Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brieselang Dorfkirche wird jetzt abgedichtet
Lokales Havelland Brieselang Dorfkirche wird jetzt abgedichtet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:28 08.10.2018
Kornelia Eue (r.) und Heidi Forchert vom Gemeindekirchenrat in Bredow im Altarraum, dessen Wände seit Jahren hässliche Flecken aufweisen. Jetzt wird erst einmal die Ursache dafür beseitigt, dass jahrelang Wasser in das Gebäude eindringen konnte. Für die anschließende Restaurierung der Wände ist derzeit noch kein Geld vorhanden. Quelle: Tanja M. Marotzke
Bredow

Dass die Wand im Altarraum der Bredower Dorfkirche derzeit nicht vor Nässe trieft, ist nur dem trockenen Sommer geschuldet. In feuchteren Jahren sucht das Wasser sich ansonsten irgendwo seinen Weg und hat dabei bereits hässliche Flecken am Putz in der Apsis und am östlichen Giebel hinterlassen. Die Farbe blättert immer mehr ab. „Wir haben das Problem jetzt schon viele Jahre“, sagt Kornelia Eue, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Vor allem im vorigen Jahr war es sehr nass.

Immer wieder hofften die Bredower, dass endlich etwas passiert, um die Schäden zu beseitigen. Doch nun ist das Ende in Sicht, die Sanierungsarbeiten haben begonnen. Seit Kurzem steht das Gerüst am Giebel. „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“ sagt Heidi Forchert vom Gemeindekirchenrat. Ein Konzept wurde erarbeitet und auch das Geld für den ersten Bauabschnitt ist mittlerweile beisammen. Rund 70 000 Euro sind dafür veranschlagt.

Schieferschindeln werden abgenommen

Wie groß die Schäden letztlich sind, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen. „Wir wissen nicht, was zum Vorschein kommt“, sagt Kornelia Eue. Denn ohne weiteres kam man bisher nicht an die Dachkonstruktion unter der Schiefereindeckung heran. Die muss erst abgenommen werden. Mittlerweile scheint die Stelle dafür gefunden zu sein, wo das Wasser eingedrungen ist: An einem alten Schornstein, der vor Jahrzehnten nachträglich in das 1862 geweihte Gotteshaus eingebaut worden war, konnte das Regenwasser offenbar ungehindert eindringen.

Gelitten hat dadurch auch das Holz der Dachkonstruktion. „Das konnte man schon anhand der Durchbiegung des Daches erkennen“, sagt Planer Axel Seemann. Nachdem die ersten Ziegel abgenommen worden waren, bestätigte sich der Verdacht. „Wir müssen alles überprüfen und gegebenenfalls Teile erneuern“, so Seemann.

Schornstein wird abgerissen

Am Ende soll das Dach wieder mit den alten Schieferschindeln, von denen einige schon lose waren, eingedeckt werden. Vorher wird der funktionslose Schornstein abgerissen. Darüber hinaus muss auch der Sockel der Kirche ausgebessert werden.

Das Geld für die Maßnahme kommt aus vielen Töpfen. So geben beispielsweise auch die Kirchenkreise Falkensee sowie Nauen-Rathenow jeweils 15 000 Euro dazu. Denn die Gemeinde Bredow ist im vergangenen Jahr gewechselt. „Seit 1. Juni 2017 gehören wir zum Falkenseer Kirchenkreis“, erklärt Kornelia Eue. Damit habe man sich den politischen Grenzen angepasst.

Turmspitze ist als nächstes dran

Und das nächste Projekt hat die Kirchengemeinde schon fest im Blick: Im nächsten Jahr soll der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Dann geht es um die Turmspitze, die zahlreiche Schäden aufweist. Dies betrifft unter anderem die Dacheindeckung.

Und wenn dann das Gerüst steht, sollen auch die Kugel und die Wetterfahne wieder an ihren Platz kommen. „Die mussten wir vor einiger Zeit aus Sicherheitsgründen abnehmen lassen“, sagt Heidi Forchert. Man war hellhörig geworden, nachdem immer mehr Metallstückchen auf dem Rasen rund um den Kirchturm lagen. Wie sich heraus stellte, stammten diese von der Halterung der Kugel oder der Fahne. Somit bestand Absturzgefahr. „Bevor die Kugel nach oben kommt, muss sie aber erst saniert werden“, sagt Heidi Forchert. „Jede Spende ist für den zweiten Bauabschnitt willkommen“, fügt Kornelia Eue hinzu.

Von Andreas Kaatz

Miteinander statt nebeneinander: Unter diesem Motto entsteht in den kommenden Monaten ein neues Gebäude mit insgesamt 47 barrierefreien Wohnungen in der Brieselanger Pappelallee. Die Betreuung durch einen Pflegedienst ist möglich, aber kein Muss.

05.10.2018

Die Arbeiten an der Brieselanger Karl-Marx-Straße werden fortgeführt. Derzeit werden an mehreren Stellen Suchschachtungen durchgeführt, um die Wurzeln der Bäume zu prüfen.

01.10.2018

Auf Informationstour durch Brieselang hat sich Landrat Roger Lewandowski am Dienstag begeben. Dabei schaute er sich das im Umbau befindliche alte Rathaus an sowie den Kita-Neubau. Zudem besuchte er unter anderem die Wasserfreunde am Havelkanal.

25.09.2018