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Brieselang Gemeinde sucht neuen Pächter für Nymphensee
Lokales Havelland Brieselang Gemeinde sucht neuen Pächter für Nymphensee
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17:35 25.10.2018
Das Gelände am Brieselanger Nymphensee soll neu verpachtet werden. Am bisherigen Pächter gab es viel Kritik. Quelle: Tanja M. Marotzke
Brieselang

Die Gemeinde Brieselang will die Bewirtschaftung des Waldbades am Nymphensee neu ausschreiben. Das soll im November passieren, bestätigte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) auf Nachfrage der MAZ.

Die Saison im Waldbad am Brieselanger Nymphensee ist beendet. Die Gemeinde geht jetzt auf die Suche nach einen neuen Pächter.

Der Vertrag mit den bisherigen Pächtern war vor Monaten gekündigt worden. „Wir haben immer wieder Gespräche geführt, aber die Kritikpunkte konnten nicht aus der Welt geräumt werden“, sagte Garn. Deshalb wollen man einen Schlussstrich ziehen und mit der kommenden Saison einen Neuanfang wagen. Ob die Ausschreibung öffentlich oder beschränkt erfolgt, das wird in den nächsten Tagen entschieden. Er selbst würde sich freuen, wenn sich vielleicht ein Pächter aus Brieselang finden würde, obwohl das nicht Bedingung für einen Vertrag wäre.

Pächter mit Erfahrung aus Caputh

Die bisherigen Pächter Kristina und Kay Kablitz führen auch das Seebad Caputh. Sie waren gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Im Frühjahr 2014 hatte die Gemeinde mit den beiden aus der Gemeinde Schwielowsee einen Pachtvertrag abgeschlossen. Damals hatte die Gemeinde in einem Ausschreibungsverfahren einen neuen Pächter gesucht, nachdem der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde als See-Eigentümerin und dem Unternehmer Jörg Reinsperger ausgelaufen war. 2017 war der Pachtvertrag noch einmal verlängert worden, allerdings mit dem Wunsch nach sozial gestalteten Eintrittspreisen.

Kritik an hohen Preisen

Am Waldbad hatte es immer wieder Kritik gegeben. Zwar lobten viele See und Wasserqualität. Massive Kritik gab es jedoch an Preisgestaltung und Service. „Currywurst pur für 4,50 Euro. Die Kategorie findet man nicht mal am Ku’damm, es sei denn als elitäre Blattgold-Variante“, beschwerte sich Jörg Supe auf Facebook. „See top! Personal einfach nur unfreundlich und Preise wie am Flughafen“, kommentierte ein anderer Badegast.

Terrasse marode

Die Badesaison am fast 700 Meter langen Nymphensee dauerte in diesem Jahr von Mitte April bis Mitte Oktober. Das Gelände liegt derzeit verwaist. Nordic Walker und Ferienkinder mit Fahrrad waren auch am Donnerstag auf dem Gelände zu finden, das sonst einen heruntergekommenen Eindruck macht. Die Terrasse ist marode, Teile des verrotteten Holzes sind herausgerissen.

Von Marlies Schnaibel

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