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Brieslang soll 360.000 Euro aufbringen

GVZ Wustermark Brieslang soll 360.000 Euro aufbringen

Am Ausbau der Rostocker Straße und der Umverlegung der L 202 durch das GVZ Wustermark will sich die Gemeinde Brieselang finanziell beteiligen. Die letzte Entscheidung treffen die Gemeindevertreter im November.

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Ein Schwerpunkt der Infrastrukturveränderungen ist der Ausbau der Rostocker Straße im GVZ.
 

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang.  Eine Entscheidung steht erst in der Novembersitzung der Brieselanger Gemeindevertreter an. Aber grundsätzlich würden die Brieselanger die Vereinbarung mit Wustermark zum Ausbau der Infrastruktur im Güterverkehrszentrum Wustermark inklusive der Verlegung der Landesstraße 202 bis 2021 befürworten. Zu dieser Einschätzung kommt Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU), nachdem am Mittwochabend im Brieselanger Hauptausschuss über die entsprechende Finanzierungsvereinbarung mit der Gemeinde Wustermark diskutiert wurde. „Es gab keine Abstimmung im Ausschuss, aber es gab auch keine gegenteiligen Aussagen“, so Garn. Unstrittig ist demnach, dass die Gemeinde Brieselang für die geplanten Infrastrukturmaßnahmen im GVZ Wustermark einen Eigenanteil von etwa 360 000 Euro aufbringen muss.

In dem gemeinsam entwickelten Verkehrskonzept „Weiterentwicklung, Stärkung und Sicherung des Siedlungs- und Wirtschaftsraumes Brieselang/Wustermark unter Einbeziehung der Bundes-, Landes- und kommunalen Straßenverkehrsinfrastruktur“ bis 2021 ist vorgesehen: die Sanierung der Fahrbahn der Rostocker Straße im GVZ, die Verbreiterung der Kuhdammbrücke über den Havelkanal und die Veränderung der Rampenführung zur Kuhdammbrücke, die Veränderung der Anbindung des Kuhdammweges an die derzeitige L 202, der Neubau der Kuhdammbrücke über die Autobahn 10 sowie die Herstellung einer Verbindung zwischen der Kuhdammbrücke über die Autobahn 10 und der Rostocker Straße, einschließlich des Baus eines Kreisverkehrs im Bereich Kuhdammweg/Rostocker Straße. Das wurde vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung begutachtet und befürwortet.

Aus Brieselanger Sicht geht es vor allem um die Entlastung des Ortsteils Zeestow und von Brieselang-Süd vom Schwerlastverkehr. Der soll aus Brieselang kommend künftig über die Rostocker Straße im GVZ Wustermark fahren, um dann über die verbreiterten Brücken über die A 10 und den Havelkanal in Richtung Nauen oder Berlin zu gelangen. Dafür soll die Gemeinde Brieselang sich anteilig an den Gesamtbaukosten von geschätzten 4,3 Millionen Euro beteiligen. Abzüglich aller in Aussicht stehenden Fördermittel hätte die Gemeinde Wustermark etwa 545 000 Euro zu zahlen.

Mit einigen Passagen in der Finanzierungsvereinbarung seien die Brieselanger noch nicht einverstanden. „Das sind Formulierungen, die nicht das Wesen verändern, aber doch aus unserer Sicht wichtig sind“, sagte Wilhelm Garn gegenüber der MAZ. So lege er darauf Wert, dass es klare Regelungen gibt, wann und wofür das Geld aus Brieselang verwendet wird und wie die Gemeinde das einsehen kann. „Klar beschrieben werden muss zudem, dass die Verbreiterung der beiden Brücken nur deshalb erfolgen muss, weil die umverlegte Landesstraße 202 dann dort entlang führen wird. Wenn es eine Kreis- oder Gemeindestraße wäre, müssten sie nicht breiter werden“, sagt Wilhelm Garn.

Die Wustermarker Gemeindevertreter hatten der Vereinbarung mit Brieselang bereits am 27. September zugestimmt (MAZ berichtete). Ob sie später über einen möglicherweise geänderten Wortlaut erneut entscheiden müssen, bleibt abzuwarten.

Von Jens Wegener

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