben sie das Klavier verkauft. Zudem dürfen sie bei Selgros einen Kuchenbasar veranstalten.

Sponsoren gesucht

„Allerdings brauchen wir trotzdem noch Sponsoren“, sagt sie. Denn allein mit dem Kart ist es nicht getan. Auch die Anmeldegebühr ist mit 450 Euro nicht ohne, hinzu kommt unter anderem der Kauf von Reifensätzen.

„Wir könnten uns auch die Übernahme einer Startgebühr beziehungsweise einer Tankfüllung für ein Rennwochenende durch einen Sponsor vorstellen mit entsprechender Nennung beispielsweise in den sozialen Medien“, sagte Colins Mutter.

Eltern freuen sich auch

Sie freut sich, dass ihr Sohn heute so gut Kart fahren kann, denn vor einiger Zeit sah es bei ihm gesundheitlich nicht gut aus. „Deshalb hätte ich nicht gedacht, dass es mal so gut klappt“, meint sie. „Der Trainer sagt, dass er die Anweisungen sofort umsetzen kann.“

 Und sie achtet darauf, dass die schulischen Leistungen nicht unter dem Sport leiden. „In der Schule läuft es aber super“, sagt sie über Colin, der das Dallgower Gymnasium besucht.

Berufsziel: Renningenieur

Was er später mal werden will, das weiß er auch schon ungefähr. Denn er sitzt nicht nur gern hinterm Steuer, sondern hat auch schon gemeinsam mit seinem Vater am eigenen Kart geschraubt – Reifen angebracht, Pedale getauscht, Bremsen montiert.

„Ich habe eine Richtung, in die es gehen könnte. Ich würde gern eine Ausbildung zum Renningenieur machen“, sagt der junge Brieselanger.

Erfahrungen sammeln

Für ihn ist der ADAC-Cup wichtig, um Erfahrungen zu sammeln. „Das ist der erste Schritt in den professionellen Rennsport, denn es handelt sich um eine richtige Rennserie“, sagt er. Später würde er gern bei den ADAC GT Masters mitfahren.

Von Andreas Kaatz

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