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Brieselang Zwei Rangierloks entgleist
Lokales Havelland Brieselang Zwei Rangierloks entgleist
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15:39 11.09.2018
Zwei Loks sind in Brieselang entgleist. Quelle: Patrick Rachner
Brieselang

Zu einem Bahnunfall, der auch Auswirkungen auf den Fern- und Regionalbahnverkehr hatte, kam es am Dienstag im Bereich Brieselang. Dort waren in den frühen Morgenstunden gleich zwei Lokomotiven eines Güterzuges auf der Strecke vom Güterverkehrszentrum Brieselang in Richtung Bahnhof Brieselang entgleist. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Lokführer erlitt allerdings einen Schock und musste von Notfallmanagern betreut werden.

 Die Havarie selbst hat sich laut Bahnsprecher Burkhard Ahlert gegen 5.19 Uhr ereignet. Nicht bestätigten Angaben zufolge soll die ziehende Lok mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde aus dem Gleisbett gehoben worden sein. Gleis eins war anscheinend nicht freigegeben. Offenbar hatte eine Gleissperre gegriffen und für eine Entgleisung der beiden hintereinanderfahrenden, zig Tonnen schweren Lokomotiven gesorgt. Die Güterwaggons blieben indes auf der Schiene. Weitere Untersuchungen zur Unfallursache folgen nun.

Feuerwehr musste Lecks abdichten

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Brieselang waren gegen 7.40 Uhr alarmiert worden. Die Einsatzkräfte mussten auslaufende Betriebsstoffe binden und die Lecks abdichten, um die Brandgefahr zu minimieren, wie Einsatzleiter und Gemeindewehrführer Marco Robitzsch betonte. Rund 200 Liter Bioöl sind laut Angaben der Bundespolizei, die bereits um kurz vor sieben Uhr informiert worden war, ausgelaufen.

Mit einem Spezialkran müssen die Loks wieder aufs Gleis gehoben werden. Quelle: Patrick Rachner

Der Unfall hatte und hat vor allem Auswirkungen auf das Brieselanger Unternehmen Rigips. Die Firma musste die im Güterzug befindlichen Materialien nun auf Lkw verladen lassen.

Für die Bergung der Loks indes ist ein Schienenspezialkran erforderlich, der aus Leipzig angefordert werden musste und sich bereits kurz vor der Unfallstelle befindet. Außerdem mussten die Oberleitungen an der entsprechenden Stelle demontiert werden, damit der Kran nicht aus Versehen dagegen stößt.

Am Mittwochmorgen soll alles vorbei sein

Das so genannte Aufgleisen der Lokomotiven soll voraussichtlich bis zum Abend abgeschlossen sein. „Danach müssen dann die Oberleitungen wieder montiert werden, so dass wir hoffen, das zweite Gleis am Mittwochmorgen wieder in Betrieb nehmen zu können“, sagte Bahnsprecher Ahlert.

Den ganzen Dienstag über war nur ein Gleis nutzbar, auf dem die Züge des Fern- und Regionalbahnverkehrs abwechselnd in beide Richtungen fuhren. „Wir haben durchschnittlich fünf bis zehn Minuten Verspätung. Das hält sich also noch in Grenzen“, so Ahlert. Umleitungen müssen nicht gefahren werden.

Von MAZonline

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