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Brieselang Verhaftung im Fall Georgine Krüger
Lokales Havelland Brieselang Verhaftung im Fall Georgine Krüger
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15:00 04.12.2018
Die Berliner Polizei hatte nach einem anonymen Hinweis den Wald bei Brieselang durchsucht. Quelle: Julian Stähle
Berlin/Brieselang

Im Mordfall Georgine Krüger aus dem Jahr 2006 wurde am Dienstag ein Tatverdächtiger verhaftet. Im August dieses Jahres war ein Waldstück bei Brieselang nach der Leiche der Berliner Schülerin durchsucht worden, es hatte telefonisch einen anonymen Hinweis gegeben. Die Leiche wurde jedoch nicht gefunden.

43-jähriger Mann verhaftet

Dienstagfrüh haben Ermittler der 6. Mordkommission Berlin unter Beteiligung von Spezialkräften der Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin nun einen 43-jährigen Mann verhaftet, der dringend verdächtig ist, die zur Tatzeit 14-jährige Schülerin Georgine Krüger am 25. September 2006 getötet zu haben.

Verschwunden in Moabit – 300 Hinweise

Das Mädchen war zuletzt am Tattag an einer Bushaltestelle in Berlin-Moabit gesehen worden und dann spurlos verschwunden. Die umfangreichen und aufwendigen Ermittlungen verliefen in der Folgezeit ergebnislos, obwohl die Ermittler einer Vielzahl von Hinweisen nachgegangen waren, um die Hintergründe des Verschwindens von Georgine Krüger aufzuklären.

Insgesamt sind die Beamten nahezu 300 Hinweisen nachgegangen und haben im Jahr 2009 unter anderem mit Mantrailer-Hunden nach ihr gesucht.

Spur führte nach Brieselang

Zuletzt haben Polizeibeamte aufgrund eines anonymen Hinweises auf der Suche nach der Leiche ein Waldgebiet in Brieselang umgegraben. Mit den Ermittlungen war zeitweise eine ganze Mordkommission betraut.

Ein Ermittler versuchte, auch als das Verschwinden von Georgine Krüger zum "Cold Case" wurde, neue Ermittlungsansätze zu finden. Dabei hielten die Ermittler zugleich immer den Kontakt zur Familie der Vermissten aufrecht und unterstützten die Angehörigen mit psychologischem Beistand.

Ermittler vermuten sexuelle Motive

Nachdem Ermittlungserkenntnisse bereits auf die Spur des Beschuldigten geführt hatten, konnten insbesondere durch den Einsatz eines verdeckten Ermittlers die Verdachtsmomente in den letzten Monaten erhärtet werden. Es besteht der dringende Verdacht, dass der Mann Georgine Krüger aus sexuellen Motiven auf ihrem Heimweg von der Schule abgefangen, in seinen Keller in Berlin Moabit gelockt und sie dort getötet hat.

Die Leiche des Mädchens ist bislang noch nicht gefunden worden. Der Beschuldigte ist bereits im Jahre 2012 vom Amtsgericht Tiergarten wegen sexueller Nötigung einer Jugendlichen verurteilt worden, nachdem er das Mädchen zuvor aus sexuellen Motiven in den Keller seiner Wohnung gelockt hatte.

Die Ermittlungen, insbesondere zum Verbleib der Leiche von Georgine Krüger, dauern an.

Von MAZonline

Sie sind Bürokratiehelden, Dekorateure, Organisationstalente und in allen Lebenslagen für ihre Schützlinge da. Die ASB-Erzieher und Sozialpädagogen betreuen Kinder und Jugendliche, die im eigenen Zuhause nicht mehr bleiben konnten. Einen Einblick in den Alltag der stationären Unterbringung gab jetzt das Team der Wohngruppe „Aurora“.

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